Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592670
b. wenn sie zu einer grossen Kunstepoche oder zu bedeutsamen Meistern 
in Beziehung stehen; 
c. wenn sie in eine frühe Epoche zurückgehen und somit für den Beginn 
der Kunstthätigkeit in einer bestimmten Stadt oder Gegend bezeich- 
nend sind. 
d. Diejenigen aber. von denen lediglich nichts bekannt ist, als ihr Name, 
ihre Geburtszeit und etwa ihre Authahme in eine Gilde , wollen wir 
so viel als möglich in Gruppen zusammenfassen, am besten also 
unter den Namen ihrer Gilden (z. B. Florentiner Maler-rolle unter F, 
Antwerpener llialerzunft unter  
6. Aehnlieh wollen wir es mit den Vasenmalern des rllterthums halten. 
Nach Uebereinkunft mit Prof. H. B r 11 n n, dessen bewährter Hand die Meister des klas- 
sischen Alterthums übergeben sind, werden jene sainmtlich unter dem Artikel vVasen- 
malere zusammengefasst werden. Nur so wird a11f ihre Thätigkeit ein näheres Licht 
fallen können; eine Thätigkeit, welche die gesonderte Berücksichtigung jedes Einzelnen 
um so überflüssiger erscheinen lässt, als sie fast durchweg einen fabrikmässigen 
Charakter hat. Hingegen sollen die G em m cn s ch n e i d e r , auch die angeblichen, 
sowie die gefälschten Namen, jeder für sich angeführt werden. . Zwar nur von 
Wenigen haben uns die Alten unzweifelhafte Nachrichten oder äehte Werke hinter- 
lassen; allein unser Lexikon soll die Gelegenheit geben , auch die auf Irrthuni oder 
Fälschung beruhenden Namen und zugleich die Berichtigung zu finden. 
7. Andrerseits wollen wir solche Meister in den Kreis unseres Werkes ziehen, 
die zwar nicht mit Namen auf uns gekommen sind, aber durch ihre noch erhal- 
tenen Werke bestimmte Künstlerindividualitäten bilden, als solche in der Kunst- 
geschichte ihre Stelle haben und unter einer gangbaren Bezeichnung in das Lexikon 
sich einreihen lassen (z. B. der Meister mit dem Anker unter A, der Meister E. S. 
unter E). Auch ungen annte Meister einer bestimmten Schule sollen, soweit sie 
entschiedene Charaktere bilden , unter dem Namen dieser Schule ihre Stelle finden. 
Alle diese Meister, denen der eigentliche Name fehlt, sollen in einem besonderen 
Bande vereinigt werden. 
lüiue schon durch ihren Umfang bedeutende Stelle werden die K upf er- 
s tc ch er, R. a. dir er , H 0 1 z so h n eid e r u. s. f. einnehmen. Auf die sorgfältige 
Bearbeitung dieser Kunstziveigra sind wir, wie schon bemerkt, nicht minder bedacht. 
Nach dieser Seite gleichfalls soll unser Werk möglichst vollständig sein. 
l. Daher beachten wir hier auch die klein en Meister. Denn indem ihre 
Werke vervielfältigt worden , haben sie in weiteren Kreisen Eingang gefunden und, 
auf welche Weise es immer sei, zur Verbreitung der Kunst beigetragen. Zudem haben 
diese kleinen Meister oft ein historisches Interesse, das den Mangel deS künstlerischen 
gewissermaassen zu ersetzen vermag. 
2. Von den Werken aller Meister werden wir annähernd vollständige 
Verz eich nis s e geben; wobei wir aber zusammengehörige kleinere Blätter mög- 
lichst in Gruppen fassen wollen. 
3. Dagegen wollen wir in den Beschreibungen der Blätter so gedrängt 
als möglich sein, so weit diese in den schon vorhandenen Handbüchern näher be-
        

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