Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1594962
Eiocondo Albertolli. 
226 Alberto di G-iovanni  Griocondo Albertolli.  
Alberto. Alberto di Giovanni, Maler GiocondoAlbertolli, BruderdesMiehele, 
von Perugia, "s. Berto di Giovanni. der Bcrühmteste der Familie, der auf die Er- 
  neuerung der Antike gegen Ende des vorigen u. 
 Albertm Frei?" (u- 1- Pluuster) Albert": zu Anfang dieses Jahrh. von grossem Einfluss 
auch Pre (Abkürzung von Prcte) Alberto und gewesen {Sh geb_ zu Bedmw 24_ Juli 1742, a. zu 
Zio (u- i- Onkel) Albert") genannt"? War um Mailand 15. Nov. 18-10. Da er früher besondere 
1530 lllosaikmaler (Musivarbcitcrl in Venedig. Neigung und Anlage zum Zeichnen verrieth, gab 
Nach Piutm succiuu": der ihn, du Vßrschle" ihn sein Vater zu einem Bildhauer in Parma in 
denen Beinamen zusammenziehend, Pre Alberto die Lehm, wo m. auch an der Akmlelnie der 
zu) 116111111, ßYl-lßitßtß 91' 1524 im ueu hiosiukeh iu schönen Künste Unterricht empling. Bald zeigte 
Vs- Miuhh Zugleich mit huuußusßo Zußcuto, dem sich in ihm eine besondere Fähigkeit zur archi- 
ersten dieser lilusaizistenfamilic. der damals noch tektonischen Qmamentation, doch kam er erst 
als Bursche mit 20 Dukaten jiihrl. Gehalt ange- nach zehnjahrigem Studium zu großem-eh Ar- 
Stellt W313 Während Prh Albert" gleich uuuemu beiten. Im J. 1770 erhielt er vom toskanischen 
Meistern 100 Dukaten erhielt. Nach Zanctti war Hofe den Auftrag, in der k_ Villa POg-gio Impe- 
61' mit dißßßm ZIICCMO und dem M- L- Rilzü ihs- riale nach der Zeichnung eines anderen Meisters 
bßsßudere mit der muSiViSChßh Ausstattung um" die St-ukko-ornamente atuszufiihren. Giocondo 
Sakristei VOD  Mäl-YCO   nahn] seingnB1-udel' Gyato Sgyvie einige Schü- 
nach den Zeichnungen Tiziauisl- UuteYuuTFigu1' lcr der Akademie von Parma mit sich, leitete 
des Pmpueteu Zucharias Will" Seiu Name V61" eine Zeitlang in Florenz jene Arbeiten und ging 
zßlßhheh-Zuuiglhtzusgiuelh Niuußßluiivällljßhfifti dann nach Rom, indem er die Vollendung der- 
Pcs.Alber.Fecit.Das es istoifcn ar i ürznng selben seinen Gehiilfen überliess. In Rom stu- 
fur Presbyter- Daraus ist hhßh bei J- R- FuS-Su, dirte er gründlich die Denkmäler des Alter- 
Nagler und Mothes cin Pes Albet als angeblicher thums, sowie die Werke der neueren Architek- 
Name des Pre Alberto entstanden. Nagler (Mo- tur, insbesondere der Renaissance; er gehörte 
nogr. III. 748) macht ihn ausserdcm zum Miuia- so zu den Ersten, welche sich am Auslauf der 
turmalcr, indem er die Abkürzung PM für Pit- Rokokozeit der Antike wieder zuwandten. Zu 
tore Musaicista beiZani missverstanden hat. Es demselben Zwecke besuchte er Neapel, wo er 
ist mithin auch nicht daran zu denken, dass, wie dem Architekten Carlo Vanvitelli, dem Sohn des 
Nagler meint, er der Albertus Castelanus Vene- berühmten Luigi V., bei der Ornamentation der 
tus sein könne, der Zeichnungen zu den llletall- Kirche Annunziata hülfreichc Hand leistete; 
schnitten in dem Missale Romanum, Venet. 1509, Giocondo modellirte für dieselbe unter anderem 
gemacht hat. ein korinthisehes Kapital, dessen Zeichnung 
b, P_ gaccal-do, gaggin SOPI-a i Musaic; dem, schon den Emiiuss seines neuen Studiums be- 
Chiesa di S. hiarco in Veuezia. Vcnezia 1864. klllldetß- 
p. 10.  Zanetti, Pittura Veneziana. Ed. II. Durch Familienangelcgeuheiten 1774 in die 
pp. 7 35-737   Heimat zuriickbcrufen, trat er dort bald mit dem 
F'- W- M9"- angesehenen Baumeister Giuscppe Piermaiini in 
Alberto. Fray Alberto de Madro (19 Verbindung. Derselbe übertrug ihm dic innere 
Dios, Karmeliter und angesehener Baumeister Allssßhlllußkuhg des Vouihlu ßYhauteh Pßlalzü 
in Madrid, begann zu Aiüang 1511 den Bau der Reale zu Mailand und war mit den dazu ent- 
dortigen Klosterkirche Sta. Isabel 1a Real nach Worfeueu Zeichnuugeu Giucouußys S0 Zufrieden, 
Zeichnungen des Fmhciscg de Moygh Einige W91- dass er die ganze dekorative Arbeit dessen eige- 
ml-e Nachrichten übgl- ihn bei Llaguhu ner Erhndung überliess. _Pie Ausschmiickung 
W  1st w_ .U7-;,yey_ tion in rein antiken Formen. Dasselbe fand ent- 
A1bß"t91".' Die Albatros   2:22:21. szsizz; 
aus Obcrlmhelk ähnlichen Stile herrichten. Auch sonst bewährte 
Francesco Albcrtolli, geb. 1701 zu Be- im? Säbel? (mmälfhdääpiäüuäs Auflglffgie Kunsi 
dano, Architekt, baute mit seinem Sohne K;  länj 21 du .lun 113"] unäa 10 Hang: d?) 
"Michele den bischöflichen Palast in Aosta Uaälsdntigtl t ha im"? .Wb (v? 71  Theleslz 
nebst anderen Palästen und Kirchen. theil svoä (13,77 ä 31g gliseräßg lrgiäeädgln  
Alberto Albertolli, 18. Jahrlh, Sohn C168 selben die Professur der Ornamentation. E1 
Michelc. Von ihm sind die ihrerzeit bmvunder- übernahm dann weiterhin, als Piermarini vor 
ten Stuckornamente in jenem bischöflichen Pa- 1775 -1779 die kaiserliche Villa zu Monz: 
laste. Auch als Ingenieur hat sich Alberto her- erbaute, auch deren innere Ausstattung; sie is 
vorgethan; insbesondere durch die Strasse la in derselben streng antikisirenden Weise, zun 
Monguette unterhalb Aosta (durch Felsen ge- Theil in Stukko, zum Theil in Malerei, ausge- 
sprengt) und eine Brücke bei Aosta. führt, wie der Mailänder Palast. Nach seiner 
iAlberto  Giovanli
        

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