Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1597204
450 Antonio AIQegri. 
Museum und wurde hier von Schlesinger 
mit Sorgfalt restaurirt und von den Re- 
tuschen gereinigt. Prndhon's Kopf ist ge- 
blieben. Stiche No. 436-446. 
68) Leda mit ihren Gespielinnen; bloss 
Leda mit den beiden badenden Mädchen und 
den Schweinen, ganz so wie in dem zu Ber- 
lin belindlichen Originale (s. a) No. 35), aber 
ohne den Genienknaben und die Putten, 
welche sich auf der linken Seite des Bil- 
des finden. 1m Palazzo Rospigliosi zu 
Rom. Hat oft und lange fiir eine ächte 
Wiederholung gegolten , ist jedoch nur eine 
alte gute Kopie. Die Geschichte des Bildes 
freilich liesse annehmen, dass wir es hier 
mit einer eigenen Arbeit Correggids zu 
thun haben. Das Bild befand sich nämlich ur- 
sprünglich im Besitze des Kardinals Gio. 
Salviati, eines Neffen Leo's X., und ist im 
Inventar seines Nachlasses, als er den 28. 
Okt. 1553 zu Ravenna gest, also verzeich- 
net: vIn Roma uno quadro con una Leda 
con certi puttia. Diese Bezeichnung ist aller- 
dings ungenau, da gerade die Pntti fehlen; 
doch kommen derartige Versehen und Nach- 
lässigkeiten in älteren Inventaren öfters 
vor. Coppi (s. Literatur) glaubt, dass der 
Kardinal es von Correggio selbst erwor- 
ben, als er einmal auf einer im Auf- 
trage des Papstes in die Lombardei unter- 
nommenen Reise auch nach Parma gekom- 
men und dort des Meisters Werke gesehen 
habe.)  ist diäs läolsäe Värmiäthuäg. 
m  ar.war as 1 1m esrze es 
Herzogs Giaeomo Salviati zu Florenz; in 
seinem Testamente vom J  1668 findet sich 
folgende Beschreibung : nTre figure di mezza 
proporzione, nude, che si bagnano, con due 
cigni ed un" aquila (dieser nämlich findet sich 
hier zugefügt) in un paese, in tavola. Mano 
del Correggion. Daselbst ist auch Das Ecce 
homo erwähnt (a) No. 28), dessen Seannelli 
gedenkt, während dieser Nichts von Der Leda 
sagt. Beide Bilder kamen 1718 an die Fa- 
milie Colonna durch die Heirat eines der- 
selben mit einer Salviati. Schon als der 
Maler P. Battoni die Kunstwerke dieses 
Oolonna nach seinem Tode inventarisirte, 
galten beide, wie wir oben gesehen, für 
Kopien, wogegen J. Reynolds die Leda 
noch für äeht hielt. Letztere kam bei des 
Fürsten Filippo Tode im J. 1818 an dessen 
Tochter Margherita und durch ihre Verhei- 
ratung an das Haus Rospigliosi. s. Stiche) 
No. 447.  
69)Schule des Amor, s. a) No. 32. Alte 
Kopie. Sie befand sich unter den Gemälden, 
welche von der Königin Christine von 
Schweden an den Fürsten Livio Odescalchi 
zu Rom und von diesem an den Herzog von 
Orleans kamen. Bei dem Verkauf von des- 
sen Sammlung in London 1799 wurde sie 
von einem Herren Willett erworben. Später 
war sie in der Sammlung des Clievalier 
Errard zu Paris und ging auf der Verstei- 
gerung derselben im J. 1832 um 10,000 Fr. 
weg. Mir unbekannt, wo das Bild geblieben. 
70) Schule des Amor, s. a) N0. 32. Alte 
Kopie; sehr verdorben. Nach Waagen 
wäre auch diese im Besitze des Prineipe 
della Pace gewesen; nach Landen dagegen 
brachte sie Anfangs dieses Jahrh. ein ge- 
wisser Andriel aus Italien nach Paris. Sie 
kam alsdann in die Galerie des Baron Mas- 
sias. s. Stiche N0. 466. 
71) Allegorie. Unvollendetes Oelbild; wahr- 
scheinlich Kopie mit Veränderungen nach 
dem vTriumph der Tugenda (im Louvre, 
s. a) N0. 37). Früher im Palast Altieri zu 
Rom, dann im Besitze des Malers David 
Wilkie, jezt bei Sir Thomas Sebright auf 
Beeehwoodin England. 
III. Bilder, welche verschollen sind oder deren gegenwär- 
 tiger Verbleib unbekannt. 
 72) 1508-1509. Hilft bei den Freskomalereien 
 im Palast der Francesca di Brandenburgo 
in Correggio (nicht mehr erhalten). Kaum 
glaublieh. s. Text XI. 
73) 1509 oder 1516-1518? Malereien in dem 
älteren Palaste (dem des Niccolb di Correg- 
gio) zu Correggio (nicht mehr erhalten). 
Nach der Chronik der Zuccardi und nach 
Tiraboschi. Zweifelhaft. s. Text xr. 
74) 1509-1512? Land Schaft im 17. Jahrh. 
in der Galerie der Gonzaga di Novellara 
(Nach dem Bericht des Padre Pier Maria da 
Modena in den Memorie storiche di Novel- 
lara). In einem älteren Inventar dieser 
Sammlung von Anfang des 17. Jahrh. nicht 
verzeichnet. Verschollen. Zweifelhaft. s. 
Text XI. 
75) 1509-1512? Madonna um 1700 im Be- 
sitze des Marchese del Carpio, der sie um 
800 Scudi von einem Muzio Orsini gekauft 
hatte. s. Stiche N0. 369. Die Jungfrau ist 
auf der Flucht nach Aegypten gedacht; auf 
dem Esel sitzend beobachtet sie eine Mutter 
mit zwei Kindern , deren eines sie eben gß" 
stillt hat. Auf derselben Seite mit dieser 
Gruppe ein sitzender Kriegsmann, welcher 
mit den Händen den rechten Fuss hält. Dß 
das Landschaftliche in dem Bilde eine grosse 
Rolle spielt, hat man es früher bisweilen 
auch als Landschaft bezeichnet. Scheint 
verschollen. s. Text XI. 
76) 1509-1512? Madonna mit dem Kinds 
und dem kleinen Täufer. Im 18. Jahrh. in 
der Galerie des Herzogs von Modena, vßm 
Grafen Jacopo dalla Pallude in seinem KW 
talog dem Meister zugeschrieben. V81" 
sehollen. Unächt. s. Text xr. 
77) 1511- 1513. Fresken in der Vorhalle 
und in der Kapelle des Mantegna von S-
        

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