Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1595241
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Aldeguäla. 
Aldenrath. 
-0ttley, Notices.  Le Blanc, Manne]. --l 
Nagler, Monogr. I. 583ff. u. passim.  Pas-N 
savan t, Peintre-Graveur. IV. 102 Ü.  
w. Schmidt.  
Aldeguäla. Josef Martin de Aldeguäla 
oder Aldehuöla war einer der angesehensten 
Baumeister seiner Zeit. Er soll 1730 zu Mauza- 
neda in der Diöces Teruel geb. und 1802 zu Ma- 
laga gest. sein. Da aber sein Alter auf 78 Jahre 
angegeben wird, so muss er schon 1724 geb. sein. 
Er War ein Schüler des Josef Corbinos u. bildete 
sich weiter unter Francisco de Moyo im König- 
reiche Aragon aus. Nachdem er die Prüfung be- 
standen hatte, vertraute man ihm den Bau des 
J esuitenkollegiums zu Tcruel an, der ihm zuerst 
in jener Gegend einen Namen machte. Dann be- 
rief ihn Bischof Isidro Carvajal von Cuenca zur 
Vollendung der Kirche S. Felipe Neri , zu wel- 
cher die Zeichnung Ventura Rodriguez 1778 ge- 
liefert hatte. Dieser Bau erhöhte seinen Ruf, 
so dass er zum Baumeister dieser Diözes ernannt 
wurde. Als solcher führte er mehrere Kloster- 
bauten und einige untergeordnete Bauten an der 
Kathedrale aus. Bischof Josef Molina Lario Na- 
varro von Malaga berief ihn dann zurAusfiihrung 
einer zwei Leguas langen Wasserleitung für 
diese Stadt. Ausser derselben baute er dort das 
Kollegium S. Telmo, das Konsulat und die neue 
Augustinerkirche mit einem Altar-Tabernakcl 
(retablo) aus Jaspis und Stuck, u. entwarf meh- 
rere andere Altäre in und ausserhalb der Stadt. 
Der Rath von Kastilien liess von ihm 1761 die 
100 Varas (300 Fuss) hohe grossartige Tajo- 
Brücke, die Röhrenleituug u. andere öffentliche 
Werke in Ronda bauen, und das höchste Tribu- 
nal beauftragte ihn mit dem Wiederaufbau der, 
Brücke von Loja über den Genil. Endlich 
sandte man ihn mit dem Ingenieur Domingo Be-  
lesta und seinem Schüler Silvestre Bonilla 1793 
nach Granada, um die Pläne des Palastes Karls V. 
in der Alhambra aufzunehmen, da derselbe aus- 
gebaut und zu einem Kollegium für 200 edle 
Amerikaner eingerichtet werden sollte, was aber 
nicht zur Ausführung kam. 
5_ Llaguno y Amirola, Noticias. IV. 296.  
Fo rd , Handbook for Travellers in Spain. p. 261. 
Fr. W. Ungar. 
Aldenburgh. D a n i e l A l d e n b u rg h, Kupfer- 
stecher,arbeitete zu Köln im Anfang d. 17. J ahrh., 
zum Theil fiir J  Bussemachefs und G. Altzen-' 
bach's Verlag. Auf einer Kopie der Madonna 
mit den Kirschen von H. Goltzius nennt sich der 
Stecher Daniel Aldenborg; es ist dies vermuth-l 
lieh derselbe Meister. Seine Arbeiten Sind Sßhr 
handwerksmässig. 
Brulliot (Monogr. I. 108) u. Nagler (Monogr. I.  
368) haben ihm zwei Bll. mit Christus am ÜOl-j 
berge und dem hl. Ignaz zuschreiben wollen.  
1] Anbetung der Hirten. In Ornamentrahmexi. 
Oben Natalis Christi, unten Quis natus etc. Bez. 
Daniel Aldenburgh fecif. 4. Fehlt Mcrlo. 
2] Maria mit dem Kind in einem Garten. Veniat 
dileotus meus  Daniel Aldenburgh feeit et 
ex. eoloniae. 8. 
 3] Der kleine Jesus das Kreuz tragend. Terra ani- 
mae  Daniel Aldenburgh feeit et exeu. Go- 
lonlae. 8. 
4] Christus vor Kaiplias. Hoc est inventum Vien- 
nae austriae, sub terra lapidi incisum Daniel 
Aldenburgh seh. Mit Bussemachefs Adr. qu. Fol. 
5] Maria von Heiligen und Engeln für einen Ster- 
benden angerufen. Mit G. AltzenbacHs Adr. Fol. 
6] Der lll. Ignaz, vor dem Kruzitlx betend. Mit 
 dem aus A u. D zusammengesetzten Monogr. S. 
 Nagler, Monogr. I. 368. 
 7] Die hl. Agathe. Daniel aldenburgh fecit et ex. 
 eoloniae. 8. 
 S] Die hl. Ursula. Daniel Aldenburgh jun fe et ex 
 Coloniae. 8. 
 9] Die lil. Katharina. Haec est virgo  Daniel 
 Aldenburgh fecit et exeu. Goloniae. 16. 
 s. Merlo, Kunst und Künstler in Köln (Nach- 
richten etc.].  D e r s e l b e in: Organ für 
 christl. Kunst. XV. 180. 
 Notiz von H. Lempertz. 
 W. Schmidt. 
 Aldenrath. Heinrich Jakob Aldenrath, 
 Porträtmaler, Miniaturmaler und Lithograph, 
geb. den I7. Febr. 1775 zu Lübeck, wo sein Va- 
ter eine Fabrik von goldenen Tressen besass. 
FA, der älteste von neun Geschwistern, erhielt 
seinen ersten Kunstunterricht von dem in Lübeck 
 ansässigen Landschafts- und Thiermaler Johann 
Jakob Tisehbein. Besonders gefördert wurde er 
 aber, und namentlich im Porträtfache, durch die 
 Unterweisung des 8 Jahre älteren Kunstgenossen 
Friedrich Karl Gröger, der sich damals in Lü- 
beek niederliess. Mit diesem knüpfte er das 
innigste Freundsehaftsverhältniss, so dass beide 
Maler bis an den Tod des zuerst abgerufenen 
Gröger beisammen lebten und arbeiteten u. fast 
nur zusammen genannt werden. Manches Bild 
ist ihre gemeinsame Arbeit; was von dem Einen 
oder dem Anderen her-rührt, ist nicht selten 
schwer zu bestimmen. Wahrscheinlich ist auch 
A. J. Carstens, der sich nach seiner Rückkehr 
aus Italien 5 Jahre (bis 17 88) in Lübeck aufhielt, 
nicht ohne Einiiuss auf Beide gewesen. 
Mit Gröger besuchte Aldenrath die Akademie 
in Berlin. Zur weiteren Ausbildung gingen dar- 
auf Beide nach Dresden und zuletzt nach Paris, 
wo damals Kunstschätze aller Völker durch Na- 
poleon sich vereinigt fanden. Nach ihrer Heim- 
kehr nahmen die Freunde abwechselnd in Lü- 
beck , Hamburg, Kiel und Kopenhagen ihren 
Aufenthalt, wohin sie, als ihr Ruf als Bildniss- 
maler sich immer mehr verbreitete, angesehene 
Aufträge führten. Aldenrath malte u. a. in K0- 
penhagen den König von Dänemark, wie es 
heisst, im Ganzen dreizehn Mal für den däni- 
schen Hof. Nach dem Frieden 1814 wurde Ham- 
burg der feste Wohnsitz beider Maler, wo sie 
reichlichen Verdienst fanden u. einen Kreis von 
Kunstfreunden um sich vereinigten. Nach dem 
Tode Grögei-"s im J. 1838 arbeitete A. noch eine 
Zeit lang allein, bis er 1842, auch in Folge von
        

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