Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1594093
ÄFfiI-y-Ägricäüä 
 Agricola. 
rJahrh. 
139 
18-19) Diana u. Ceres. 2 B11. von L. 0h. Ruotte. Cargttülli- 15 1311- Oval, 8- 5- 1111181 Agrißola 
F01. N0.  
20') Jupiterals Satyr überrascht die NyinplieAntiopc. 3) Christus am Kreuze, von  N. M. Courbc. 
Giove et Antiope. Luigi Agricola inv. diseg. Fr. s, Greg. Orloff, Essai sur lhist. de la peint. en 
Cerzcliini iuc. Oval. gr. qu. F01. Italic. Paris 1823. II. 1139i  Kunstblatt, 
21) Venus erscheint dem Anchises. Veiierc e An- Stuttgart. 1823. p. 87. 1845. p. 140- 
chise. ideiii iiiv. idem incis. Oval. gr. qu. Fol. Notizen von O. llIilndle-r. all 
Notizen von W. Schmidt. il 
A icola. Karl (Jose h Aloys) A811" 
Fi 1 ip po Agricola (deutscher Abkunft und C0 iigir Maler lllld Kllpi-erstegherl geh zu 360km- 
eigentlich DBauQfN genannt), wahrscheinlich der geh i'm Grossherzogthuin Bilden den 1S_ Okt. 
Sohn des VorigemHistorien- und Bildnissmalcr, 1779, i. zu Wien 1351 Fügsli (Neue Zusäitze, 
geb. zu Urbino 1776, gest. zu Rom 1857. A. war p_ 27) iiisst ihn irrig zu Reicheiiherg bei Mem- 
seiner Zeit, insbesondere 1111 9151911 Drittel dieses mingen geb. sein. Seine ersten Studien machte 
J ahrh., neben Camuccini einer der angesehensten er in Karlsruhe, kam dann gegen 1793 nach Wien 
Maler Italiens. Er stand eine Zeitlang mit an und erhielt an der dortigen Akademie, nament- 
der Spitze der italienischen Schule und wllfqe licli unter Fiiger, seine Ausbildung. Seitdem 
1130111911611] Meistel" 1343 13111111191" 11131" Akademle nahm er seinen dauernden Wohnsitz in Wien, 
V01" S- 1111011 111110111 Von derßusgelebten Kunst wo ihm besonders seine llliniaturbildnisse Aner- 
der Rokokopcriode entschieden abgewendet, keiiniiilg verschafften 
suchte er sich nach den grossen Meistern des Aliricoia stand llocil unter dem Einiiusse der 
sechzehnten Jahrh., sowie nach der Antikelzu hillhiei. des i8_ Jahrh Er malte noch in der 
bilden. Dabei gerieth er freilich iii das frostige Weise seines Lehrers Fiigerl als die an, Anümgi; 
akademische Wesen, das damals auch in Frank- des Jaillh elltsleilende heile Richtung vonkom- 
reich die herrschende David'sche Schule kcnn- mell zum Siege geiahgt War Seine Qelgemgildg 
zeichnete, und diesen klassischen Idealismus aus (im Beivedere zu Wien eine Madonnal in dei- 
zweiter Hand, dem vor Allem die Ursprünglich- Akademie dllseibst Amor und Psyche) haben ihn 
kalt des Lebens fehlte: ist 61' 1119 195 geworden weniger bekannt gemacht, als seine in Wasser- 
Dic Gegenstände seiner KunSt 111211011 meist farben aus-rcfülirten Miniaturbildnisse. Er kolu- 
rehgiüseli und mytholßgisßhen Inhalts- B850?" rirte öfter: bunt, mit übergrosscr Zartheit und 
dann Belfan fanden 3911141 111- Familie (1819) ü" Verscliwommenheit; ein Anklang an die Porzel- 
ileii Gi-afcin Montieelli, die man beinah? mit Ra- ialimaiereien des i8_ Jahrir 
ac vergiclien liätte- ein Bild der enus 1i11t W          
  '  ar seine Mlmatuimalciei mehr lIl dei Wie- 
Aimor, von susslich akademischer Anmutli; dann nel ilühem Weit beliebt, so verbreiteten Seine 
dm Halbügllrerlnnvoq Peu-am? und 113m?" Dante läupferstiche sein Ansehen auch in die weitesten 
ihlld Peatnpe (fui. dm Hinlzogn] von bagawiiiflilcs Kreise der Kunstfrcundc. Er radirte vor und 
aal fmf emer rlitfeh 311d? 13 Wewhe de! -u an beendigte mit dem Stichel, dem Punzen und der 
klassischen Manier mit einem leisen sentiineii- kalten Nadel Auch hierin War er illllllel, llocil 
n-llen Intäreäse aufzlihelfen Suchäem Naql 1860 ein Abkömmling des 18 J ahrh  weich und zier- 
glng es ubngeI-ls m"; dem gefelertoxl- Künstler lieh erscheinen seine Ratlirunveil ohne grösscren 
rasch bergab; eine andere, dem Malerischen zu- SH d l Te V m" (r b sähe Wanze aufs 
gewendcte Anschauung, Romantik. und Itealis- Zlärliläie S ägliiänäin Klonstiiligdhtung serleugnetc 
nius, verdrängtenjcncmehr akademische Manier,  l  h ll_  l lt Die rrösseren Bll berät? 
darin sich zudem A. immer einseitiger befestigt Elle 1 (um Ich n S:   i'd m kraftlos und zll 
hatte. So fanden 1835 sein Torquato Tasso m (lgen am Wenlgs w" S16 Sln l     
Y       monoton Auch lassen seine Portrats eine tic 
S. Onofrio und 1569 sein Altarbild in S. Gio-   A    Sllr rein behandelt 
vanni in Laterano zu Rom, Erlöser in der 1910 u wssllnävellllnlssßs-k 11 1 _ml die kleinen 
GlOrie mit den beiden Johannes, nur noch ge- "itsliiil" und volilinlliiilliäi grnilglirziinälgiähnen N0 2 
  r  ,   wie _1  i 
iinge A1ierkenniing._-- Au seinen besten Lei N0 18 N2) 20 N0 26 u. S. Wl Sehr behebt Wal. 
stungen gehören einige Bildnisse; insbeson-  iz _t-d ,kl  Stich mit dem Herzog von 
dere diejenigen der Kronprinzessin von Daiie- selPer 61 er eme R. l d t 
       , Reichstadt  den man als ingz er e rug 
mark (1822), dei Graiiii Peiticaii, des Dichters     h  eh M.   
   r 1 Sein einziger Versuch m der sc waiz aniel, 
Monti und das scinei Tochter. In den letzten        l  
    i   Bildniss einer Mohrm  1st 111111 dägßgßn 1116111 
Jahren seines Lebens wai ei vielfach fui Slan H l A eh seine Lithographien k0m_ 
Paolo fuori le mura (zu Rom) beschäftigt, 1091113 11118911; u        
     mgn seinen Stichen nicht gleich, wobei freilich 
indem er die Kartons fur die Mosaiken der Fa-       
 d, i- ii eh hiiie zu bedenken, dass den Kunstlei die Mangelhaf- 
gd um er g (  tigkeitdesWienerSteindrucksznderAusbildung 
Nach ihm gestochen: nicht kommen liess, die er sonst erreicht hatte. 
1) Dante, welchem die Beatrice erscheint. Halbe Die Ausführung ist auchbci ihnen zart u. Weich. 
Figur. Von D. Marchetti. gr. qii. Fol. Bei der Behandlungsweise des Kunstlers sind 
2] Sceiien aus dem Leben Jesu Iu. derlMariai Mach die ersten Abdrücke den späteren weit vorzu- 
Fil. u. Luigi Agricola von G. T.P81'll1l u. ziehen. 
18' 
Carattoni. 16 Bll. Oval, 8. s. Luigi Agricola 
N0. 2. 
3) Christus am Kreuze, von W. N. M. Courbc. 
s. Grüg. Orloff, Essai sur Phist. de 1a pcint. en 
ltalie. Paris 1823. II. 1139.  Kunst-blatt, 
Stuttgart. 1823. p. 87. 1843. p. 140. 
Notizen von O. ßlündle-r. w?
        

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