Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1593882
118 Agazzini  Ageladas. 
 
Rom. I. 21 (ohne den Namen").  liiafiei, 
Gemm. ant. I. 6.  Stosch, Gemm. ant. 5. 
 Gori, Inscript. etc. I. t. 1,3.  Musw 
Flo r. II. 1.  Bracci, Mem. degli incisori 
I. 7.  Abdruck bei Winckelmann, 
Gab. de Stoseh IV. 189. 
s. Brunn, Gesell. d. gr. Kstl. II. 470. 
H. B-runn. 
Agßzzini. G. Agazzini, Maler in Modena, 
18. Jahrhä? 
Nach seiner Zeichnung gestochen: 
Das Bild des hl. Rochus, im Dom zu Mirandola, 
von Ignazio Sarti. 
s. Campari, Artisti Estensi. Modena 1855. 
Ein Giulio Agazzani, dessen Gualandi 
in den Memorie Originali Italiane etc. S. I. p. S5 
gedenkt, ist vielleicht derselbe Meister. Gua- 
landi sah von ihm 1840 bei einer Familie zu B0- 
logna eine hl. Familie, bez; DI 6101.10 AGAZZINI 
nlmnno um. CAPNO. u. las Letzteres: da. rneno 
del Capugnano (d. h. geringer als Giovannin da, 
Capug-nano). 
ä 
Age. A g e  wahrscheinlich Anfang des Na- 
mens eines Miinzstempelschneiders auf einer 
Münze von Terina in Unteritalien. 
Abbildung bei: R. Rochette, UraveursN 
des monn. grecs. III. 29. 
H. Brunn. 
Agejew. Drei russ. Heiligenbildmaler dieses 
Namens. 
Ljubim Agej ew betheiligte sich an der in- 
neren Aussehmückung derUspenski-Kathedrale 
in Moskau im J. 1644. 
Grischka und Gurka Agej ew, Heiligen- 
bildmaler in Wologda, wurden im J. 1660 nach 
Moskau gesandt, um für dieKathedrale des Erz- 
engels Michael zu malen. 
s. P a n n n c li in , ncr. pyccn. llll-ZOJPI: nnouou. um 
aan. Hain. apxeon. 06111. (Rawinski, Gesch. 
 der r. Schulen der Heiligenbildln. in den Mcm. 
der Kais. Arehäol. Ges.) 1856. VIII, 127. 
Ed. Dobbert. 
Ageladas. Ageladas, der berühmteste Erz- 
bildner der älteren Schule von Arges, muss als 
Zeitgenosse des Kanachos, Aristokles und Ona- 
tas und als Lehrer des Myron , Phidias und Po- 
lyklet, von denen der letztere noch nach Ol. 
89, 2 (423 v. Ohr.) am Leben war, zwischen 01.70 
und 80 (500-460 v. Ohr.) thätig gewesen sein. 
Von dieser zwar allgemeinen, aber sicheren 
Grundlage ist daher bei der Beurtheilung der 
specielleren Angaben auszugehen, die zu viel- 
fachen Erörterungen Anlass gegeben haben, in- 
dem sie das Leben des Künstlers über die natür- 
lichen Grenzen auszudehnen scheinen. Auf eine 
frühere Zeit wiesen" zunächst einige olympische 
Siegerstatuen hin. Werke des Ageladas waren 
nämlich die Statuen des Anochos, der Ol. 65 im 
Stadium (und ausserdem im Doppellauf, Pans. 
VI, 14, 11) siegte; des Klcosthenes mit seinem 
Viergespanne, der 01. 66 im Wagenrennen siegte 
(VI, 10, 6); des Timasitheos, der im Pankration, 
zweimal in Olympia, dreimal in Delphi gesiegt 
hatte, Ol. 68, 2 aber von den Athenern hinge- 
richtet wurde (VI, 8, 6; vgl. Herod. V, 70sq.). 
Es ist aber nachgewiesen, dass namentlich in 
diesen früheren Zeiten und nachdem überhaupt 
erst wenige Olympiaden vorher die ersten Sie- 
 gerstatuen aufgestellt worden waren, ihre Wei-- 
hung keineswegs nothwendig bald nach dem 
Siege erfolgen musste; wir sind also nicht zu der 
Annahme gezwungen, dass die Thätigkeit des 
Ageladas bereits Ol. 65 begonnen habe. 
Auf der anderen Seite ist es ein offenbarer 
Irrthum, wenn Plinius in einer überhaupt sehr 
verwirrten chronologischen Aufzählung (XXXIV, 
49) ihn in die 87. Ol. setzt, in der sein Schüler 
Phidias als bejahrter Mann starb. Allerdings 
wird auch die Weihung einer Statue des Hera- 
kles im attischen Demos Melite von der Hand 
des Ageladas mit der athenischen Pest im An- 
fange des peloponnesischen Krieges in Verbin- 
dung gesetzt (Schol. Arist. rau. 504, Tzetz. 
Chil. VIII, 325). Aber auch hier lässt sich nach- 
weisen, dass gerade die athenische Pest als die 
bekannteste zu mehrfachen Verwechselungen 
mit andern Seuchen Anlass gegeben hat. S0- 
naeh erscheint unter den uns bekannten Werken 
als das späteste ein Bild des Zeus Ithomaeos 
(Pans. IV, 33, 2), welches Ageladas ursprüng- 
lich für die nach Naupaktos übergesiedelten 
Messenier gemacht hatte, d. h. bald nach Ol. 79, 
3 (nicht 81, 2; vgl. Krüger, hist. philol. Studien, 
s. 156). 
Ueber seine Werke erfahren wir ausser den 
schon angeführten Notizen wenig. Der zuletzt 
angeführte Zeus war wahrscheinlich als Kind 
oder Knabe gebildet, ebenso wie ein zweiter, 
der sich nebst einem jugendlichen Herakles in 
Aegion befand (Pans. VII, 24, 4; vgl. Brunn, 
Gesch. d. gr. K. I. 73; Overbeck, Rhein. Mus. 
N. F. XXII, 123). Eine Muse, die mit zwei an- 
dern des Kanachos und Aristokles aufgestellt 
iwar, trug das Barbiton (Anthol. gr. II, 15, 35). 
lAusserdem erwähnt Pausanias (X, 10, 6) nur 
 ganz kurz ein Weihgeschenk der Tarentiner in 
 Delphi : eherne Reiter und kriegsgefangene mes- 
sapische Frauen, wahrscheinlich auf die bald 
nach den Perserkriegen stattfindenden Kämpfe 
der Tarentiner mit den benachbarten barbari- 
schen Stämmen bezüglich (vgl. unter Onatas)  
Dass Ageladas zu den bedeutendsten Kiinst- 
lern seiner Zeit gehörte, dürfen wir allerdings 
daraus schliessen, dass von keinem seiner Zeit- 
genossen, etwa Onatas ausgenommen, so viele 
'Werke angeführt Werden, wie von ihm. Ueber 
das besondere Verdienst derselben wird aber gar 
nichts berichtet; und wir vermögen also nicht 
positiv nachzuweisen, welche Eigenschaften ge- 
rade ihn vor Andern befähigten, der Lehrer des 
Myron, Phidias und Polyklet zu werden: der
        

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