Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1597041
434 Antonio Allegri. 
peritur custodita inter omnia bona mea mo- hat er übrigens, wie sich nicht anders er- 
bilia penes Equitem Flaminium Zunthium.  warten lässt, die Zeichnung besessen. Er be- 
Doch blieb das Bild in Parma und in der richtet, das eine dieser Bilder habe der Mar- 
Sammlung Farnese; es findet sich im hand- ehese del Oarpio von Muzio Orsini erwor- 
schriftl. Inventar derselben (im Palazzo del ben, wobei eine Verwechslung mit b) N0. 75 
Giardino) verzeichnet, auch sah es daselbst stattzuiinden scheint; das andere habe er 
noch der Maler Giaeomo Barri, wie er in selber aus einem alten römischen Hause an 
seinem Viaggio pittoresco (Venetia 1671. sich gebracht und es dann dem llIarcliese 
p. 104) berichtet. Das Bild hat stellenweise Corbella zu Mailand überlassen. Beide Bil- 
durch Uebermalung gelitten. Riehardson, der seitdem verschollen. 
der es gleichfalls noch in jener Sammlung Von den heute noch erhaltenen Darstel- 
sah, und lllengs, der es in Neapel kennen hingen dieses Gegenstandes, welche dem 
lernte, fanden es sogar ganz und gar ver- Ocrreggio zugeseliriebenwerden,liitlt Münd- 
s derben; doch ist dies nicht der Fall, walir- [er diejenige , welche sich 184-1 beim Grafen 
scheinlich weil später ein Theil der Ueber- Cabral zu Rom befand, für die vorzüg- 
malung abgenommen wurde.  s. Text XVI lichste. Das die Früchte darreicliende Knäb- 
und Stiche N0. 177-193. lein ist hier der kleine Täufer. Auf Leiii- 
Es hat von jeher eine grosse Anzahl von wand. Jetzt wahrscheinlich im Besitze des 
KOPIEN gegebelli die 111m Thell füY llliedßr" Fürsten T0 rlonia zu Rom. s. 'I.?ext xvI. 
holungen ausgegeben wurden. Eine 591'391" 2G) Dies elbe Darstellung. In der Galerie 
x31 x31? däläaläälllslilääe grlrllällellrl Zälfäiglällf; E s terh az y zu Pest. Anstatt des Tiiufers 
Richardson: Eine angebliche Wiederholung, 511cm 211er em Engelchen d"? FrHGhtEEllulI 
die sich früher zu Dresden befand s. b] N0. 53. lls Pllll llflt gelltllell- A_llf,Lelll_Wallll' lllel 
zu den Kopien 5_ auch b) N0_ 50___52_ delilbßlieflli-LZX (wahrscheinlichNikolaus, geb. 
25) Madonna, im Begriff-das Jesuskind 176a, der Gründer der Galeriel soll es vom 
zu stillen, dem ein kleiner Täufer oder Helzoäe Clllvelll ellwollbelh lllesell es, lllllll 
ein Engelchen Früchte darreiclit. Eine solche Voll Selllem Ollellni lllllll Kllllllllal Cllvellb 
Darstellung wird erwähnt in dem Trattato ll9ll es als Geschenk des Kolllgs Voll Spll" 
della Pittura von Odomenigo Lelmietti lllen besass' erhaliin laben Letzteres 1st 
(eigentlich 1 Gia Domeuico Ottonem, Fi_ nicht sehr wahrscheinlich, da Karl IV. auch 
Tanze 1652) 1 nEine Madonna des Correggio das folgende Bild hatte. s. Text xVI.  
im Begriff das Kind zu stillen, welches die 231310581139 Dillsiellung- In dämrml- 
Hände nach Früchten ausstreckt, die ihm tage zll St" Petelsblllgr Wolllnflll aus 
von einem Engel dargereiclit werdenu. In der Salllllflllllg Kllllls IV" _V0ll Spalllell g?" 
den jetzt bekannten Darstellungen streckt lflomnflell lsli" .Auf Hol?" lxllchlganz unzwel- 
das Kind nur eine Hand nach den Früchten lglha t" a1 ein lmdrelselts nagt lloell dlls 
aus  was übrigens auch für ein Abwehren lld. zu Seln gen Charakier lmdfhe Hamk 
gelten kann __y Während es die andere an selirift des Meisters, um einem Selllenxilißll- 
die Brust der Mutter hält; doch ist Ohne folger angeschrieben _wcrden zu kennen. 
Zweifel eine derselben das von Ottonelli Naglel S Ijelllkoll llellclllet (llaflll Welcher 
erwähnte Bild. Welche aber von den dreien, Qualm welss lcll lllclll) l der Klllllg Voll .89" 
die hier nun genannt werden , ist nicht aus- lllell (als? Klllll IV) llllbe es selllem Belclll", 
zumachen, da sich die Spuren jenes Bildes vater, dieser den J csuitcn geschenkt. So sei 
seit dem Ende des 17. Jahrh. nicht mehr es nllch ROT gelionlmelh Wo es elll Cum- 
verfolgen lassen Qttoneui berichtet, es ceppi, v_0n einerhirnisskruste ganz entstellt, 
habe sich zu den Zeiten Clemensi VIII. lllll dlel pllkllflen an Slcll gebracht llllbel 
(1591_1605) im Iilause Aldobrandini be_ dann in die Hande von Jos. (soll wol lieissen 
funden, sei darauf in die Hände der Fürstin Jlfhalllll Casänava llbellgegllllgen, der es re- 
Rossano übergegangen, von dieser dem Kar- älaliänllb lmK endllfbh an Mellgs ' lllil es llll 
dinal von S. Giorgio geschenkt und nach le alsglll atllllilllllljllkallllle"Älelitllvl- 
dessen Tode um 1300 Saudi an einen Goti_ Zu diesen diei Bildern s. die bticlie 
fredo Periberti verkauft worden. Dieser N0" mllfmm    
habe es zu Seinen (des Ottoneni) Zeitem gefiolflnriliingllnelllliztliillipdäll Sllzldlllevääzlklläirililalil 
l    A- 1 
d' ll' also lllll dle Mltlle (193 ll' JallllL 1 lau Täufers oder Engels der hl. Joseph. 
3955311 und Elch gewelgert) es an emen Für" Eine Zeichnung mit derselben Darstellung, 
ßteni derfla? Doppelte boti z" V01" kaufßn-  dem Correggio zugeschriebemwird von Richard- 
VOn zwei Bildern mit derselben Darstellung son (Description etc. III. 42) im Palazzo Bon- 
spricht auch der Pater Resta (Indice del ßslioli In Bologna angeführt. 
Parnasso deiPittoi-i, p. 72); und dass er von 28) Christus vor Pilatus (Ecce Homo), 
zweien spricht, liesse diesmal seine Aussage in der Nationalg alerie zu L ondo n , 
eher glaubhaft erscheinen, wenn er nur nicht bisher fast allgemein für äeht angenommen. 
überhaupt so unzuverlässig wäre; auch hiezu Dass Correggio ein solches Bild gemalt, ist
        

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