Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1595840
ü 
Aligny  Michelangelo Aggfgpgä 
Aus der grossen Anzahl von Bildern, Welche uns gekommen, lebte im 11. Jahrh. Wahr- 
A. fast ein halbes Jahrh. hindurch gemalt hat, scheinlich ist er in Kijew geb, doch ist das Jahr 
können wir nur einige hervorheben. In der Ga- seiner Geburt nicht bekannt; als Todesjahr wird 
lerie des Luxembourg der gefesselte Prome- von Einigen 1114 bezeichnet. Er lernte Malerei 
theus. Im Museum zu R e n n es: Landschaft mit sowol als Mosaik von den byzantinischen Künst- 
einem betenden Mönch (datirt1S39). Im Museum lern, die um das J. 1084 die grosse Kirche im 
zu Nantes: Landschaft bei Neapel (daselbst Höhlenkloster zu Kijew mit Bildern schmückten, 
noch zwei andere Landschaften). Im Museum wobei er ihnen behiilflich war. 1087 trat er als 
zu Carcassone: Herkules im Kampf mit der Mönch in das Kloster ein, wo er nach seinem 
Hydra (bez. Thrß. Aligny 1842). Im Museum zu Tode in einer der Höhlen beigesetzt wurde. 
B0 rdeaux: Bacchus von den Nymphen erzo- Alimpi wird als Heiliger verehrt: seinen Todes- 
gen auf der Insel Naxos (gez. Aligny. 1852). Im tag feiert das Kloster am 17.August. Den von ihm 
Museum zu Besangon: Christus zu Emrnaus gemalten Bildern wird Wunderkraft zugeschrie- 
(Salon von 1837). Im Museum zu Amie n-s: Der ben, u. es knüpft sich an ihr Entstehen manche 
gute Samariter (eine seiner besten Landschaften). fromme Legende. Ein Möneh, Namens Polikarp, 
Im Museum zu Ca en: Tod des Duguesclin vor hat seine Lebensgeschichte verzeichnet; aus der- 
dem Schlosse Randon. In der Taufkapelle der selben erfahren wir, dass Alimpi fromm gelebt 
Kirche Saint-Paul-Saint-Louis zu Paris: Land- und Tag u. Nacht seiner Kunst obgelegen habe. 
sehaft mit der Taufe Christi. In der Kirche Saint- Für den Abt und das Kloster malte er unent- 
Etienne-du Mont daselbst zwei Landschaften geltlich und verbesserte viele Bilder, welche 
mit heiliger Staffage.  Zu seinen wirksamsten durch die Zeit gelitten. In seinen Mussestunden 
Bildern gehören diejenigen aus der römischen malte er Heiligenbilder auf Bestellung; und gab 
Campagna, namentlich die Heuernte und Grab- von dem Erlös einen Theil den Armen, einen 
mal der Cäcilia Metella (bei der Baronin James 21114161911 dem Klßßtelä 11- 11111 dem Reste bestritt 
de Rothschild in Paris). er seinen Bedarf an lllalmaterial. 
Aligny ist auch in Griechenland gewesen und In der Uspeuski- (Maria Himmelfahrt-) Kirche 
hat namentlich von der Akropolis und der Um- in M oskau beündet sich ein Bild der Jungfrau, 
gegend von Athen verschiedene Bilder gemalt. C138 dem Anmpi zugeschrieben Wird; illdßßßßn 
Manchmal, jedoch selten, hat er seine Motive hat man bei einer Restauration sechs Farben- 
dei- Schweiz und dem Walde von Fontainebleau schichten vom Bilde entfernt und erst auf der 
entnommen. Aber auch diese Natur hat er in letzten die Malerei des Kirillo Ulanow gefunden, 
der klassischen Manier behandelt; denn fiir ihn der im Beginn des Vßfigell Jßhrh- (1318 Bild 6T- 
gab es 11111- diege eine Weise, die Landschaft zu neuert hat. So ist wol hier keine Spur vom Pin- 
sehen. sel Alimpfs erhalten.  Ein Muttergottesbild 
s. Kunstblatt, Stuttgart. 1835. p. 172. 1837. seiner Arbeit soll von Wladimir Monomach nach 
p. 190. 1839. p. 218.  G. Planche, Etudes Rostow geschickt worden sein u. sich dort trotz 
S11! 15316018 fwllßaißß (1831-1352); PaYiS 1355- mehrfacher Feuersgefahr erhalten haben. Doch 
I. u. II. passim.  Ch. Olement, Etudes sur ist auch dieses Bild übel-malt 
les beaux- arts en Franee. Paris 1565. p. 383 f. s_ [h Tel, n Im, H e q e p c K i ü(Pate1.ik Petscherski, 
 Meyeri Gesch- der fmm" Malerei P- 765 Heiligenbuch des Kijewschen Höhlenklosters). 
 Beui" d 91a Ghavignerie, Biet; da" -Paßm i-lcniii Idcropin PYGCKJIIKOJT: unouon. 
selbst das Verzeichniss seiner 1822-1867 aus- m, 38m pIMm  06m" (Rawinski, Ge_ 
geilen?" Werke  schichte der russ. Schulen der Heiligenhildm. in 
Notizen w" A' Pmchan"  den Mem. d. Kais. Archäol. GesJ, Si". Petersb. 
J" Meyer" 1856. VIII. "128.  3a npencniü, Onncanie 
a) VOR ihm radirt: Riese (Sakrewski , Beschreibung Kijexws]. 
1-10) Vues des Sites les plus celebres de la Grece 2- AUÜ- Buch 11- 696- 539-  gßlldlii-l- 13-1103- 
antiqne dessinees sur nature et gravees (EUCYUOP- Wilrterb.) III. 289. 
5 l ä lieau forte, par Theodore Aligny. 5 Lief. Ed- P0715611- 
zu 2 Bll- Paris 1845: 45-äY-ql1-F01- Aliprandi. Michelangelo Aliprandi, Ma- 
11) Une partie du mont Peuteliquc. 4- 7  1er von Verona, dessen Blütezeit um 1560-1582 
12) ÜamPßEIß d; Komik: UZTPTQS:  lanclenne fallt. Dal Pozzo berichtet, dass er Schüler des. 
voie des torn aux.      h 1    t  
w)  s  sie    de  
Capu 18447 gL qm o" gemalt. Dies bezeugt auch das noch erhaltene 
b) Nach ihm gestochen: Altarbild in der Kirche S. Naz aro e O e 1 so zu 
B11. in: Les Peintres vivants etc. Paris 1852. Ve rona: 'I'hronende Jungfrau mit dem Kinde 
51 yoi zwischen den hh. Rochus und Sebastian. Immer- 
W- Enslelmsnn- hin ein tüchtiges Gemälde aus der Zeit der Nach-- 
Alimpi. Alimpi (auch Olimpi) , nach dem blüte,wenn auch in der matten Farbungdie Nach- 
Kijewwehen Höhlenkloster A 1 i m p i P e t- ahmung Paul Veroneses nicht recht gelungen ist. 
s c h e r s k i genannt, der älteste unter den rus- Ausserdem sind noch einige spärliche Ueberreste 
sischen Heiligenbildmalern, deren Namenauf von Fresken erhalten, welche A. vielfach an
        

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