Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1594253
 Ainmiller     
gelang, farbige Gläser herzustellen und sie zu von inneren Kirchenansichten, hat sich A. her- 
brennen; doch war es Ainmiller (er war zunächst vorgcthan. Die Zeichnung, tüchtig durchge- 
Assistent des Frank geworden), der jene Kunst führt, bekundet eine gründliche Kenntniss der 
technisch noch weiter ausbildete und auf die Baukunst selber (mit dem Studium derselben 
Stufe brachte, darauf sie in der Hauptsache hatte A. begonnen); die Malerei, obschon etwas 
heutigen Tages noch steht, wenn auch im Ver- hart und kühl, weiss doch den Charakter und 
fahren selber noch vielfache Fortschritte gc- das Ilclldunkcl der geschlossenen Beleuchtung 
macht worden.  wol zu erreichen. Die entschiedene und einsei- 
Nachdem er zuerst kleine Schmelzbilder ge- tigc Vorliebe für die gothische Architektur, 
fertigt, übertrug König Ludwig I. die Herstel- welche A. bis auf den heutigen Tag bewahrt, 
hing der Fenster für den R e g e n sb urg c r D o in hat ihn derselben ausschliesslich seine Motive 
der Münchener Manufaktur, die denn auch unter entnehmen lassen. In der neuen Münchener 
der Leitung Ainmillens diese Aufgabe  den Pinakothek linden sich zwei grössere Bilder 
ersten grösseren Versuch  nicht ohne Glück von ihm, welche das Innere der Westminster- 
iöSte. Die Ornamente dieser Fenster wie einiger kirche zu London, das eine Mal den Chorumgang 
Figuren waren von Ainmillefs eigener Erfindung. mit dem GrabmaleEduarcPs des Bekenners (1851), 
Noch besser fielen dann die grossen Fenster für das andere Mal den inneren Chor mit verschie- 
die neue gothische Kirche der Münchener denen Monumentcn darstellen. Bemorkenswerth 
VorstadtAu aus (unter der Leitung vonI-LHcss, sind noch das Innere der Liebfraucnkirche zu 
1832-1838). Hier gleichfalls war nicht nur die München mit Staiiiige von Pctzl, Prospekt eines 
technische Arbeit, sondern auch die Zeichnung Inncntlieils der Wcstminsterabtei mit Shake- 
der Ornamente von ihm. Was erstere anlangt, so spezirds Denkmal, das Innere der Nürnberger 
war er auf den glücklichen Gedanken gekommen, Lorenzkirche, (lasjenige von St. Stephan zu 
die Glastafeln nicht nur auf der einen Oberfläche, Wien, das des Ulmer Münsters u. Darstellungen 
ävie bisher, sondern einmal in der Masse und aus dem Dom von Regensburg. 
ann auf der einen Seite mit zwei verschiedenen       
Farben zu versehen. So gelang es ihm allmälig, Nach Ihm giestochfm und hihoghiphlrf  
auch Halbtüne und gebrochene Farben in ver- I) Innfihredmlsäht .331 lgofeäzkgchä "i. "g 
Schiedener Kraft und Mischung herzustellen. Die ggf; vgl JOGITMM?  Ggigsl e? 5632631152; 
Manufaktur wurde eine königliche Anstalt und Dümpveleinsblatt für 1531 FOL 
A- 1844 Vorstand derselben. A115 ihr Sind (lmlll 2) Aus dem Münster zu Ulm. Nach einer kolorirten 
bekanntlich aueh die reichen Fenster für die Tuschzeichnung lithogr. von Seoberger. 1m 
Dome zu Köln und Speiel- herVm-gegangcn, König-Ludwigs-Album. 1. Jahrg. 1851-1852. 
sowie später noch diejenigen der Universitäts- gr- Fol-  
ägighiizllteia 322513 (Eääitlgäästjgllllngzärgläi 3) Zeichnungen zu den Glasmalercicu in der Pfarr- 
    kirche der Vorstadt Au zu Munchen. Lith. von 
dolph), der Paulskirche in Lon don , einer Kirche P_ H erweg. e n u_ Ami um FOL 
m Gla-Sg ÜW, zumThell 9301119113095 W711 Kaul" 4) Abbildungen der Glasgeniälde in der Salvator- 
bach, Sehwind, Schnorr von Karolsfeld, und das kirchc zu Kilndown, herausgeg_ von F. Eggers. 
Glasgenialtle im Schiff und Chor der englischen Lith. München s. a. Fol. 
Kirche zu S tu tt ga r t. Das edelsteinartige, milde  
und harmonische, zugleich glühende Kolorit der 5,) Inuenansiciht der Frauenkirclie in München. 
mittelalterlichen Glasfenster ist freilich durch Phoioßralihie im AItGIihÜmßYUIKl Dellkmale des 
diese neuen Versuche nicht Wieder erreicht W01, bayerischen I-Ierrscherhauses. München 1854 f. 
den. Weniger ist dies übrigens der Methode der grfFoL a 
Herstellung zuzusehreibentals der mangelhaften  Ainzm J O a quin Ainz a, W01 Spanischer M3, 
Ausbildung des Koloiits in der gleichzeitigen 1m. Ende (10513 Jahrh Nach ihm gest, 
Münchener Schule, wie  das Kunstge" E] Exmc Seüor D11 Carlos Josef de los Rios y R0- 
Werbe immer in naher Beziehung zu der zeitge- hau, la pinto aiio 1784. Ganze Figur im Kostüm. 
nössischen Kunst steht. Doch gehören unter Gest. von Vic. Mariaui. 1792. Fol. 
den modernen Glasmalereien die Münchener im- W' Ewdman" 
merliin zu den besten. Was die Ornamentation Airola. Angela Veronica Airola, M3:- 
anlangt, die jedesmal von Ainmillefs eigner lerin, -1- 1670. Sie war Ordensfrau von S. Bar- 
Iland herrührt, so ist sie immer passend in ar- toloineo dell" Oliveta in Genua, Schülerin des 
chitektonischer Weise gehalten und ansprechend Sarzana (Domcnico Fiasella) und führte in ihrem 
durch das geordnete Mass ihres Fornienwechscls. Kloster mehrere Bilder aus; 61161180 eine Altar- 
Weit weniger ist das Figürliche (das übrigens tafel in der Kirche Gesu Maria dei Padri Minimi 
fast immer von anderen Meistern, Schraudolph, di S. Franccseo di Paola.  
Fischer u. s. f. herrührt) gelungen; es leidet an s. Soprani, Pittori etc. Genovcsi. p. 253. 
der akademischen Flauheit, die der modernen ü 
religiösen Malerei fast durchgehends eigen ist. Aita. Mathilde Aita de la Penuola, 
Auch alsArchitekturmaler, insbesondere Malerin, geb. zu Havana auf der Insel Cuba, 
 20W
        

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