Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1595032
Albin 
233 
Naph Masini ist der Künstler auch in Rom thä- 
tig gewesen. 
sein muss  bekannt ist, zeigen die merkwür- 
dige Verirrung eines italienischen Künstlers des 
18. Jahrh, der sich an die allertroekenste und 
abstossende Manier der vergessenen niederlän- 
dischen und deutschen Landschaftsmaler vom 
Ende des 16. Jahrh. angeschlossen hat. Nach 
diesen Meistern muss er sich schon früh gebildet 
haben, da Crespi von seinen Bildern in den 
Hiiusern Peppoli und Fabri in Bologna meldet, 
dass sie nicht wie die Arbeit eines Italieners, 
sondern wie die eines Deutschen erscheinen. 
Nach ihm gestochen; 
1) Der hl. Benedikt, Todte auferweckend. Zu 
einer Folge von 20 B11. mit Scenen" aus dem Le- 
ben des hl. Benedikt. Rad. von G. M. Gio  
van nini. F01. 
2) Maria als Himmelskönigin, auf ihrem Schoosse 
das stehende Christuskind. Ohne Namen [in der 
Manier des Oornel. v. Dalen gesh]. Oval. gr. F01. 
3] Prometheus belebt die Statue der Pandora. 
Ganz kl. Radirung mit 4 anderen auf einem B1. 
in: I1 Funerale dlägostin Garraccio fatto in Bo- 
logna sua patria da gl" Incaminati Academici del 
Disegno. B01. 1603. 4. Rad. von Guido Reni. 
Davon Kopie in Malvasia, Felsina pittrice. I. 415.  
s. Malvasia, Felsina pittrice. I. 414.  Ma- 
sini, Bologna perlustrata. Terza impr. Bologna 
1666. I. 376.  Pitture etc. della Gittä. di 
Bologna. B01. 1792. pp. 228. 297. 421. 
J. ßIeyer. 
AlbinianmAlbiniano de Rajas; sßajasw 
in: I1 Fllnerale diixgostizi Carraocio latto in Bo- Rosa Alboni, seine Tochter, malte eben- 
ivälle S118 Petiie de gl" Inßemilieii Aeedemißi dei falls Landschaften und kopirte diejenigen des 
Disegno. Bol. 1_6Q3. 4. Rad. von GnidoReni. Vatem i, 8_ März 175a 
DM?" Kopie in Meilaw Felsma Pittnce" 1'415" s. C r es p i  in Bd. III. der Felsina pittrice. p. 274. 
s. Malvasia, Felsina plttnce. I. 414.  Ma- a Alündleh 
sini, Bologna perlustrata. Terza impr. Bologna   
1666. r. 376.  Pitture m. della Oitta a1 Albßresi- Gleeßmv Albßreel, Prospekt- 
Bolognm BOL 1792 m, 22g 291 4g1_ maler, geb. zu Bologna 1632, 1- daselbst 9. Febr. 
J. AIeyer. 1677. Seinen ersten Unterricht empfing er von 
Albiniano.Albiniano d e Rajas; slgaj M, Domenieo Santi, dann wurde er Schüler von 
Agostino Metelli, dessen Tochter er heirathete. 
Äubietnn L eendrde Albi e nur: Kupfer" Die Figuren in seine Bilder malte, so lange die- 
eteener: arbeitete z" Madrid z" Ende des 1d und ser lebte, Fulgenzio Mondini (Schüler von Guer- 
"n Beginne des 19- Jdnrn- Der König Karl n- cino), daher Malvasia seine Biographie mit der- 
Von Spenden ernannte lnn znm grdbeder de de" jenigen des Letzteren verbindet. Von seinen Ma- 
merd (Hefknpfereteeneld- lereien, die er meistens in Fresko ausführte, 
1] Bildiiiss Kalis IV- waren viele in Kirchen u. Palästen von Bologna, 
2) Nneetre Sennw del dannen (Madonna) 18024 Rom und Parma. In Florenz malte er in Gemein- 
Lefon- schaft mit Antonio Maria Pasio die grosse Fas- 
Älbilß- AibiZO di Pißro, Steinmetz, fieY sade des Doms unter lautem Beifall der Floren- 
ient Kontrakt Vom 24- April 1411 mit Perfdttn tiner. Malvasia berichtet ausführlich darüber, 
di GiQVe-iiili am OPS-illimielleie ili Fiüfeilz die wie man denn überhaupt damals auf diese Deko- 
Marmornische arbeitete, darin deY ii- Mßikiis ratiouen mit genialtcr Architektur grossenWerth 
von Donatello seinen Platz gefunden. Das Innere mg-te, Mit Pasio stattete A. auch eine Kapelle 
der Nieehe iSß mit viereckigen Feldern W11 in S. Petronio zu Bologna in dieser Weise aus. 
schwarzem Marmor, in denen Reßeiteil Voll Nach Mondinfs Tod arbeitete er mit A. M. Oo- 
Weinnem Ma-Ymoi". eingelegt  lonna. Auch G. Ü. Milani stattete seine Ma- 
s. Gualandi, Memorie Originali Italiane. S. V. lereien mit Figuren aus. Nur wenig ist von sei- 
PP- 107- 103- DeSeibSC der Kontrakt ebäedruekt- nen Arbeiten in einzelnen Kirchen Bolognafs 
d erhalten.  
Älbmiio- Macriilo de Aibodio , fälschlich s. Malve sia, Felsina pittrice. II. 422 ff. III. (von 
für Macrino d'Alba, s. Alba. Crespi) 61.  Masini, Bologna perlustrata. I. 
624.  P itture etc. della Cittä di Bologna etc. 
Älboni- P3910 Albeni, Landnchaftsmaier B01. 1792. Aufzählung seiner Werke in B0]. 
aus Bologna, geb. 1671 (nach Einigen 1650), gest. passim.  läei G ual andi, Mem. Orig. Ital. 
den 5. Sept. 1734. Er verliess früh seine Vater- S- 111- 19e- Allelilg aus Seinem Testamente; 
Stadt in Folge seines unruhigen Wesens, das ihm  
allerlei Unannehmlichkeiten zuzog, u. ging nach Albreßllt- A l b 1' e C il t, Dümbdnmeleter zu. 
Rom und Neapel, wo er viel arbeitete, ohne sich, Regensburg 11m1 Wüiliihiifi am Kierelifiiiger da" 
wie es scheint, unter einem bestimmten Meister selbst, unter Bischof Nikolaus von Steehowitz 
auszubilden. Im J. 1710 ging er nach Wien, (1312-40) Während liei Zweiten Ilauliieliüßiie 
während er in Bologna seine Frau, eine Pannina des Baues, nachdem derselbe etwa '15 Jahre 89' 
Üorticelli , und 3 Kinder zurüeklicss, und blieb ruht hatte. Er baute mit Heinrich dem Zehntner 
(1011: vierzehn Jahre. Ein Schlagfiuss, der ihm die Chöre des Mittelsehiffs und des nördlichen 
1722 die rechte Seite lähmte, nöthigte ihn, in Seitenschilfs nebst dem Querschiiie aus. Derbe- 
Sein Vaterland zurückzukehren, wo er sich dann reits feststehende Plan des Domes mit seinen 
als Fünfziger noch daran gewöhnte, mit der Lin- Eigenthüinlichkeiten nöthigte den Meister, sich 
kell zu malen. Seine Werke sind in Italien, na- denselben anzubeducnxen, da er die östliche 
mentlieh in Bologna u. Rom, nicht selten. Diese Partie, einsohliesslich des Querschitfes, im We- 
Bilder, deren mir eines mit Paolo Alboni f. in Bo- sentlichen vollendet fand. Selbst die merkwür- 
lßgna 1715 bez.  wonach er also um diese Zeit dige Bildung der Schißspfeiler, die als das Werk 
doch wieder in Bologna, WO er auch gest.,gewesen Albrechts anzuerkennen sein werden, war durch 
Meyer, Künstler-Lexikon. I. 30 
        

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