Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1595339
Giov. Alemanno  Justus dlllamagna (Alemanno). 263 
"belfelder desAltars sindmitStatuen geschmückt. Ursula zwischen den hh. Petrus und Paulus in 
Der Sockel zeigt folgende restaurirte Inschrift: dem Seminariuin zu Brescia. Von einer Geburt 
1443 m' oclobrr und Schaum et Rntoniuc h: Christi, welche sich früher 'in S. Francesco zu 
mutiano piuxcrunt.   Padua befand, gez. MGCGCXLVII Cristofalo de 
3) Ein Altarbild, das hauptsächlich aus Bas- Ferara ifaia. Anton de Muran et Zoane Alama- 
rIeliefs besteht, welche Christus am Grabe, die nus p. haben wir keine weitere Nachricht. 
un rau mit den Marien und die Aufersteliun  
dßräillen; dann aus vier auf Holz gemalten Bei?   Nach Ihm gestochen:   
[igen (darunter die hh_ Nereus, Achilles und 1) DIGKIOIIUIIg. der Jungfrau (La Cefülävlpüllß di 
Gaius). Auch hier findet sich eine restaurirte Maria), das Bild von 1440. Gest. von  iviani. 
  In: Zanotto Pinacoteca dell Accademia Veneta. 
Inschrift: Jovanes et Antonio d Murano pixernt n. venezia 133i FOL 
1443 ITiS Octobor. 2] Die thronende Jungfrau (Madonna in Trono) 
Alle diese Werke Sind durch Restauration zwischen den vier Kirehenvätern, das Bild von 
stark beschädigt, aber ein wichtiges Zeugniss 1446. Gast. von Gio. Z uliani. qu. Fol. Ebenda. 
der älteren venetianischen Kunst und zeigen alle 1- Velleliß 1332-  7   
die Züge, deren Oben gedacht ist Die Figuren s. Brandolese  Dubbi sull esistenza del Pittore 
sind besser verstanden, als diejenigen des Bildes Giovanni _Vivarini. Padova 1S07. 8. 
von 1440 schlanker und zarter von Gestalt von s. San so vin o, Venezia descritta , Ausgabe. Mar- 
'    ' tiuiom. pp. 129. 246. 254.  Malipiero, 
mehr Rundung m den Kopfen u" von Wemhereln Annali Veneti in: Archivio Storico II. vii. 672. 
Ausdruck. Die Umrisse sind feiner u. die Tem-  Ridolfi, L8 Maraviglie dely Arm 1_ 47_ 
Perabehandlung noch mehr verschmolzen. Ueber  51_  Boschini, Le Ricche Miniere. S. 
das zweite berichtet Jllündler (schriftliche Jllit- M. 80. 90.  Moschini, Guida di Murano. 
zheilung): nDie Aufmerksamkeit fesselt insbeson- pp. 18. 19.  Moscliini, Guida di Veuezia, 
dere Sabina, eine liebliche Gestalt, ganz unmit- Allsg- 1315- PP- 111- 115-  Z änettii Pittum 
telbar aus der Kölner Schule hergenmnmen, im Venezianer: Ed: sec. Venezia 1792. pp._21. 22. 
Charakter des runden Kopfes in der Bildung  Notlzm dl "n Almnllno'.Ed' Morelh" P" 1.1" 
   '  Brandolese, Pitture di Padova. pp. 143. 
der Augen, dem milden, sussen Ausdruck und 249  C. I crizione Venez H 144 
dem hellen, WVOlSSllOllGn Fleiscliton.  min- IV  ,3]105o     ian-Otto  
der kölnisch ist die sie umgebende Roscnheßkc. Pinacoteca dell; AccadeniialVeneta. Venezia 1832: 
Ebenso unverkennbar und augenfalllig ist der I. u. II. Text zu den Stichen.  Selvatico, 
Eillßugg des Gentile da, Fabfiam) in den Engel- Istoria Flstetico- Critica. Venezia 1856. II. 463. 
-chen zu beiden Seiten, sowie in dem jugendlichen Crowß u. Ccwalvdßvllß- 
hl. Icerius. Zahlreiche Fresken an der Decke Justns d'Allamagna (s. p. 261): so ist um 
derselben Kapelle, bez. August 1442, scheinen die Mitte des 15. Jahrh. ein Maler bezeichnet, 
Voll der Hand derselben Künstler zu seinw. dessen Name und Herkommen einen "der schwie- 
Von denselben Meistern ist die thronende Jung-- rigsten Punkte der neueren Kunstgeschichte bil- 
frafll mit dem Kinde unter einem reichen Balda- den. In dem obern Klostergang von S. Maria di 
911m, dessen Stangen von vier Engeln gehalten Castello zu Genua ist ein altes Wandgemälde, 
werden, Zwischen den Vier Kirchenlchrßrll Hiß- das die Verkündigung darstellt. Das Bild ist 
mllymus, Gregorius, Ambrosius und Angustinus durch schmale (gemalte) Säulchen in drei un- 
(S- Stiche N0. 2), ebenfalls in der Akademie gleiche Felder gethcilt, welche oben, in einem 
zu Venedig (früher in der Scuola della Caritas); Kreisstiick mit gothischen Bogenformen ab- 
llez. 1446 Johannes Alamannus, Antonius dcMll- schliessen. Zur Rechten steht die Jungfrau in 
Piano p. Hier sind die Formenverhältnisse wie- siimender Haltung die Arme über die Brust ge- 
dßr kürzer; die architektonische Dekoration sehr kreuzt. und auf die Botschaft des Engels hor- 
reich, die Behandlung sehr vollendet. Ein frühc- chend' Gabriel mit einem Stab in der Hand kniet 
1'438 Werk, ein hl. Georg mit dem hl. Stephan, zur Lihkon aus einer Liinette in der Höhe des 
bez- 1445 Johannes de Alemannia et Antonius oben rund abgeschlossenen Bildes schaut Gott- 
de Mllriano pin., befand sich ehemals in S. Gi0r- Vater auf den Vorgang herab. Wie überhaupt 
glo Maggiorc zu Venedig, ist aber jetzt ver- in den nordischen Bildern des 15. Jahrh., S0 ist 
Schollen. Ohne Bezeichnung, aber sicher von auch hier das heilige EreigniSS in einem 1111180- 
denselbeu Künstlern ist die Jungfrau mit dem raume vorgestellt, der mit mannigfachem häus- 
Kindc in S. Filipllß zu Padlm r ein Brllßllßtüßk lichem Geräth ausgestattet ist: ein Schrank mit 
und der einzige Ueberrest von der gemeinsamen Büchern und bedeckt mit einem YOthen Tuch 
Arbeit der Meister in dieser Stadt; ferner eine neben der Madonna, ein Waschbecken und ein 
Jungfrau mit dem Kinde in der früheren Samm- Krug in einer Nische dem Hintergrunde zu, eine 
km8 Molteni zu Mailand und zwei Heilige (in Lilie in einer Vase auf der Fensterbriistung und 
ganzer Figur), früher im Besitze des Sir Charles ein Vogel bilden die wolbekannte. Umgebung. 
Eß-stlake, in der Nationalgalerie zu London Das Bild ist ohne Kenntniss der gewöhnlichen 
(N0. 168); ebenso die Madonna mit dem Kinde Regeln der Perspektive und in der Zeichnung 
und einem knieenden Donator (N0. 114; dort als nichts weniger als vollendet. Die Modellirung in 
unbekannt) in der Brera zu Mailand, und die hl. blassen und verwaschenen Tönen ist zu schwach,
        

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