Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1594888
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Maria. Agatha Alberti 
Mariotto Albertinellil 
Alberti. Maria Agatha Alberti, Malerin, 2) Radetzky in der Schlacht bei Novara d. 23. März 
geb. zu Hamburg den 14.N0v. 1767, i-zu Münster 1849- Mit 15 Rendhllnern, Sßhlßehten den 
um 1810, Tochter eines Predigers, bildete sich Sfellend- Gen von C- Alheln, ln Stahl gesl- von 
1801-1803 in Dresden aus, wo ihre Werke Bei-  Häeggfsiiliige r- 1861- Delmstadh g" 
fall fanden, trat dann zum Katholizismus über     „ 
und wurde Nonne  Sie malte Bildnisse und Ko-  
pien nach guten Meistern, meist Madonnen. Album Andreas Alberth 5' Albm c im 
s. Fü s sli, Neue Zilsätze.  Hamburg er Albertinelli. Mariotto Albertinelli, 
Künstlerlen- Sohn des Biagio di Bindo, gemeinhin als Alber- 
W- Sfllinnll- tinelli bekannt, Maler der besten tlorentinischen 
Alberti. Joa n  Eugeue  Charles Al- Epoche, geb. zu Florenz den 13. Okt. 1474. 
berti, franz. Maler u. Lithograph, nach Gabet 
1781 in Amsterdam geh , nach Immerzeel aus I. Jugend. Freundschaft mit I'm Bartolommeo. Erste Werke. 
Maastricht gebürtig, empfing den ersten Unter- Nach seines Vaters Wunsch sollte er Gold- 
richt im Zeichnen und Malen in Amsterdam, ging Sehläger werden, aber er nette dann keine Nel- 
unter der Regierung des Königs Ludwig als Sti- gungg; vielmehr zeigte er entschiedene Lust zur 
pendiat nach Paris, wo er in David's Werkstatt Malerei und trat bald in die Schule Cosimo Roh 
eintrat, begab sich sodann nach Rom, und zu- selli"s. Schon 1484 war Baccio della Porta, spä- 
letzt wieder nach Paris, wo er sich ansässig ter bekannt unter dem Namen Fra Bartolomnxeo, 
machte. Gabet erwähnt von ihm folgende Ge- der auf A. den grössten Einfiuss ausüben sollte, 
mälde; nMai-iusaufdenTriimmernvonKarthagou, zu demselben Meister in diel Llähre gekommen. 
womit er 1805 einen Hauptpreis erwarb; MPO i- E1 Wnl" nIn eln n lljllngel n S nrlelite, aber 111 
lius bei Antiochusu (1806)_ Aus Italien sandteper seiner Kunst schon weiter vorgeriiekt, da seine 
1310 Kopien nach Guido Reni und Van Dyck auf Lehrzeit früher begonnen hatte. Die beiden 
die Amsterdamer Ausstellung. Wie es scheint, jnngen Melel nnllilen FYennfle, 111111 Alles, was 
zersplitterte er sein ohnehin nicht bedeutendes sleeele Sellellll gelelint nette und konnte, Slwllte 
Talent, indem er allerlei Kunstfacher betrieb, l allem) Sie rasel enzllelgnen- S0 nahe knnl 
unter andern auch das Lithographiren, womit er er flnlän der ävelse (F5 Freundes, (11189 ihn Va- 
sich 1843 noch beschäfti te. Auch ab er einen 93" ( en an ("n'en F11 BnITOlOInmeO 1161111611 
Cours complet tkeoriqzte ga pratigucgde Part du kellnle- Für kurze Zelt (Vor 1494), so llelsel? es, 
dessin in Paris heraus. Weiter reichen die zu lebten beide Zusammen, nnäenehtell (lergleseen 
unserer Kunde gepmgten Nachrichten nichi; Man Verschiedenheit ihres Natnrells. Denn Baccio 
hat von ihm folgende nach seinen eigenen Bil- fühlte Sleh engenngen Ven der Stille de? Kil'- 
dem lithogl-aphil-te 31h eilen, Mariotto aber liebte die Gesellschaft der 
Zwei Darstellungen von nackten Schuler des Bildhauers _Bertoldo, welcher die 
1) La Siesta Frauen, die im Vorgmnde von Lamm von _L0renzo dem Prachtigen 111 dem Garten des 
2] Le Lever schaften aufPolstern liegen. Seiten- Medlceerpalastes gegründete Akademie leitete. 
Stücke. 1824. qu. F01. Dieser Neigung, am Weltlebeil theilzunehmen, 
3) La jeuneiVeuve ä Seitenstünke F01 verdankte Mariotto die Gönnerschaft der Alfon- 
Q) 11113911119 Dame     sina, des Piero Medici Gemalin, deren Bildniss 
o) La Flleuse- 1828- 1301- er malte und fiir welche er zwei Bilder aus- 
Gabet nennt noch : führte, welche, nach Rom geschickt, später in die 
6) Ecce homo. Nach Guido Reni. 1824. Fol. Hände von Cesare Borgia fielen u. dann, wie auch 
T) Materdolorosa. NachSassoferrato. 1824. Fol. jenes Pgyträf; , verloren gingen A15 aber Fiel-Q 
Nenne" "e" T- m1" We-ittheene- 1494 aus Florenz vertrieben worden, und die 
  ganze Staatsmacht in die Hände Savonarolas 
Alberti-Kßfllhlbertl,MnlehvnnDnlnlelinnt, ücl, ging es unserem Künstler schlecht; er war 
geb- zu Anfang dleses Jahrlh Er Wer elne Zell" froh, in der alten Freundschaft mit Baccio eine 
lnng Hefnlelel des Gmsshelzofäe von Hessen" Zuflucht zu finden, indem er mit ihm in Arbeits- 
Dnrlneliä-dt nnd hat Sowel fllr dlesen als ü" den gcnossensehaft trat. Seine Neigung zu dem alten 
fnsslßßhon Hßf elne Anzelll Ven selllnehtenhll" Gefahrten überwand selbst die tiefen politischen 
dern aus der neuesten {(1111 gemalt- Quell Blld" u. religiösen Meinungsverschiedenheiten, welche 
nlsse kennt Innn VOn lhln- Gegenwerlilg 13h 01' zwischen ihnen bestanden. lliariotto liebte die 
lln Phnlfegreplneellen Atellel" von Albert zu Mnn" Mönche nicht, mochte den Predigten des refor- 
ehen lnllfRetllSelnTen der lebenegreeeen Pnrtlelte mirenden Dominikancrs in Sta Maria del Fiore 
besehefngli- nicht beiwohnen und verstand Baccids frommen 
Nach ihm gestochen: Eifer nicht, als derselbe 1497 seine Zeichnungen 
1) Karl, Erzherzog von Oesterreich, in der Schlacht  agil Däxällgääiznäll gillfälltigälglteäliguiilää  
bei As ern den 22. Mai 1809. Mit 16 Rand-  , 'i 
bildern]: Schlachten darstellend. Gez. von C. Al- Kostbarkeiten, die einen Weltllehen Zug Ver" 
berti, in Stahl gest. von E. Rouargue in Paris. 118111811 , zu vernichten. Nach der Revolution, 
1861. Darmstadt. gr. qn. Fol. welche Savonarola seiner Macht beraubte, mag
        

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