Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1594002
Giuliano ciAgnolo. 
SO istjencr Umgang um die Kuppel bis auf den In: Serie degli uomini i piu illustri in Pitt. etc. 
heutigen Tag unvollendet geblieben. Flrßnlß 1759- är- 4- 
Mehr Glück hatte B mit den Kirchenthür_ Abbildungen 1-3)1n: Arclntectnre Tgscane, on 
     Palais, Maisons et antres Iudiflces de 1a Toscaiie, 
men, die nach seinen Zeichnungen ausgefnhit      
  dess. par (rrandgean de Montigny et A. 
wurden. Grossen Beifall fand namentlich der- Famim Paris 1531 F01. 
Jenigeyon 8' Splilltch auch P9611 bel Sliittereli ul) Casa Bartolini (l-lötcl du Nord) auf der 
italienischen Architekten (Milizia). Er zeigt drei Piazza di S_ 131mm Fanada PL 63 
dorisclie Ordnungen von schlanken Verhältnissen 2) Durchsdlrlitt PL 6 ' 
übereinander, darüber eine mächtige Gesiins- 3)palazzo Uouchi (C353 Senistori) auf de, 
krönung und schliesst mit einer Pyramide, die  Piazza di s. Ci-ocze. P1. 27. 
erst im J. 1541 aufgesetzt wurde. B. baute aus- 4) Plan n. Aufriss des Kirirhenthnrins von S. spi- 
Serdein 1517 den Thlirm von S. Miclielc dcgjli rito in: Rnggieri, Scelta di Arnhitettnre etc. 
An tinori und begann 1524 denjenigen von g di Fireiizc. Firenze 1755. I. Tav. 25. Fol. 
Miniato a1 Monte, "der durch gute Verliiilt- s. Vasari, ed. Le Momiier, V. 223_227_ 23-; 
nisse und feine Gesinisbilduug sich auszeichnet, Vlll- 113- Xn- 5-  Kinne, Nnl- läl- llßllß 
auch 1529 den Geschützen des Prinzen von Ora- m'läell;ilf'r' l'_ 1.80  gllliLPlzi ,VI.II' 3.8 
nien widerstand, aber unter den Wechscifiillcn   a 12'"  PW-Iäfä rofßqwni M"- 
d K  . y l d l F]  tv _f k 0ö-  Y. 4 -5b (v. (riusenpePiaceiiza). 
es iicgs, cenen aina s orenz nii ciwoi en  Gaye Cartegnio I 5S5_a87 H 276  
Wflr, nmmllendet geblieben ist Dings übrigens Milizia; Memoiiie degli ArchitettL. Bologna 
die Thurmbanten die schwachere Seite der Re- 1321 i. 239_  G_ R Berg, gemn Srnriri- 
naisszince in ihrer Kirchenarchitektur Sind, ver- artistici per servire di guirla e (fillnstrazione all" 
hghleir nngh diegg Wgfkg Bgßßids night End- insigne basilica di  Miniato a1 Monte. Firenze 
lich ist noch die kleine Kirche Giuseppe dalle 1350- P- 19-  RlW-l- Swrlß den" Arßlilißt- 
Concie nach seinen Zeichnungen gebaut (an- mm 6"" 11' 114'410 UI- 69- 208_2l0-  
gefangen 1519), aber nach seinem Tode gleieh- gläriiäggrg    
falls nicht vollendet. Die beiden Kapellen zu  14'369: L 3'15__317_' '  1   
Seiten des Hochaltars, welche der Kirche die J_ Meym 
irgiläääiäiääieälges giegebe" hatten! kamen mcht Filippo, Giuliano n. Domenico d'Ag- 
B ,s B1 im;  _x  r 1  1 nolo, des Baccio Sühne, waren gleich dem Va- 
 " Wti i wle er "S" mmfint {C1 "l "in ter kunstfertige Meister in Sehnitzwerk und ein- 
klcineren Palasten durchfuhrte, blieb in Florenz gelegtel. Holzarbeit 
nicht ohne Nachahmung. So ist das schöne Haus  
(Joinini, jetzt Lardere l, in der Strasse 'l'oriizi- Giuliano , der zweite von ihnen, bildete sich 
biioni deutlich dem Pal. Bartolini nachgebildet; noch zu Lebzeiten des Vaters zugleich zu einem 
man hat es bisweilen unserem Meister zuge- tüchtigen Architekten aus, so dass er unter Co- 
schrieben, doch ist es das Werk Giov. Ant. simo I. in die Stelle desselben als Oberbauinei- 
Dosids.  ster von S. Maria del liliore einrücken konnte. 
Die Stellung, Welche Baccio (llAgnolo in der Er vollendete dort Verschiedene Arbeiten, die 
ltnllenlsnhnn Renaissance nlnnnnlnt, Wird nlsß der Vater unfcrtig zurückgelassen, so unter an- 
Vnrnngswelseflnanrnll llnzßlnllllßi, (lnSS 91' den derein den niarinoriien Fusshoden, wie er spä- 
fönllsßllen Slill (d- llv (1.611 Von Rnln aiisgeswi- ter auch die Chorschranken aus Holz ausfiihrte. 
gcncn Stil der Iloclirenaisszinee) mit dem floren- Ueberhanpr, 11653 der Herzog- Qosimo 1_ dem Chor 
tinisehen zu vermitteln suchte und dies auch für eine reichere Form geben und beauftragte mit 
Gebäude klelneren Ulnfnngn W01 in ßlfelßllßll der Ausführung den Giuliano, der 1547 nach der 
wusste. Den derben Sinn des Zimmermanns  Zeichnung des nAltgnn mit der Arbeit begann. 
der begreiflich bisweilen auch in's Zierliche uni- M11; dem vAltenu könnte der Vater ßaccin ge- 
Schiss"  nntfrnlllßll derArchitektnicht immer meint sein: doch lag auch ein alter Plan des 
verleugnen kennen, und als ihn die Stadt zum Brnnellesno vor; wenigstens findet sich eine 
Schätzer der von Rnstwl für das Bnptlsterillm Zeichnung desselben im Bauarchiv des Doms im 
gearbeiteten Bronze-Gruppe berief, mochte sich Buche der Baufiihrer erwähnt. Jedenfalls wäre 
dieser nicht ganz mit Unrecht darüber beschwe- dann diese alte Zeichnung wesentlich ver- 
ren, dass man einen Tischlermeister anstelle, um ändern Zn der Ausführung wurde auch der 
(lns Wink einen Bllllllnnelß zu Prüfnn- Allein, Bildhauer Baccio Bandinelli zugezogen. Da sich 
wie in Jener kunstlerischen Zeit auch Talente dieser indess auf Architektur nicht gut verstand, 
Zweiten Ranges z" tüchtigen Leistungen Slßll so machte G. auch die Zeichnung und das Holz- 
aufzuschwingen wussten, dafiir gibt unser Bac- modell zu dem Hauptaltar für den Dom. Der 
cio ein treffendes Beispiel. Herzog fand Gefallen daran, und da zudem da- 
Sein Bildniss in Holzschn. in d'en Ausgaben des man K11 Serravezza ein neuer Marmorbi-uch ent- 
Vasari (Lc Monnier V. 223].  Dass. in deckt wurde, so beschloss Cosimo, nicht nur den 
der Ausgabe des llottari von einem Llnge- Hauptaltar, sondern auch an den acht Wänden 
i. "nannten i-adirt. des Chors noch weitere reiche Marmorverzierun- 
 (JllYlöii). G. Vasai-i del. U. (lilikllllllilli sv. -gcn herstellen zu lassen (1569). Giuliano über-
        

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