Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1596966
426 Antonio Allegiri. 
   
in jungen Jahren in Mantua gelernt, zum Theil Untermalung das Nackte in Licht und Schatten. 
auch nach den Grundsätzen und Neuerungen in der Weichheit der Uebergänge vollendet war, 
Lßonardffs, Obwßl Sieh Ilißilt nachweisen lässt, vermochte er es mit Sicherheit in den rechten 
wie er mit diesen bekannt geworden. Doch hat Ton und in Einklang mit den übrigen Partien zu 
er dann durch eigene Studien und eigenes Talent setzen, ohne dass von jener Zartheit etwas ver- 
erreicht, W88 148011311110 Illlf anzustreben VGI- 101'911 ging Wig yggch CQyi-eggig zu (jieggi- gei- 
mochte. Schon früher ist die Bemerkung V01! ner eigenen Malerei kain, zeigt zum Theil schon 
Mellgß angeführt, dass Sieh der Meißel" llllf (168 seine Madonna des hl. Franziskus. Schon hier 
besten und kostbarsten Materials bediente; 61' ist der Farbenauttrag so gediegen, 418.35 darunter 
30" 33T iäßwisße Firlllßse Voll eigelltllümllßhßlll nirgends cin Umriss zu sehen ist; auch linder 
(iianze besessen haben, und mehrfach ist bß- sich nirgends in den Schatten eine Schrafflrung, 
hauptet worden  schon Ende des 17- Jührll- sonderndie Töne sind verschmolzen in einander 
von dem Maler Benedetto Luti  dass er, um übel-geführt 
seinen Farben eine grössere Durchsichtigkeit und Dass sie], (jüi-i-eg-gio in einem und demseibm, 
höhere Leuchtkraft zu geben, zuweilen eine Un- Bilde, je nach der Zweckmiissigkeit, verschic- 
wrlßäß W11 Güldblätteheil angewendet llabe- dener Firnisse, und zwar schon beim Malen sei- 
Lctzteres scheint sich durch genauere Untersu- ber, bedient habe, im; kein Zweifel, ln seinen 
ehllng einzelner von seinen Gemälden zu bestä- leuchtenden Schatten ist der Gebrauch des da- 
tigen; z. B. bei der kleinen Biissenden Magda- nials gewöhnlichen Firnisses, den die Italiener 
leua (in Dresden, s. p. 403). Dass Correggio auf vernice liqiiida nannten, wahrscheinlich; East- 
die Auswahl und Benutzung seines Materials die lake schloss dies auch aus den eigenthiimlichen 
grüsste Sorgfalt verwandte, ist wol denkbar; Bisschen, welche von diesem Firniss herrühren 
allein der richtige Gebrauch desselben, der zur und sich in einigen Bildern des Meisters zeigen. 
"Vollendung des Kunstwerks so wesentlich ist, Im Nackten aber wandte er wol öfters den Beru- 
hängt von der Anschauung und der Fähigkeit Sßeirlfirniss an, der besonders fein und fest war. 
des Künstlers ab, und wie immer so haben auch Dell Grund Seiner Bilder scheint er meistens in 
bei Ccrreggio diese der Hauptsache nach die einem lichten warmen Ton angelegt zu haben. 
Technik bestimmt.  Von hoher Vollendung ist endlich der Vortrag 
Es scheint, dass Correggio gleich Leonardo geilmästerx von Jener neuerelihrtuosltat.  
schon bei der Untermalung die lllodellirung na- e a"? lang ' wfalclle de?! entschiedenen Aumagf 
inentlich des Nackten in einer kühlen, lichten der elflzelne" kilhnen Pnlselstriche ziuhwnkung, 
und farblosen Scala ziemlich weit geführt hat. de? (Jailzen  1st bei ihm X1901! 
Dabei ging er, wie auch Leonardo) gleich male? keine Spur. Wie er die einzelnen Barbentone, 
riscli zu Werke, indem er die Rundung durch Fichte? und Halbhchter ielnflnd zait uielnandci. 
die zartesten Abstufungen, durch ganz allmiill- ubfl_'lfiltet' so 1st auch dem Vortrag m gutem S91". 
gen Uebergang vom Licht zum Dunkel erreichte. liriimg?" und doch Winciien impasito glmchliias- 
Dieses Verfahren lasst sich deutlich an dem un- slg Vfjrdchmolzenl W18 Lmallafrbe"; M?" tutiu 
vollendeten Bilile im Palast Doria zu Rom wahr- m? vlrtllose iiandg aber mful Sieh" 3m lfwht b" 
nehmen, das Mengs so sehr bewunderte) wen tritt auch hier die ldealitat des Meisters zu 
schon in der Untermalung die ganze Grösse des 133'263 der- mdel" er den hohem der Mm" bis 
hieisters und sein Verständniss der Form sich zur Pauschung trieb und das Leben in den kühn- 
migtem Allein während Leonardo diese in sich sten Acusserungcu schilderte, doch seine Ge- 
fertigc Modellirung nur mit Lasuren oder Sei". stalten wie in einer Zaubcrivclt. von Glück und 
dünnem Auftrag von Deckt-urban vollendete und Schonheitreiu erhielt und in seiner Darstellung 
dabei so zaghaft verfuhr, dass er zur rechten alles Stoliliche wie alle Nuth der Arbeit tilgte. 
Kraft und Wärme der Farbe nicht gelangte, er- 
reichte Correggio bei der Uebermalung mit lich- [li  w-m-k e de, S M M N t  H, 
ten Tönen die grösste koloristische Wirkung. 
Ohne Zweifel mischte er dabei die Oelfarbe mit a) Aecht- 
einem ziemlich starken Bindemittel (harzigem 1- monumentale Malenden (Fresken! ßrlleltßlli- 
Oel) oder Firniss; namentlich in den filiiheren l; 151g  
Billlßfll, welche im P1815011 (1011 Goldton haben,  P3010 zu Parmah Auf dem Kaminmantei 
ist dies ersichtlich. Dabei ist der Auftrag auch Diaua auf ihrem Wagen; an der Decke 
in den Lichtern  was damals sonst nicht der Laube mit sechzehn Gruppen von Genicn in 
Gebrauch war  sehr gediegen, fett und glatt, Medaillons; in den Llinetten mythologische 
und so ist auch das lichte Fleisch, nicht bloss die und allegorische Figuren (letztere grau iß 
Schatten, stark und gleichmässig impastirt. Das grau). s. Text XIV und Stiche N0 57_ 33-103. 
Belwerk, die Gewänder, Landschaft u. s. W, Aquarellirte Kopien für den Stich vonPaole 
scheint er gleich in der Lokalfarbe angelegt und Toschi und seinen Schülern in der Pinako- 
die Wirkung dann in der Uebeinialung, eben-i ßhek 111 Parma. 
falls mit Anwendung von starken Bindemitteln, 2) 152i -1524. Ffßßkülllaitälfßlßll in der Kirche 
gesteigert zu haben. Dadurch, dass schon in der S. Giovanni zu Parma. in der Kuppel?
        

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