Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1594285
M158 
Jan van Aken. 
Niederdeutseher, wahrscheinlich aus Lübeck. 
Hier finden sich an der Wsthmstrasse vier tüch- 
tige, sehr wol erhaltene Giebelhiiuser neben ein- 
ander, ganz mit denselben Ornamenten aus ge- 
branntem Thon (gedruckten Steinen) ausgestat- 
tet, wie sie an den Schlössern zu Wismar und 
Schwerin angebracht sind. Gabriel von Akcn 
und der von Schwerin nach Lübeck gezogene 
Steinbrenner Statius von Düren werden als Er- 
bauer jener vier Häiuser anzusehen sein. 
s-Meklenbnrger Jahrbiicher, V. 2011 
H. Wut. H. Mithoff. 
Aken. Jan van Aken, holländischer Zeich- 
ner u. Radircr. Bryan (Biogr. and Crit. Dictio- 
nary 1816) lässt ihn 1614 geb. sein, ohne dafür 
irgend eine Bürgschaft beizubringen. Von Heu- 
braken wird er vPaai-deschilder in lt kleine 
(Pferdemaler im Kleinen) genannt. Derselbe 
führt dann die 6 kleinen Pferderadirungen an 
(N0.  welche wol den Grund zu seiner obi- 
gen Aeussernng gegeben. Seine landschaftlichen 
Radirungen scheint er nicht gekannt zu haben. 
Bilder von Aken's Hand sind nicht nachzuwei- 
sen. Zeichnungen in Feder und Tusche, auch 
Kreide und Tusche, kommen hie und da vor. 
Hauptsächlich bekannt aber ist er durch seine 
in der Art Herrn. Saftlevens leicht und frei be- 
handelten Radiriuigen, welche Bartsch und Wei- 
gel, der auf die Abdrucksgattungcn näihei- ein- 
geht, anführen. Er scheint Saftlevenls Schüler 
gewesen zu sein; jedenfalls hat er sich nach ihm 
gebildet, wie dies auch seine Kopien nach ihm, 
die Rheinansichten (18-21), bcwveisen. Houbra- 
ken scheint, in nicht ganz verständlicher Weise, 
anzudeuten, dass van Aken die sechs Pferde- 
radirungen nach denen des P. van Laer kopirt 
habe (er drückt sich folgendermassen aus: Sesl 
printjes, met paardetjes, op de grootte van de 
kleinste door P. van Laer geätst, gaan 00k door 
hem self geetst, in druck uit), ist aber im Irr- 
thum. Rost (Handbuch VI. 94) sagt ebenfalls, 
ohne Zweifel auf Houbraken fussend, dass van 
Aken nach P. van Lacr radirt habe. Heineken 
(Dict. I. 65) gibt dagegen an, P. van Laer habe 
eine kleine Folge von Pferden nach van Akcn 
geätzt, und dieser selbst eine Folge von 6 klei- 
nen Landschaften, zum Theil nach seinen, zum 
Theil nach Lingelbaclfs oder Saftlevens Zeich- 
nungen (er wusste das lllonogramm auf den Nrn. 
18-21 nicht richtig zu (leuten) ausgeführt. Dies 
alles ist ohne Grund. 
a) Von ihm radirt:  
l-G)'F01ge von (3 mimerirten llll. mit Pferden, 
auf dem 1. Bll.: J. Van Aken feeit. qu. 8. 
I. Vor der Adr. 
lI. Mit der Adr. des Clement de Jonghe auf 
dem 1. B1. 
lll. Mit der des J. Bormeester auf dem 1. lll. 
Seltener als die Il. Abdr. 
 IV. Adr. weggenommen oder zugelegt.  
V. Auch die Nrn. fehlen. 
In Wien sindKupien erschienen, die leicht  
erkenntlich sind. Sie sind nicht auf hollümdi-l 
scheru Papiere. Die älteren Abdrücke auf Papie 
mit dem "Wasserzeichen der Sehellenkappe um 
des Amsterdamer Wappens. 
1) Das von einem Baume fressende Pferd. 
2) Zwei Pferde, auf dem einen ein Mann. 
Kopien beider llll. in C. Walkefs: A C01 
lectiou of 42 Facsimiles of rare Etchings, by ce 
lehrated painters. 
3) Das gesattelte Pferd an einen Baumstamn 
gebunden. 
4) Das stehende Pferd bei dem ruhender 
Manne. 
5) Zwei Pferde, das eine führt ein Bauer. 
G) "Ein stallendes Pferd. 
7-16) Folge von 10 numerirten Landschaften 
Auf dem 1. Bl. J. van Aken feoit. gr. qn. 8. 
I. Mit der Adr. des Glement de Jonghe au 
dem 1. Bl. 
II. Mit der des Frans Carelse auf dem 1. Bl 
Seltener als N0. 1. 
7) Die kleine Brücke über den Berg. 
S) Der kleine Kahn auf einem See. 
9) Das höckerige Land. 
10) Der Reiter bei der Baumgrnppe auf den 
Hügel. 
11) Die Hirschjagd. 
12) Die Ruinen. 
13) Der Gebirgsweg. 
14) Der am Wege ausrnhende Mann. 
15) Die felsige Gegend mit einer kleinen Brücke 
16) Der Mann zu Plerde im Vordergrund. 
17) Gebirgslandschaft am Wasser mit Reisenden ZI 
Pferd u. Esel. J. V. Aken inve. et feoit. gr. qu. 4 
I. Vor der Sohn, d. h. vor dem Künstlerna- 
 men, vor der Andeutung-der Luft und de 
Einfassnngslinie. 
II. Mit dem Namen des Künstlers. 
III. Dieser vertilgt, dafür oben links am Hirn 
mel P. Pot. u. rechts unten am Itaude No. 4 
Sollte w0l dem Paul Potter uutergeschobei 
werden, ebenso wie das Bl. von J. v. Noord 
(Bartsch I. p. 17), das dem obigen als Ge 
genstilek dienen sollte und mit P. Pot. um 
No. 3 bez. wurde. 
IV. N0. 4 ausgelöscht. 
V. Auch nouh P. Pot ausgelöscht. Sehr ge 
wöhnliche und schlechte Abdrücke. 
Die ersten Abdr. auf Schellenkappenpapiei 
die späteren alten auf Papier mit dem Amster 
damer Wappen. 
18-21) Die Rheinansiohten. Folge von vier nume 
rirterl Bll. nach lI. Saftlevon. Auf N0. 1 
steht H. S. L. (verschlungen) inventer. Jan v 
Aken fecit. Clement de Jonghe excndit. Die an 
deren drei haben blos II. S. L. (verschlungen 
inventer. J. v. Aken fecit, ohne Adr. k]. qn. F01 
I. Vor dem Namen des Radireirs, vor Anden! 
tung der Luft, der Einfassuugslinie und der 
Nummern. 
II. Mit der Adr. von Cl. de Jonghe auf den 
1. Bl. 
III. Mit der Adr. von Nie. Visscher an de 
Stelle der von C1. de Jonghe. 
IV. Aufgeätzt. Sehr gewöhnlichen. hart. 
DiePlatten existiren noch. 
Die ersten Abdr. auf Sehellenkappenpapier 
die späteren alten mit dem Amsterdamer Wappen 
 18) Der Bauer im Gespräch auf einem Hügel 
19) Der Mann mit dem Bündel auf den 
Rücken. 
20) Der Krebsfaug. 
21) Die ruhenden Wanderer.
        

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