Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1593897
lrei Künstler, auf denen die höchste Entwicke- Agesandros aus Rhodos, als Künstler genannt 
ung der griechischen Kunst beruht. Nur aus der wird, beziehen sich nach der Art, wie sie ange- 
Fhatsache und ihren Folgen dürfen wir verniu- bracht sind, nicht auf Originale, sondern auf Ko- 
zhungsweise einen Schluss ziehen. Die Kunst pien seiner Werke und sind daher für eineZeit- 
des Peloponnes in den, wie es scheint, stets eng bestimmung ohne Werth (Corp. inscr. gr. 5S70b, 
verbundenen Schulen von Argos und Sikyon 6133 u. 34; Bull. d. Inst. 1867, p. 143). Auch 
zeigt in ihrer uns genauer bekannten weiteren ein Ehrendekret aus der Diadochenzeit, dem zu- 
Entwiekelung von Polyklet bis nach Lysippus folge die Rhodier einen Athenodor, Sohn des 
und ebenso in der Malerei von Eupompos und Agesander, mit einem goldenen Kranze und einer 
Pauiphilos bis auf Nealkes bei alleinWechsel der Bronzestatue ehren, kann allerdings mit einiger 
Zeiten doch einen bestimmten einheitlichen Wahrscheinlichkeit, aber doch nicht mit voller 
Grundcharakter. Sie zeichnet sich aus nicht s0- Sicherheit auf den Künstler bezogen werden 
wol durch hohe Genialität, als durch solides (Rhein. Mus. N. F. IV. 1611i. n. 21 ; vgLn. 9). 
künstlerisches Wissen, und erscheint daher be- so ist die Forschung auf die 1505 bei den Satte 
sonders befähigt, durch Lehre und Unterricht zu Saie in der Nähe der Titusthermen zu Rom auf. 
Wirken. Wir dürfen daher annehmen, (ieee die" gefundene und im Vatikan aufgestellte Marmor- 
Ser Chaiekiei iiii? Ven Anfang eigen, und dass gruppe und auf die bekannte Stelle des Plinius 
gerade Ägeiedee der Kiinßilei" Wer, liei" Seilen XXXVI, 37 angewiesen, aus der einTheil derGe- 
VOY der epeeiienieeiienden Wirksamkeit des Pe- lehrten hat folgern wollen, dass das Werk in der 
iykiet den Gfnnfi für die Füigezeit iegie- in Ciie- Zeit der Nachfolger Alexanders, ein anderer, 
sein Falle aber werden die Eigenschaften, die dass es in der Zeit des Tims entstanden sei Sie 
das Wesen der gesammten Schule allßnlaßilerl, lautet vollständig; Nec deinde multo plurium 
auch ihm persönlich eigenthiimlich gewesen sein. (artificiim) fama est, quornndam elaritati in ope- 
 H- 311mm ribus exiiniis obstante numero artificum, quoniaiii 
Ägßllio- Giuseppe Agellio, Maler vnn nec unus occupat gloriam, nec plures pariter 
Seiieni, arbeitete um 1620 in Rom. Er war nuncuparipossunt, sieut inLaocoonte, quiest in 
Schüler des Manieristen Ronealli delle Pome- Titi imperatoris domo, opus oninibus et picturae 
Ynnele und half diesem bei manchen seiner Ar_ et statuariae artis praeferendnm. Ex uno lapide 
beiten. Doch auch noch andernKünstlern, u. zwar ein" ee iibeiee iiieeeniiinqiie niiie-biiee nenne de 
SOWOi mit Figuren 3,18 mit pßrspektivischen consilii sententia fecere summi artifices Agesan- 
Darstellungen. So malte er die Figuren in S. Sil- der et Peiyiieins et Athenodorus Rhodii. Pli- 
vestro auf dem Quirinal und gemeinschaftlich niiis Segi ßiSO, dass sich die Gruppe im Hause 
mit Cristoforo Casolano in S. Maria delle Grazie. des Tims befinde, aber keineswegs, dass sie für 
Gewöhnlicher Llanierist dasselbe gemacht sei. Zwar hat man die Worte 
Nach ihm gestochen: 2131033312131iätiiitaiäifiiiäliiiiisliiliä;131'312 
Deäliläiarl Bdfäüliäällsißkäänielld, im Gebete, oben den Künstlern den Auftrag ertheilt habe. Aber 
ie reieiiii ei   tarbild in      
Guiliaiio in läoin.) gosephus Ageffdls Igdiilfftiä: 336ml iiäch eme Solche Koymlsflon 1m iiltiir-i 
deL Frau c_ vm am ena m gn FOL um u erhaupt nachweisbar Ware, wofur in- 
s. B. de Domiiiici, Vite dei pitt. etc. nap. Na- desseil alle Analqglen,fchien' so hesse sich W01 
Poli 1g4()_45_ in 39g begreifen, dass sie mit Künstlern über Herstel- 
i lung öffentlicher Monumente , wie Triumph- 
Agenois. A. C omte d'Ageiiois, 18. Jahrh. bügem Ehreristatuen u" a" unterlifndelte" wie 
Von ihm zwei Liebhaber-Radirungen: äglefrllsgätäggngnanilähmäh 9155 6m yerlf wie 
1 Landschaft mitRi ,   , V1 en ezie ungen ie eigen- 
iumen: inuente 65133;;- igläsjfljgääginäiilsnäj thiimlichste Aufgabe, die sich je plastische 
1730411, (in Foi Kunstler gesetzt haben, auf Bestellung einer 
2) Landschaft mit einer Marketenderin bei einer bureaukratischen Kommission entstanden Sei? 
Kapaun Links unten im Rande , A_ diAgenois Wenn ferner die Künstler zur Zeit des Titus und 
fecit. kl. qu. 4. also auch des Plinius selbst gearbeitet hätten, 
s. L e B] anc, Manual. würden da ihre Namen fast im Moment der Ent- 
 W. Schmidt. stehung ihres Werkes schon wieder halb in Ver- 
Agesandrog. Ag-esnndros) Poiydoros u_ gessenheit gerathen sein können? Plinius' Be- 
Athenodoros von Rhodiis, die Künstler dei- merkung über ihren geringen Ruhm kann doch 
Laokoonsgruppe. Leider sind die Nachrichten nur den Sinn haben, dass mit der Zeit die Namen 
der Alten über dieselben sehr ungenügenir 0b dem Gedächtniss der Menge entsehwunden und 
ein durch schöne Frauenbüdnisse aus Piinius nur der geringeren Zahl der Kenner und For- 
(XXXYI, 86) bekannter Athenodoros dei-Rhodier Scher bekannt geblieben WareIL 
iiviiileiiäääieäel: Eilästler, Schüler des Polyklet  Eben so wiehtigwie die Worte des Plinins 
Insdhriftenic iälßdenääätllllgftßntScheldßn. Einige sind abenauch die allgemeinen kunstge- 
, ienodoros, Sohn des schichtlichen Verhaltnisse. Aus der
        

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