Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1594869
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die 3 ersten Bll.; die folgenden bis auf N0. 9 u. delle Principesse in Rom 1660. Sie malte eine 
10 sind von Brulliot beigefügt, die letzteren fin- Pieta mit einer Engelsglorie für den Hauptaltar 
den sich in Naglefs Monogrammisten. Die Nrn. der kleinen Kirche del Buon Gesu in S. Sepolcro 
1 und 4 tragen das Verlagszeichen des P. Stefa- (noch erhalten 9). 
noni. Malvasia kannte nur das zweite Bl. und s. Gualandi, Mem. Orig. ltal. V1. 82. 
sagt, es sei nach Annibale Carracci radirt; das- ik 
selbe ist dann wol auch mit dem dritten, als  Alberti. Francesco Alberti. Einem Maler 
Gegenstück, und vielleicht auch mit dem vierten dieses Namens, der um 1550 zu Venedig gearbei- 
der Fall. tet haben soll , wird von Boschini, dessen Aus- 
l) Die Malerakademie. ln einem Saale sind viele Sage in flem V01] Bäseggii) herausgegeben?) Ei" 
junge Leute mit Zeichnen u. s. w. beschäftigt, tratto cllli Vgnezia einfach wiederholt Äst, ein Bild 
Die Gruppe in der Mitte, wo ein hlanii geome- ziigesc rie en, das nach Ridolli u. nderen als 
 trische Figuren zeichnen lehrt, ist einer in Raf- ein Werk des Battista (191 Mol-o gilt Es ist ein 
faePs Schule von Athen nachgebildet. Auf einem Altarbild in S_ Maria Maggiore zu Venedig] Web 
 Fursschemel Steht: Peiws Fräciscus Albertuf ches die Madonna darstellt, zwischen Johannes 
Inuenpor et mm; Übe" im Rinde: {CADEMIA .1) u. Markus, mit den sie anbetenden Gliedern der 
PITOBI, unten: Romae biipei. permissu und in ,        
getrennten Buchstaben R S_ E gn qm FOL lamilie Marcella in heizeglichen Kleidein, von 
1_ vor Romae Supen Permissm der Jener  gestiftet ist. Da von der Exi- 
2) Ein auf der Strasse stehender blinder Bettler Stenz und TlhätlgkeltJfmesmalers Sonst nlrgffnfls 
mit einem Hund zu den Füssen. die Rede ist, so bleibt die Angabe Boschin1's 
Andei uü a lauora iioi de porche, zweifelhaft. Zanetti wiederholt sie nur, ohne da- 
Mä non haue besogif de lauorä, füy einzustehen, 
P9113119 ä disnä lfasPettano le fomhe- kl- Fol- s. B0 schiii i, Le rieche minere etc. Venezial674. 
3] Der blinde Bettler vom Hunde geführt; im 1)_ D_ i, 5Q_  Ridolfi, L3 mii-avigiie dein 
Gmnde Techts Zwei junge Lellte- 4- Gegenstück- arte. Padova 1837. II. 313.  Zanetti, Della 
4) Vier Bettler, Zwei buckhgi die anderen a" Pittura Veneziana. Venezia 1792. p. 383. 
Krücken gehend. Unten rechts das Zeichen. In 
der Mitte PSF. gr. qu. 4. Ein Francesco Alberti, gen. Fiumana, 
5) Ein Kind auf der Erde sitzend, stützt sich mit findet sich in Malvasizifs Beschreibung derKunst- 
der linken Hand auf Und hält mit anderen werke Bolognafs (s_ untgn) gfwähnt, und werden 
eine? klfilnfm, Zwei? 1m Grunde am? Laßii- daselbst verschiedene seiner Werke in der Sa- 
sclmt m" elmg?" Bau'i1en' an Seren. einem. am kristei von S. Petronio (Darstellungen aus dem 
Kind an den Fussen hangt. Das Zeichen links L b d H .1. d. S G.   M 
unten qm 8_ e eii es ei igeniun in  iovanni in onte 
ü] Der Tod, bekränzt, mit der rechten Hand eine ängefuhrt" "schwerlich derselbe' da diese Endet 
Sanduhr haltend, führt mit der linken ein sich m P1113 5133159119 Zelt zu fällen Scklelnen- D95 
sträubendes und schreiendes Kind nach dem Meisters gesßhleht sonst keine Erwahnung. 
oiTenen Grabe. Das Zeichen rechts auf einem s. Pitßr e2gt7c. älälslaäfliätagdiiaBologna. Bol. 1792. 
Steine. 8. PP-      
7] In einer Felsenhöhle arbeitet ein Schmied vor ü 
dem Amboß- Zur Linken Sitzt ein Mädchen, das AlbertLMiche leAlberti , Maler aus Florenz 
herausschaut; zur Rechten zwei sich umsehlin- in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhu Schüler des 
gfmde Knabe"! welche Zusehen" Hmtefglluml: DaniellodaVolterra.Derselbeistirrthümlich,ins- 
eine Mauer mit mehreren Bogen. Das Leichen besondere auf die An abe von O_i d. h. i_ 
links unten auf einem Stein. 8.   1 an 1 in (We 
8) "Im Innern eines Zimmers deutet ein auf einem 611er auä dem einen Mlehele Albertl Zlfvel 111391113, 
Stuhl sitzender Knabe nach einem Affen, der zur 9111911 Mmh- A- Von San SQPQICTO  emen Mlch- 
Rechten eines Herdes mit den Pfoten einer Katze degli Alberti Fiorentino), zur Familie der Alberti 
die Kastanien herausholt. Das Monogramm auf von Borgo San Sepolcro gezählt und als der Va- 
der StuhllehQe- 4-     ter des Cherubino und des Giovanni Alberti 
Caiwggliä? rilygiiiolägägär" m! Rechten" Am (s. diese) angesehen worden. Weder Baglione 
g) Ein nach iinus gerichteter grosser Hund mit noch Gualandiwissen voii eineinMichele Alberti. 
eiiigezogenem Schwanze in einer Landschaft Auch nennt diesen Vasari (im Leben des Daniele 
stehend. Mit dem lllolwgfalflm-fl-   Ricciarelli) einen Florentiner. Derselbe malte 
10) Sechs scherzende Amoren in einer Landschalt. nach den Zeichnungen des Daiiielio in derselben 
Mit dem Zweite" Monogramnl" qm 16' Kapelle von S 'l'rinita dei Monti zu Rom 
s- M3 l V mit, Felsma Pittriw 1' 107"  welche dieser mit Scenen aus dem I b n d l 
Baglione, Vite de" Pittori etc. p. 112.  J f h ü k d K_ Je e er 
Lanzi   Bausch ung raunsc in_e te, en iiidermord von Bet- 
XVIL 5313 u_ XVHL 272  Bi-uuiot, M0- lehem (sammtliche Fresken sind durch Restau- 
nogr. II. N0. 377.  Nagler, Monogramni. II. ration sehr verdorben). Michele scheint seinem 
No. 2324 u. IV. 2930.  Gu alandi, Memorie Meister sehr nahe gestanden zu haben, denn er 
Originali Italiane. S. VI. T6. wurde von ihm, nebst Feliciano da S. Vito, zum 
W- SP-hmidl- Testamentsvollstrecker ernannt und zum Erben 
C h i ara Alb e rti, Malerin, Tochter des Du- seines künstlerischen Nachlasses eingesetzt. 
rante Alberti. Sie st. als Aebtissin des Klosters Beide hatten auch die von Daniello im Auftrage
        

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