Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1597160
442 
Antonio 
ehemals dem bekannten Brambilla , dem 
Arzte Kaiser Joseph's II.; später ging es 
durch Vermittlung des Kardinals Caprara 
an den Freiherrn Brabeck über, der es als 
eines der besten Bilder seiner Sammlung 
auf Schloss Söder bei Hildesheim betrach- 
tete. Auch wurde es damals von Kennern 
für ein achtes Bild des Meisters angesehen 
(vergl. F. W. von Ramdohr, Beschreibung 
der Gemäldegalerie des Freiherrn von Bra- 
beck, Hannover 1792, und F. Weitsch, s. 
Literatur). Nach dem Tode Brabecks (1814 ) 
ging dessen ganze Sammlung an den Grafen 
Andreas Stolberg über. Als sie endlich im 
J. 1859 unter den Hammer kam, wurde das 
Bild vom Grafen Gallenbcrg um 4955 Thlr. 
erstanden. Aechtheit doch zweifelhaft. s. 
Stiche N0. 346  348. 
21) Madonna mit dem Kinde unter einem 
Baume sitzend, zu beiden Seiten die hh. 
Ildefons und Hieronymus. Das Bild stammt 
aus Parma. Von Holz auf Leinwand von 
Bonnemaison in Paris 1807 übertragen; sehr 
verdorben. In der Pinakothek zu Mün- 
chen. Im neuesten Katalog (1869) nur als 
ein zweifelhaftes Werk des Meisters ange- 
führt. Jedenfalls nicht von Correggio. 
22) Madonna mit dem Kinde in der Glorie 
zwischen Engeln; unter ihr die hh. Jakobus 
und Hieronymus mit dem Donator. Auf Holz. 
In der Pinakothek zu München. Nicht 
von Correggio. Das Bild zeigt neben eor- 
reggeskcn rafaelische Einiiiisse; Mündler 
ist geneigt an Girolamo da Carpi zu denken. 
Es hat viel von der Art des Bagnacavallo. 
S. N0. 352. 353. 415. 
22 a) Madonna mit dem Kinde zwischen den hh. 
Katharina und Hieronymus, in einer Land- 
schaft. In der Sammlung Lachnicki zu 
W a r s c h a u (Notiz von L. (Jruncr). 
Schwache Nachahmung des Meisters. 
22 b) Madonna stehend , das an ihrer Brust lie- 
gende Kind haltend. In Wasserfarben. Im 
Museum zuNeapel. NichtvonCorreggio. 
23) Das Christkind die hl. Katharina seg- 
nend, in der Luft ein mit der Palme herab- 
schwebender Engel. Bei dem Earl of 
YarboroughaufBrocklesbyin England. 
Nach Waagen (Galleries etc. p. 503) von 
Correggids Schüler Giorgio Gandini. 
24) Christus treibt die Käufer und Verkäufer 
aus dem Tempel. Skizze auf Holz. Im 
B el v e de r e zu Wien. Geistreich behan- 
delt, aber nicht von Correggio. Auch ist es 
in" dem alten Inventar der Wiener Galerie 
von Ferd. von Storifer (mit Miniaturen aller 
Gemälde) aus den J. l720,V1730 und 1733, 
das sich in der Hofbibliothek zu Wien be- 
findet und dessen Verzeichniss Perger (in 
den Berichten und Mittheilungen des Alter- 
thums-Vereins zu Wien vn. 135-150) mit- 
getheilt hat, nur als nach Coregio bezeichnet. 
25) K r e u z tr a g un g (Gang zum Kalvarienberg) 
in der Akademie zu Parma, öfters dem 
Correggio zugeschrieben. Wahrscheinlich 
ein Michelangelo Anselmi. 
26) Kreuzabn ahme. Auf Holz. Als Skizze 
behandelt. Im Museum von Neapel. 
Nicht von Correggio. 
Auch eine Hagar in der Wüste wurde ihm 
daselbst früher zugeschrieben. 
27) E c c e H 0 n1 0 , unvollendet. Auf Holz. 
Bei Earl Cowper zu Panshanger in Eng- 
la nd. Nach Waagen (Galleries etc. p. 
345) wäre der fertige Kopf Christi ßwiirdig 
des grossen Namens , welchen das Bild 
trägt". Die Aechtheit sehr zweifelhaft. 
28) Ecce Homo: Christus mit der Dornen- 
krone, Brustbild. Auf Holz. In der Pina- 
k o t h e k zu M ü n ch e n. Früher als acht, 
aber im neuen Kataloge (1869) als angeblich 
angeführt. Doch ist das Bild, auch nach 
Mündlefs Ansicht, nur ein schwaches Werk 
des Domenico Feti. Unter diesem Namen 
finden sich Wiederholungen des Bildes im 
Kleinen , z. B. in der Galerie Costabili zu 
Ferrara. Wahrscheinlich aus der alten Diis- 
seldorfer Galerie, wo sich ein Eece Homo 
mit ganz derselben Inschrift befindet. Dort- 
hin war es aus der Burgkapelle zu Düssel- 
dorf gekommen, wohin es die Gemalin des 
Pfalzgrafen Philipp Wilhelm von Bayern- 
Neuburg gestiftet hatte. Ist das Bild, wie 
nicht zu zweifeln, dasselbe, so ist nur zu 
verwundern, wie es in der Düsseldorfer Ga- 
lerie als ein Werk ersten Ranges angesehen 
werden konnte. 
29) Das dornengekrönte A n tl i t z C h ri s ti auf 
dem Tuche der Veronika. AufSeirle. In der 
Galerie zu Berlin. Nicht von Correggio. 
30) Angesicht Christi auf dem Tuch der 
hl. Veronica. In der Galerie zu Turin. 
Nicht von Oorreggio. 
31) Hl. Johannes als Knabe in der Wüste, 
auf das Kreuz zeigend. Bei Lord Carlisle 
zu London. Nicht von Correggio. 
32) Haupt des Täufers in der Schüssel. 
Auf Leinwand. Früher im Poggio Imperiale 
bei Florenz, jetzt in den Uffizien da- 
selbst. Nicht von Correggio. 
33) Hl. Sebastian. Brustbild auf Holz. Im 
Belvedere zu Wien. Nicht von Correg- 
gio, aber wol von einem guten Schüler des- 
selben, den Miindler fiir Bernardino Gatti, 
genannt il Sojaro hält. s. Stiche No. 413. 
33a) Engelskopf, in Fresko auf Kalk gemalt. 
In der Pinakothek zu München. Ent- 
schieden correggesker Typus; auch die Be- 
handlung erinnert an den Meister. Miindler 
war daher geneigt an die Aechtheit zu glau- 
ben; und der Gedanke liegt nahe den Kopf 
fiir ein Bruchstiick aus der Tribune in S. Gio- 
Vanni zu Parina (s. a) No. 3) zu halten. Allein 
ich zweifle daran; die Färbung ist zu matt,
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.