Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592808
1 O Abbate  Abbati. 
etc. s. das unter Niccolö angeführte Gesammtwerk. 
Modena 1826. gr. F01. 
s. Tiraboschi, Bibl. Mod. Not. etc. VI. 219. 
 Vedriani, Pittori etc. Modenesi, p. 102. 
Pietro Paolo dell" Abbate, der Jün- 
gere, Sohn des Ereole, 1592-1630, mittelmäs- 
siger Maler, der dem Vater nicht gleich kam. 
Nach Vedriani malte er für den Dom zu M0- 
dena die Marter des h. Bartolomäus, für S. Gior- 
gio eine Madonna in Fresco u. s. f. Die Galerie 
zu Modena enthält von ihm noch eine Darbrin- 
gung Christi im Tempel. Mit ihm, der arm und 
wenig angesehen starb, scheint das Künstlerge- 
schlecht der Abbate erloschen zu sein. 
Nach ihm gestochen: 
Die Madonna del popolo von J a c o p o P i c c i ni, 
als Titelblatt zu: G i o. B a t t. M a n n i , breve trat- 
tatc dell" onore e culto che si dee alle sante imma- 
gini, Modena 1653. 
s. Tiraboschi,Bib1. Mod. Not. etc. VI. 233. 
 Vedriani, Pittori etc. Modenesi, p. 106.  
Mündler u. Meyer.  
Abbate. Abbate Ciccio, s. Solimena. 
Abbati. Pietro GiovanniAbb ati, Archi-N 
tektur- und Dckorationsmaler von Parma (nach 
Zani) , um 1700 zu Turin und Bologna. thiitig; 
Schüler von Ferdinando Galli, gen. Bibiena, nach 
dessen Entwürfen er Theaterdekoratioxien für 
das k. Theater zu Turin und Prospcktmalereien 
ausführte. Deren sind auch unter seiner Leitung 
eine Anzahl herausgegeben werden; 
1) Disegni delle scene ehe servano alle duo Opere 
ehe si rappresentano Panne corente (1703) nel Reg- 
gio Teatro di Torino, invenzione di Ferdin ando 
Bibiena  poste in opera, depinte, dedicate da 
"rne Pietro Gio. Abbati a11' Altezza Reale di Carlo 
Emanuelle Duca di Savoia. C a rlo An t o nio B u f- 
fagn o tti intaglio. F01.  
Auf einem B1. u. A. die Bezeichnung: nInv. Fsnn. 
Bmxeun nneno.  PIETRO Gro. Anm! 1-2012: 
' G". B. Intof (rntagho). Das Fece bezeichnet offen- 
bar nur die auf dem Titel des Werkes angeführte 
Thätigkeit des Apbati, d. h. dass er die Theaterdeco- 
rationen nach den Entwürfen des Bibiena gemalt, 
 ausgeführt habe; eigens ist Bußagnotti als Stecher 
genannt. Ganz dieselbe Bedeutung hat natürlich 
JGIIOS rFecea, wo es allein vorkommt. ohne den Zu- 
satz C". B. Intä; so z. B. auf einem Blatte aus dem  
Werke. das sich 1m Berliner Kupferstich-Kabinetr 
befindet: Inneres einesHofes. Architekturbl. Links 
unten; 114V. Fmznmauno Bmrnnn: Arien". narß.  
Rechts: Prm-no Grovnrmr Anm: rncn. 40.  
2) Varie Opere di Prospettiva inventate da. Ferdi-  
n an d o G a1li-- raccolte da Pietro Abbati et intag-  
liatedaOarlo  
Das von Heineken Dict. I, 33 erwähnte B1. "Ein Ka- 
tafalk", nach der Zeichnung seines Lehrers gest, 
gehört W01 einem dieser Werke au; ebenso die von 
Ottley erwähnten Blätter. 
s. Ott1ey,N0tice_s. 
W. Schmidt. 
Abbati. Vincenzo Abbati di San Pie- 
t r 0 , Kupferstecher. 
Von ihm nur ein Blatt bekannt: Apollo auf dem 
Sonnenwagen, nach Guido Reni. 
W. Schmidt. 
Abbati. Vincenzo Abbati, Maler, geb. zu 
Neapel, lebte um 1843 in Graz, späterQin Florenz 
und Venedig, gegenwärtig in Neapel. SeinegBil- 
der, namentlich Innenansichten (Interieurs) von 
Kirchen, daran besonders die Lichtwirkungen 
bemerkt wurden, doch auch Landschaften, fan- 
den in den vierziger Jahren vielenjBeifall; dar- 
unter die königliche Kapelle zu Palermo, das 
Grabmal Peters von Toledo u. and. irnBesitze der 
Herzogin von Berry (als deren Hofmaler genannt 
in L. A. Frankl, Sonntagsblätter 1844 p. 998), 
 die unterirdische Kapelle des h. Januar zu Nea- 
Xpel, im Besitze des Grafen Ohambord. 
 Alfred von Wurzbach. 
Giuscppe Abbati, Sohn des Vorigen, 
tüchtiger Maler der neu-italienischen Schule, 
geb. zuNeapel 1836, gest. 20. Febr. 1868 zuFlo- 
renz. Den ersten Unterricht empfing er von sei- 
nem Vater, seine weitere Ausbildung vom 14. 
Jahre an bis 1852 in der Akademie zu Venedig, 
wo damals seine Familie ihren Wohnsitz hatte, 
indem er sich insbesondere der Genre-, Architek- 
tur u. Landschaftsmalerei widmete. Einige Jahre 
darauf nach Neapel mit seinem Vater zurückge- 
kehrt, malte er zunächst, wie dieser, architekto- 
nische Innenansichten, davon die Kapelle von 
S. Domenico in Neapel Anerkennung fand. 
Unter dem Eindruck der venezianischen Mei- 
ster gross geworden, hielt er sich , den mannig- 
fachen Experimenten der Modernen gegeniiber, 
an treue Beobachtung und strenges Studium der 
Natur. Doch wurden 1860 seine Arbeiten durch 
den Krieg unterbrochen; er ging unter die Frei- 
willigen Garibaldfs und verlor am Volturno ein 
Auge. In der italienischen Ausstellung zu Flo- 
renz 1861 trat er dann mit zwei schönen Interieur- 
bildcrn der Kirche S. Miniato al Monte auf, von 
denen das Eine der Staat erwarb. Mit nur um so 
grösserexn Eifer setzte A. seine Studien fort, in- 
dem er sich jetzt der strengen Schule der jungen 
Realisten anschloss und namentlich die land- 
schaftliche Natur in ihrer Wahrheit zu erfassen 
suchte. Allein die Noth zwang ihn, die Interieur- 
malerei wieder aufzunehmen, um so mehr als 
seine anderen Bilder, nicht genug vollendet und 
beeiniiusst von der ihm eigenen düsteren Ge- 
müthsart, heftigen Tadel erfuhren; {ausjdieser 
Zeit verschiedene Innenansichten vom Bargello 
(Palazzo del Podesta) zu Florenz. Einen ent- 
schiedenen Erfolg hatte er dagegen 1865 mit 
einem kleinen Bilde, Singender Dominikaner im 
Chor von S. Maria Novella (gemalt in Florenz; 
jetzt in der Pinakothek von Capodimonte zu 
Neapel). Nachdem er wieder an dem Kriege des 
J  1866 als Freiwilliger in Tirol Theil genommen, 
zog er ganz auf's Land, an die toskanisehe Küste, 
um sich nur der Schilderung des Natur-Qund.
        

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