Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1594390
 Alavoine  Macrino d'Alba. 169 
 
sisch-imperialistisehen Weise, darin er seine vollem und sprcchendem Ausdruck, welcher sich 
Schule gemacht hatte, einfach die Gestalt einer bei den beiden letzteren Heiligen, die zu einan- 
dorischen Säule auf weiss-marniornein Sockel der in Beziehung gesetzt sind, bis in's Drama- 
geben wollen; Duc hielt dieselbe in einem rei- tische steigert. Lebhafte und glänzende Fär- 
ßheren, korinthischen Charakter (s. Duc). Unter bung, meisterliche Behandlung der Nebendinge, 
Alavoines Leitung begann auch ilieRestaui-ation ein gründliches Verständniss, feines Gefühl für 
der Kathedralen von Seez (mit Herstellung der Helldunkcl u. ein solides Impasto erheben diese 
einen Thurinspitze) und Roueii. Er hinterliess Bilder weit über das Gewöhnliche. 
viele Zeichnungen mit architektonischen All" In überraschender Meisterschaft zeigt sich 
smhten in Tusßh und Aqnarßll- vollends M. in einem Altarbild, welches, vor- 
S- Magasin pittoresque. I. 14. lI. 160. -J ou r- trefflich erhalten, sich noch in einer Kapelle der 
"a1 des ATtiSteS- XVI- (1834) P- 33413  Certosa bei Pavia findet. Es ist in sechs Ab- 
Ku "ätblatti Stuttgart 1833 P" 3844 1840" theilungen in Oel auf Holz. Das Hauptbild stellt 
p" 2mm  die Jungfrau dar, mit dem Christuskind aäf 
     einem reich eschmiicktenllIai-rnorthrone sitzen ; 
1   Voll Ihm Mdnt  das Kind, äit der Rechten segnend, legt seine 
)Pr0']et de {Dumme Pour 1a Place de 1a Ba-Stlntlz I inke auf die Weltkueeh zwei reizende En el 
compose par  Alavoine sons la direction de  V_  f 1 g 
Monsieur 18 bamn Damm  L8 modäie de iiigie- mit musikalischen Instrumentenstehen am Fuss 
phant a an; exiicutö de la grandeur du moiiunient des Thrones; zu beiden Seiten die würdigen Ge- 
PnT ntßnsient BIi den, Stntnnitei Pendant 165 stalten der hl. Bischöfe Ugonc und Antelmo. 
annäes 1813-1811. l-A- Anreise Sw- er- Eine Landschaft bildet den iiiniei-n-i-iiiiu. In der 
qu- F0];   Mitte der oberen Reihe: Christus aus dem Grab 
tlfütte 1m äark V0" Foul de Samt ausgefuhrt" erstchend, während ein Wächter schläft; in der 
iionymes    1    
L Bioss eätzt Grabeshohle steht ein Engel. Zu beiden Seiten 
I1. Die Blgiime mit der trockenen Nadel über- die VieY EVttngeüsteni Welche dem Ambrogio 
 gangeii. Borgognone zugeschrieben werden. Das Haupt- 
s. Le Blan c, Maiiuel. bild ist bezeichnet: 
W.  v l 
Alba. J uan de Alba ist wahrscheinlich Juan MQÄÄIÄATD ÜJQIÄA 
de Alava. s. Alava.    
Das Ganze ist ein vortreffliches Werk, von 
Alba. Ettore (l'Alba, l0mbardischei' Bild- schönen Formen, von kräftig strahlender Farbe 
hauer vom Ende des 15. Jahrli. Er ist Einer von und von tiinntigem Iinpasn, Der Emßt und die 
den vielen geschickten Meistern, welche an der geistige Weihe verstehen sich von Selbst bei 
reichen plastischen Ausstattung für die Fassade einem Kunstgenossen desAmbrogio Borgognone. 
der Certosa bei Pavia mitgewirkt haben. Keine  Das Städefncne Institut in Frankfurt njMj 
Weiteren Nachrichten. hat eine Madonna mit dem Kinde, das auf ihrem 
S- (iißvgn Ms, Storia della Swltllra. U. 178. Schoosse steht, dazu ZWBl Seitenbilder mit Joa- 
9" cliiin von einem Engel belehrt, und Joachims 
Alba. M a c r i n 0 d ' A l b a, aus Alladio Versöhnung mit Anna (aus S. Francesco zu Alba; 
stammend, aber in Alba geb. und Bürger da- bezeichnet: vlllacrinus faeiebatn). Das Bild zeigt 
selbst, fast nur unter diesem Namen bekannt, die gleichen Eigenschaften wie die Turiner Ge- 
ein trefflicher Maler der alten piemonteser mälde. 
Schule, der aber sicher seine künstlerische Aus- 9- Mündttt- 
bildung in Mailand erhalten. Geburts- u. 'l'0des- Von Macrino d'Alba weiss die Kunstlitera- 
jnhr sind unbekannt, ebenso die näheren Lebens- tur nur wenig zu berichten. Weder Vasari, noch 
nmstände des Meisters; seine Blütezeit fällt um Baldinucci sprechen von ihm, einige dürftige 
1500. Er arbeitete in Alba, in Asti und in Nachrichten gibt nur Giuseppe Piacenza in den 
Turin, wo man überall noch Bilder von" ihm Zusätzen, welche er zu den Werken Baldinuccifs 
findet. Doch sind eine Anbetung der Könige u. gemacht hat. Darnach stand der "Künstler in 
eine Kreuzabnahme im Museum von Turin, seinem Vaterlande schon früh in Ansehen; ein 
welche ihm zugeschrieben werden, sehr schwach gleichzeitiger Poet, Paolo Qcrrato, ebenfalls aus 
lind trocken, und da sie ohne Bezeichnung sind, Alba gebürtig, rühmt in einem lateinischen Ge- 
ist jene Benennung wol unrichtig". Ungleich hö- dichte De Virginitate, das 1525 zu Pans gedtllßkt 
her stehen seine bezeichneten Werke. Darunter worden, insbesondere seine Darstellung der En- 
zunächst in derselben Galerie zwei Fliigelbilder ein; nachdem 61' dies? m recht anmutlfläßtlvßinß 
mit lebensgrossen Figuren, das eine den h. Lud- geschildert, fügt er hlnznr so habe sie einst die 
Wie und den h. Paulus, das andere den h. Petrus vunvergänglichcu Hand des MHGPIIIUS geschildert, 
lind einen Kardinal-Bischof darstellend mit der vals er noch am Leben warm. Schon vor 1528 
Bezeichnung; AACRJNVS m: ALLADIO c  ALBEN. muss also dcrMeister gest. sein. Piacenza spricht 
FACIEBAT 1506 (civis Albensis). Es sind tüch- dann noch von einigen Bildern in Alba und Um- 
tige, fast derbe Gestalten mit Köpfen von seelen- gegend, von denen er Kunde erhalten; von 
Meyer. Künstler-Lexikon. l. 22
        

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