Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1595958
Jean Alexandra Allg-i??? 
Frauen, ja sogar alttestamentarisehe Geschichten 
in modern orientalischem oder theatralisehem 
Gewande, bilden die Gegenstände der Darstel-W 
lung. Diese Bilder mit ihren verallgemeinerten,  
so zu sagen internationalen Physiognomien, aus 
denen alles Eigenthümliehe , Individuelle ver- 
wischt ist und welche der Phantasie gerade so 
viel gestatten, dass jeder Besehauer, welchem 
Lande und Volke er auch angehören mag, die 
noch fehlenden Züge der lieben Seinigen und 
Anverwandten hineinmalen kann, gefallen in, 
gewissen Kreisen ungemein. Den Aquatintaste-l 
ehern verdanken solche Kunstliebhaber die 
Freude, hier eine Schwester als Rebekka, dort 
ihre theure Ehehälfte als Madonna oder Prinzes- 
sin zu sehen, in jenen galanten Gesellschaften 
und Versammlungen stattlieh geputzter Damen 
und Kavaliere viele Personen ihrer weiteren 
oder engeren Bekanntschaft zu begegnen. Auch 
muss man gestehen, dass die Stiche eine bessere 
Wirkung hervorbringen als die Originalgemälde ; 
was im Bilde nicht selten Gefühl und Auge be- 
leidigt, ist imKupferstiehe theils verdeckt, theils 
gemildert. Ein etwas strenger Kunstfreunrl wird 
freilich aus diesen B11. keinen befriedigenden 
Eindruck mitnehmen. Aber im Besitz der hohen 
Gunst eines ansehnlichen und reichen Publikums 
der alten und neuen Welt, haben sie in jede 
iarosse Kunsthandlung Europas und Amerikas 
ihren Weg gefunden, und sind hauptsächlich für 
Liebhaber, denen es nicht um das Bereichern 
ihrer llllappen, sondern um das Aussehmüeken 
ihrer Zimmer zu thun ist. Bei aller Brillanz und 
Wirkung tragen daher auch viele B11. deutliche 
Spuren der Eilfertigkeit und den Charakter einer 
Kaufmannsspekillation, deren Ausführung fa- 
brikmiissig betrieben werden. 
Alle Bll. bei welchen die Stichgattuimg nicht ange- 
geben, sind in Aquatiuta: 
l) Adam und Eva. Nach Carlo (Jignani. 1819. 
Grabstiehelbl. aus der ersten Zeit des Künstlers. 
1'" o1. 
2) Zusammentreffen Isaak's mit Rebekka. Nach F. 
Bouterweek. (Kühn-r Kunstvcreinsbl. für 
1812MB.) 1844. gr. qu. Fol. 
3) Jeremias pleurant sur les ruines de Jerusalem. 
Nach ll. Vern e t. 1845. F01. 
4) 1.11 Vierge de Canteleu. Nlaria mit dem Chris- 
tuskinde auf Wolken sitzend. Nach Sehopin. 
1846. Fol. max. 
I. Mit dem eingeritzten Namen der Künstler. 
II. Mit, den Künstlernamen und der 'l'itelun- 
tersehrift.  
5) La Vierge h 1a eroix. (Das Porträt der Madame 
Dubufe darstellend.) Nach D u b u fe. 1846. F01. 
Ü) Der hl. Vineent de Paul, im Himmel von den 
Findelkindern empfangen. Nach Robert- 
Fleixry. 1839. gr. F01. 
7) Ste. Therese en exlase. Nach J. Jacquaxi d. 
1839. gr. F01. 
S) Die hl. Genovela bit et den Himmel die Saaten 
zu versehenen. Nach F. G re nie r. 1837. gr. 
F01. 
 9) Le tleuve Scamandre. Nach Lanerenon. 
10) La Sculpture. Nach Du eis. 
Zwei Grabstichelbll. für die Galerie du 
Luxembourg, des Mnsäes, Palais et Ghäteaux 
Royaux de France. 1827. F01. 
11) Phrosine et Melidore. (Er hält die nackte Phro- 
syne umschlungen.) Seene aus dem Gedicht von 
Gentil-Bernard. Nach L. E. Rioul t. 1831. 
Grabstichelbl. gr. F01. 
I. Mit der Adr. des Stechers u. der Verleger 
Chaillon u. Rittner. 
II. Mit der Adr. des Verlegers Boivin. 
12) Paul et Virginie. Nach Schopin. F01. max. 
13) Virginia au bain. Nach de ms. F01. max. Seiten- 
stüek zum vorigen. Beide 1845. 
14) I)0n Juan et Haidee. Nach Dubufe. 1839. 
qu. F01. max. 
15) Eftie und Jenny im Kerker von Edinburgh. Nach 
Schopin. F01. 
16) Das schöne Mädchen von Perth bei H. Smith. 
Nach d e m s. F01. Seitenstück zum vorigen. 
Beide 1836. 
17) La leeon de Henry IV. Nach Frag 0 n urd. 1823. 
Grabstichelbl. (Für die Soeiöte des amis des arts 
gestochen.) F01. 
I. Nur mit Künstlernamen u. Datum. 
18) Rubens rccevant dans son atelier 1a visite de 
Marie de Medicis. Nach Jacquand. 1841. qu. 
F01. max. 
19) Ribera arrache a Tindigence par 1a muniiicvnce 
du Cardinal Ximenes. NaehJacquand. 1841. 
qu. F01. max. 
20)L1arrestati0n de Charles 1 (König Karl I. von 
England wird im Schloss I-loldenby durch den 
Abgesandten CromwelPs, Cornet Joyce, 1647 ver- 
haftet). Nach Ja cq u a n d. 1843. qu. F01. max. 
21) König Karl II. von England segnet die Kinder 
eines Fischers, der ihm auf seiner Flucht eine 
Sr-vhntzstätte gewährte. Nach J acq uand. 1843. 
qu F01. Inax. 
22) Van Dyck peigilant son premier tableau (Van 
Dyck mit seiner Geliebten bei seinem Gemälde: 
der h1. Martin). Nach L. Ducis. Angefangen 
von J. F. Ribault, beendigt nach seinem Tode 
1820 von J. A. Allais, 1821. (Für die Societe 
des amis des arts gestochen.) gr. F01. 
1. Vor der Sehr. nur mit den Künstlernamen. 
23) Van Dyck peignant sa maitresse. Nach 1;. D u cis. 
1822. gr. F01. 
24) Fenelon ramenant ä une panvre femmc 1a vache 
qu'elle avait perdue. Naeh B ea u m e. 1837. 
gr. F01. 
25) Jean Bart enfant jure de vcngcr son pÖIG. Nach 
Stcu ben oder nach Vetter? 1845. F01. max. 
I. Vor aller Sehr. 
26) Adieux de Napoleon ä son tlls, le 25. Janv. 1814. 
Nach Crrenier. Gemeinschaftlich mit seinem 
Sohn P. P. Allais gearbeitet. 1848. gr. F01. 
27) Lncrezia Crivelli, Mätresse des Lodovico Sforza, 
bekannt unter dem Namen : La Belle Feronniere, 
Mätresse Franz' 1. von Frankreich. Nach L. da 
V i n c i. 1819. Grabstichelbl. Seitenstück zu 
N0. 29. F01.  
I. Mit dem Namen des Steckers: Allais delit. 
et sculpsit, in angelegter Schrift. 
28) Ceeilia Gallerarli, Miitresse des Lodovico Moro, 
Herzogs von Mailand. Nach B. Lu i n i. 1819. F01. 
29) Mona Lisa del Giocondo, bekannt unter dem Na- 
men: La Joconde. Nach L. da Vinci. 1819, 
Grabstiehelbl. Seitenstück zu N0. 27. F01. 
I. Mit dem Namen des Steckers: Allais delit. 
et sculpsit in angelegter Schrift.
        

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