Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592819
Abbatini  Abbe. 11 
ii-i-l-itäi 
Bauernlebens zu widmen. In der Wahl wie in in Rom die Pest wüthete) seine Geliebte besu- 
der ernsten Auffassung dieser Stoffe nahm er eine chen wollte und eben an der Tliüre angekommen 
ähnliche Richtungwie derFi-anzose Breton. Hicr- ihren Leichnam heraustragen und auf den Wa- 
her gehören die Bilder; zwei Innenansichten einer gen zu den übrigen Pestleichen legen sah.  
Hütte von Holzhauern; Rauchender Bauer unter    
airslitfriärrä; "iliitiiiiioitäääfääiatläi? w esUrälieiliißifiiicliißdean  i. 
Y,      2)  ders., den Segen ertheilend. S. Vouille- 
kenswerth durch die Charakteristik wie die Fein- m 0 n t m Rom 1542 4_ 
hell? des TOIIS- Kaum hatte A- mll? (llßsem Bllde 3) Das Titelblatt zu z Aedes Barberinae, eine sitzende 
eine der ersten Stellen in der modernen italieni- Figur und dmi Gramm, von C amiu o g 0 n giu s_ 
sehen Malerei eingenommen, als er auf traurige qu. Fol. Auch F. Greuter hat nach ihm gest. 
Weise umkam: an den Folgen eines Bisses von s_ Passeri, vite di Pmm am Roma 177g 
seinem Hunde, der der einzige Gefährte seiner I. 240 ff.  Fil. Titi, Studio diPittura etc. Roms. 
Einsamkeit war.  Von seinen Werken sind 1674. p. 14-26 passim. 
noch zu erwähnen: kleines Interieurbild vom  J. Meyer- 
Bargeno (1563); Das Gebet (1565, beide in der Abbe. Mit diesem Namen findet sich folgen- 
GalleriaMotlei-na zuFlorenz); DominikanerUßßä, (leT Slllßlli 
in der Gaueria Moderlm zu Lmilandp In nlanche Darstellung des Feuerwerks, das 1750 vor dem Pari- 
Bilder des jungen hieisters ist etwas von der seritathhause zur Feier der Geburt einer Prin- 
traurigen Stimmung seines unglücklichen Lebens Zesläläsasblgiebiänl Kärlgiiermex n  
übergegangen. w u  ' g"   Srhml-dt 
1 arte i. , ,    
Abbaüni. Guido Ubal a0 A bbatini, Hi_ Abbe. L Abbc , Beiname des Cassana. s. d. 
storienmaler, geb. um 1600 in Citta di Castello, Abbe. Hendrik Abbe. Architekt, Maler 
i- zu Rom 1656. Er ging früh nach Rom, um und Zeichner von Antwerpem 
dort unter dem Schutz eines Verwandten, der m d  [jeher die Lebensumstände die- 
ein angesehener Beamter am päpstlichen Hofe ' e LTL S65 hIeistel-SyvusstedieKunstge_ 
War, Sein Glück 111 mßßllen- Allein derselbe schichte bis jetzt nichts Näheres mitzutheilen; J. 
Starb, IIOCh ßlle er illm helfen konnte, 11ml Ablm" R. Füssli, einer der Ersten, die von ihm berichtet 
tini hatte schwere Mühe weiter zu kommen. haben, hat nur die Notiz, dass Abbe gegen 1670 zu 
Nachdem er eine Zeit lang Schüler des Cava- Antwerpen inKupfergest. und dass Christ(Mon0- 
liere d'Arpino gewesen und in dessen Manier grammenkunde, p_ 297) sein ßionogl-alnm veröf. 
gearbeitet hatte, gelang es ihin, von Bcrnini, fentlichthabcDiesesvonChristgegebeneZeichen 
der unter Urban VIII. die ganze römische Kunst weicht übrigens von dem nebenstehenden ab, das 
beherrschte, und unter seiner Leitung bcschäf- sich auf Kupfersticlien nach dem Meister findet. 
tigt zu werden. Allein Bernini wusste den Maler Naßh urkundlichen Forschungen lässt sich 
zeitlebens kurz und in seinem Dienst zu halten, jetzt Folgendes feststellen : 
bei viel Arbeit und geringem Lohn, derart, dass H. Abbe war der dritte Sohn des Claude 
er immer iiwie an der Ketten sein Gehülfe blieb. Abbe und der Elisabeth van Noorde (nicht van 
Daher kam er auch nicht weiter, als er mit Ro- Horne, wie sich falsch geschrieben findet). Die 
manelli im Vatican beschäftigt wurde und Papst Trauung seiner Eltern war den 29. Dezember 
Urban an seinen Arbeiten Gefallen fand. A. 1634 in der St. Jakobskirche zu Antwerpen voll- 
malte in der Weise der Manieristen in verschie- zogen worden. Aus dem Trauungsakte erhellt, 
denen römischen Kirchen; bemerkenswcrth aber dass beide Gatten in Antwerpen Fremde waren; 
machte ihn, dass er einer der Ersten unter jenen er stammte von Dole, sie von Löwen. Der Vater 
Malern der Barockzeit war, welche an den Claude wurde als Kunsthiindler (handelaer) im 
Deckengemälden, um die Wirkung zu erhöhen, J  1644- 1645 in die St. Lukasgilde aufgenom- 
einzelne Gestalten zu wirklichem Relief heraus- men (im Rechnungsbuche fälschlich Gloudcn Labe 
treten liessen. In dieser Art stattete er die Kup- genannt). Er ist zwischen dem 18. Sept. 1652 
peln von Kapellen mitEngelsglorien und Er- und dem 17  Sept. 1653 gest., wie aus dem Rech- 
scheinungen des h. Geistes zwischen Wolken nungsbuche der Gilde, welches in diesem Jahre 
aus, deren lichter schimmernder Ton von einem seine sogen. Todtenschuld verzeichnet, hervor- 
gewissen Effekte war, so namentlich in der Ka- geht.  Die älteren Brüder des Hendrik waren: 
pelle der h. Theresa in der Kirche Maria della Franz, get. den S. Dez. 1634 (also kurz vor der 
Vittoria zu Rom. Aus Noth sah er sich schlicss- Trauung) u. Joseph, get. den 27. Mai 1636 (ver- 
lieh gezwungen, unter Pietro da Kortona in der malt 1656 mit einer Anna Maria van Geelbergen). 
Peterskirche Mosaik zu arbeiten (unter Anderem Hendrik selbst wurde den 28. Febr. 1639 in der 
auch in der Capella del Sacramento). Doch sind Kathedrale voll. Antwerpen. ("südliches Vierteln) 
dort auch nach seinen Kartons Mosaiken ausge- getauft. Nach ihm kam dann noch eine Schwe- 
führt, so in derKuppel der OapellaSSebastiano. ster, get. den 1. Aug. 1643. 
Der Künstler starb in Folge eines heftigen Die erste SP1", Welßlle Sieh von seiner küngt- 
Schreckens, den er hatte, als er (im J. 1656 , da lerisclien Thätigkeit findet, ist die Zeichnung zu 
2 ü"?
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.