Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1596228
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Aäßälißiliäääli; 
zugeschrieben werden, von Einem dieser Beiden frühem Alter der Malerei zugewentlet. Correggio 
herrühren, wie auch das angeblich von Dossi hatte, wie damals alle, auch die kleineren Orte 
Dossi gemalte Bildniss des C. (s. oben) jenen Italiens, seine einheimischen Künstler. Der 
Miniator vorstellen könnte. kleine Ilof verwendete etwas auf die Pflege des 
Kunsthandwerks  z. B. der Arazzifabrikation 
VIII. Familienverhältnisse. Erste Ausbildung. Aufenthalt  Wig andj-ergeits, nznnentlich seit ([10 zweite 
in Modena. Gemalin des Giberto, Veronitra Gambara, dessen 
Antonio Allggfi ist in Col-l-Qgä-iu, einem Städt- Mittelpunkt bildete, auf diejenige der Wissen-- 
ehen zwischen Modena und Reggirl, unweit von schaften. Auch für die Künstler fand sichmanche 
Letzterem, und damals dem Sitze eines kleinen lullueude Arbeit. So liess eine Vorgiingtärin der 
Fiirstenhofes, sehr wahrscheinlich 1494 geb. Die- Veronica, Fmneesca di Brandenburgo (eine Prin- 
ses Geburtsjahr ergibt sich aus einer allerdings zessiu aus kurfürstl. brandenburgischem Hause), 
erst 1690 von Girolamo Conti in Correggio gg- die Gemalin des Borso von Correggio, 1507 einen 
setzten Inschrift, wonach C_ 153.1im4o_ Lebens- Palast in reichen Renaissance-Formen erbauen, 
jahre gest. ist. Die 'l'a1rfbiicl1er von Corrrsg-gio der dann mitWandmalereicn ausgestattet wurde. 
reichen nur bis 1490 zurück; doch versichert Die erste Anleitung zu seiner Kunst, wie über- 
Pungileoni, dass nach zwei daselbst befindlichen haupt seine erste Bildung, ko-nnte also derjunge 
Urkunden, welche er nicht näher bezeichnet, der Antonio leicht in seiner Umgebung empfangen. 
Geburtstag des Meisters zwischen den 1. Febr. Wer indessen seine Lehrer gewesen, darüber 
und den 14. Okt, zu setzen Set Antonios Vater fehlen alle verbiirgten Nachrichten. Dass er den 
war ein Kaufmann, Pgllggfino Allegl-i oder Pure- ersten Unterricht von seinem Oheim Lorenzo 
grinus de Allegris (mit dem Beinamen Domani, (S- (liüsßiil efllßltßii, (lßf UlIC-llfilllß Zu Corrßigaio 
1' 1. März 1542), vermiilt mit Bernardiua Piazzola lebte, ist nur sehr wahrscheinlich; möglich, dass 
aus dem Geschlecht der Ormani oder Aromani er noch unter einem anderen jedenfalls ebenso 
(1- 1545). Pellegrino, dessen Gattin eine Mitgift mittelmässigen Maler seiner Vaterstadt Namens 
von 100 Lire, eine damals nicht ganz unbedeu- Antonio Bartolotti arbeitete, da (nach Pungi- 
tende Summe, in die Ehe gebracht hatte, lebte leoni) ein Freskobiltl desselben mit den J ngentlp 
in nicht ungünstigen Vermögensverhältnissen. werken des Correggio eine gewisse Aehnliehkeit 
1516 erwarb derselbe (nach Pungileoni) ein Tuch- gezeigt haben soll. Mehr als eine gewisse tech- 
geschäft, nahm aber ausserdem mit einem ge- nische Uebung in der 'l'e1npera1nalerei wird er 
wissen Vincenzg Mm-iani vgnsanMal-ting 1111110 unter ihnen sicher nicht gelernt haben. Voll- 
zwei Grundstücke für 9 Jahre in Pacht, wobei Ständig ini Ungewissen sind Wir iiiiei Seine Wei" 
sie sich verpliichteten 150 Golddukaten inner- wie Entwickelung Nach qlifiibüsnlii liiiiie der 
halb eines J'ahres zu zahlen und den dritten Theil Patei liliiiiiiizio Zfipliiim iii Seiner liiißiiiißßlinii 
davon sogleich erlegten. Unzweifelhafte Zeichen Schrift ilbei die Kirchen Vnn Pniinii (MS- iii 116i" 
eines zunehmenden Wolstandes. An denselben Bibliothek iliisßllisi) iiiß Oiißiine ließ Piiiinigiii" 
Vineenzo verheiratetePellegrini1519seine Toeh- iiiiio, Miclinln lind Pißi iläl-Yiß Miilzüla, als die 
ter Catcrina, stattete sie aber erst später, wie Lßiiini {ins Jiinglnn C- bezeichnet. Allein Ziil)" 
das damals der Brauch Wal.) im Juni 1521 mit pata spricht nur in unsicherer Weise die Meinung 
einer Mitgift von 100 Golddukaten aus. Dass Anileier aus, Oliiiß Siß Zii bestätigen finden] er 
Sgin Vermögen foftyvähl-end sich "lehrte,  der beiden Mazzola CPWällIlt,  31' lllIlZllI "PINS 
am deutlichsten sein Testament, das er imJ  1538, dßißn Schule, Wie Einige glauben, Anioniiis Cm" 
vier Jahre ilach dem Tode seines Sohnes, aus- rigius gewesen sein). Eine Annahme, die über- 
stellte; er vermachte darin seiner Enkelin Fran- dieß voraussetzen Wiiiilß, dass Ü- Siiliiin iii Zar" 
C6503, tun-Tochter unser-es llleigtefg, zur Lmgift tem Alter nach Pztrma gekommen; wofür sich 
die damals angghnliche Summe von 250 Scudi in sonst nicht der geringste Anhaltspunkt findet. 
Gold (das 'l'estament veröffentlicht bei Bruno- Dagegen meint Mengs, dass C. unter zwei 
rio). In jenem J. 1519 verbesserten sich auch, Malern in Modena, die damals in einem gewissen 
vermittelst der Schenkung eines Oheims (s. un- Ansehen standen, dem schon 1510 gest. Fran- 
ten), die eigenen Umstände des jungen Antonio. cesco Bianchi, genannt Ferrari oder ldrari, und 
Als sich dann C. gegen Ende desselben Jahres Pellegrino Munari seine Studien gemacht habe. 
vermiilte, brachte ihm seine junge Frau eine für Diese Angabe findet, wenigstens was den erste- 
jene Zeit nicht nnbetrachtliehe Mitgift zu. Aus ren anlangt, in Vedriani (Pittori etc. Modenesi 
dem Allen liisst sich mit Sicherheit entnehmen, 1662. Yp. 39) eine Bestätigung. Vedriani stützt 
dass C. in behäbigen bürgerlichen Verhältnissen sich bei dieser Aussage auf die (lhronik des 
aufgQw-achscn wm- und lebte, gleichzeitig; mit C. lebenden "Fommaso Lancin 
Pungiletmi berichtet, dass Pellegrino seinen loiliß- Null ist ZWM die bläzilglißllß Stelle, wie 
Sohn zum Studium der Wissenschaften  sdelle schon 'l'iraboschi vermuthetc und später Pungi" 
lettereu, worunter damals die humanistischen lconi in der originalen Handschrift des Lanci- 
Studien überhaupt verstanden waren-bestimmt lotto (in der Bibliothek zu Modena) bestätigt 
hatte. Doch scheint die Nachricht nicht ver- fand, ein Zusatz des Spaecini, des Herausgebers 
bürgt, und jedenfalls hat sich Antonio schon in der Chronik, und nichts davon findet sich in dem
        

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