Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1596652
Antonio Allegri. 395 
Indessen diese Aussage ist nicht verbürgt; zu- Fonnen so vollkommen als möglich zum Aus- 
dem schreibt der gleichzeitige Chronist Lanci- druck zu bringen.   
lotto das ganze Werk ohne Weiteres dem Bega- Bözeißhnelld ist 88, dass Znnrnt 111 Cvrrßgglv, 
relli zu (s. diesen), und in Wahrheit sind in den im Unterschiede von LBOIIMÖO 1131711101, Mißhel" 
verschiedenen Figuren zweierlei Hände nicht zu angßlo 111111 Rafael, Sieh eine entschiedene Treu" 
erk9nnen_  beiden AA finden sich an jengr nung der Künste VOIiZOgGII hat. Piäßlililßile und 
Stelle nicht oder nicht mehr; allerdings aber, architektonische Kenntnisse hatte er sich indem 
wie Borghi, der Restaurator der Gruppe fand, Maße eYWOTbCn, W1e_S1n 1131111343 festleder Mef" 
dasselbe Zeichen auf dem Buche des Hieronymus. Ster lnne hatte? eneln ausgebildet, und hier!" 
[St dem so, so bleibt doch die Derrtirrig immer allerdings bis zur vollständigen Herrschaft uber 
eine zweifelhafte. Das Zusammenarbeiten der alle Mittel) hat er Sieh nur in der Malerei Z" 
beiden Meister ist noch Weiterhin öfters behaup- einer Erweiterung seiner Thätigkeit bot ihm der 
tet worden; auch Cicognara und Mengs haben enge Kreis 11111111 61' lebte ennh keine Gelegen" 
angenommen, dass Begarelli in der Anfertigung heit- Allein 01111649111, Seine ganze Natur Wer 
Von liiodenen zur Kuppelmalgfgi den]  g-ehol- wie bemerkt auf das Malerische so entschieden 
{im habt, angelegt, dass seine Vorstellungen immer we- 
Allc diese Zeu nisse eheii freilich auf die un- Sentiwh durch dm nlalerlsche Ausdrilckswexse 
Gewisse Aussageg Scanäenfs zurück und haben bestimmt waren und nur durch sie zu ihrem vol- 
nah _k  b  d K ft All   len Rechte kamen. Ei sah Alles nur als leuch- 
 el eme ewelsgp e. m  .em wie man tenden Schein auf der Fläche, im Spiel der hel- 
sich auch das Verhaltniss der beiden Kuiistler le an und dunkleren Träne E1, auch hat zuerst 
gsinäiägnäfÄlgiiiVeäwargläsilhämziväsiälsliäggän dile Malerei von ihrer monumentalen Verbindung 
i r nn n.  r is i i-        
kei- in der Forinengebung säenger und bestiinm- mlt de? alicielen Künsten ganz.losäälust' sie gdn? 
  selbstandig behandelt, und, wie viii an den Kup 
fggggbgä elli gab d? Beävegf W16 tgorläggll? gnd peln gesehen, sie die Schranken und Gesetze der 
 er nmu  lle aen  
sich wol persönlichggekannt; Begarelli hat  Architekt? dilrchbwehfin lassen  
allerdings später erst) soweit die darauf bezüg_ Dass er ubrigeiis in dieser selber, in der Dau- 
liclien Urkunden erhalten sind  viel in Parma kunsie nlcht unbeivanfiert W813 erixent aus einem 
gearbeitet und in demselben Dorinitorium von Dokumente, das Sich in den äArchiven der girche 
S. Giovanni, wo Oorreggio in einer kleinen Kup- de; Mädonlilay i? li0ä(?n' 1560635?  811g? 
pel den hl. Benedikt gemalt haben soll (s. p. 375), ge an elh a Üvkacd fetsterdiilm ltexllroliäüre a; 
in den Ecken des Kreuzgewölbes vier Statuen eusgeste ten, l 1m _e 1a e le a  g g 
     tlOIlu der Kirche 11 unter den namhaftesten 
ausgefiihrt. Nur wird eher unsei Meistei auf den K" tl d s Landes an ihrer S itze Antonio 
gleichaltrigen Begarelli Einfluss gehabt haben, A311? _.em e. er Biräthun belügen wie den 
als umgekehrt. Sicher hat Correggio in Thon Sei? zu euäu b, Ä  l blnm B_ 
gebildet, denn das verstanden damals fast alle Velsehledenä. Suengsblbaä am: g ä E dm 
Maler und dass er bei seiner aufs Höchste aus- bcgrlülenen 1m e an. del a um m en e" 
gebildeten Meisterschaft sich der verschiedensten Gefähr zu begegäeil ieL 121d? rlieuiirijatlirkunge 
Hiilfsmittel bediente, ist keine Frage. So hat er Wm e unselem {H2 ein Sun elc im .1 lppod a: 
Sich gewiss auch Modelle bereitet und Begarelli Gonzate und Maic iltomo Zucohl w" dlese) ' el 
9  '  Auftra zu Theil nfur den Altar der Madonna 
lllag ihm, da er zu seinen schwebenden Genien g   0  U b  
einer guten Anzahl bedurfte, dabei geholfen ha- besondels 80119116 mameilt?" zu zemhlieli e e! 
beIL Uebrigens wird berichtet, dass sich schon eine solche. Zeichnung, die illaßilumafiillll) allen- 
Mantegna solcher von ihm selber gefertigten falls von Cormgglo herrühren konnt? s" Ära 
Thoniigiiren bedient habe, um die Verkürzung unter e" Auch Jene Berufung beweist .W1e 611 
auf der Fläche, den Fall der Schatten und so w. Welche. angesehene Stenilng m der Mute del 
richtig Wieilerzugebeir Unserem Maler Waren zwanziger Jahre Correggio zu Parina einnali-m. 
aber zu seinen kühnen schwebenden Stellungen Der Pater Resta hat dem Meister auch einen 
und zur Beobachtung des darauf spielenden Lich- Selbständigen Antheil an Bauten Zu 211111111, lnn" 
tnS dergleichen Modelle in weit höherem Grade besondere an der Kirche S. Griovanni zuschrei- 
nrforderlich. Unwahrscheinlich ist dagegen, dass ben wollen. Natürlich ohne allen Grund; der 
er zu einer Hauptgruppe des befreundeten Pla- Baumeister der Benediktinerkirchc war Bernar- 
stikers ganze Figuren gefertigt oder überhaupt dino Ludedero. Dass Correggio sich leigensmit 
selbständige Bildwerke in Thon ausgeführt habe. Architektur abgegeben, ist noch _Weit weniger 
Wer ein so vollkommener Maler War, der hatte wahrscheinlich, als dass er gemeinsam mit Be- 
doch nur an der eigenen Kunst die rechte Freude. garelli plastische Werke gefertigt habe. Dazu 
Und von den grossen Meistern des Cinquecento fehlte ihm sicherlich auch die erforderliche 
War vor Allem Correggio durchaus Maler. In Kenntniss und Ausbildung. Die Trennung der 
innl bestimmte das Malerische auch die An- Künste, welche in ihm zuerst hervortrat, um 
nchauung der Form; und wenn er sich manche dann immer entschiedener die Künstler auf ihre 
Seiner Figuren erst in Thon bildete , so geschah bestimmten Gattungen zu beschrankcn, bewirkte 
dies eben, um seine malerische Vorstellung der einerseits wol die letzte Entwickelung der Ma- 
501"
        

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