Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1593836
 Pietro 39.010 Agabitcl 
 Pietro Paolo Agabito  Veit Agabito. 113 
 
Zwei seiner Bilder, von 1511 und 1518, befinden rothen Muschel abgeschlossen ist, sitzt die Jung" 
sich nach Ricci noch in der Kirche S. Maria del frau, das Ohristuskindliebevollan sich drückend, 
Piano zu Sassoferrato. Das erstere stellt die Johannes der Täufer und der hl. Antonius zu 
thronende Jungfrau dar zwischen der hl. Katha- beiden Seiten, beide mit sprechender Bewegung 
Pina und Johannes dem Täufer, und in der Pre- dem Besehauer zugewendet. Der Letztere hält 
deiie Sceneii aus der Leidensäesßiiißiltß Christi; mit der Linken ein grosses rothes Buch und einen 
an dem Bilde sei mehr der Reiz des Kolorits zu Lilienzweig, die Rechte legt er an sein Herz. 
rühmen: iiis Zeicnnnng und Kbinbosiiinn- Nil" Den Hintergrund bildet eineisehr reiche Land- 
mentlich in der Färbung und in der aninuthigen Schaft ein Hügelkmnz mit Wasser, Gebäuden 
Bewegung des Cliristusknabeii findet Ricei Ver- u_ S_  W01 der dortigen Gegend entnolnmefL 
hvgindtichaift mit Crivelli. Das Bild von 1518 ist Ganz vhrh rechts ist eine abgebrochene mthe 
zew "ie i PETRUS PAUPUS AGABITI Pi Sfixo" ilvlarmortafel mit; vI-IOG OPÜ F. F. IOVANNES BA- 
FEiRRATO ivmxviii. Von einem andern bilde in der TISTA FRANCIOLINS_ M_ D_ XXVHI((; also deiName 
ä" Aghoiitnälo z; äassloferäatofiäilitsdem ä?" des Bestellers. Auf dem unteren Marinorboden 
 , w rin er xuns er e en a s asso     
rato als sein Vaterland genannt hat, berichtet äiisiiifälifogieifelgäiileziziä ääpäiiihähii gifälgf 112g: 
Lanzi. Ricci erwähnt weiter noch ein Altarge- Sehen. ihm Himmel zu beiden Seiten schwere 
inälde in S. Fortunato daselbst, das besonders Wolkgnmassen Die unten angefügte Predelle 
iiemerlfenswptiih isfi duijcii  Daiinteiriungfiei eiithiillt vier Abtheilungen: 1) Der hl. Hierony- 
btadt bassoieiiato im Hinteigiunde, nach einei mus m der Wüste lesend auf einer Feisenbank 
     an   
1521 vollendet. Endiiicli iinidet sich noch zu Sas- ä) äuagonälaffijmi Josäpä da? Kiiäld am ätäge gi- 
soferrato ein Altarbild voniJ.1522 in (lcrKirche Ae gut ' an Z.We Ongä so w? 5315 i b ie 
S. Francesco di Corinaldo und eines in S. Croce Jn ehmig -ert Onhgeä-v i; fänengni er iI-le an 
vom J_ 1524) ein h]. Benedikt, der mit seinem osßP  iiiee uns blG  ei en nteren erner 
Mantel Viele Mönche bedeckt. Letzteres ist Wie_ stehen, 4) Der hl. e astian und der hl. Rochus, 
der mit dem vollen Namen des Künstiers und der der Erstere an einen Baum gebunden, der Letztere 
Jahrzahl sowie mit dem Namen des Donators sitzend lind seine Bfiuläbetraiihteiiii" Der Stil 
des Mönches Hiemnyihhs, bezeichnet ' dieses Bildes von78 Hohe zeigt eigelMischuiig 
A. blieb bei seiner Darstellungsweise, die noch Eiiniilizäiingil Ifgliiigjdiiäg vgä 322i; auliliägiiijiäti: 
Manches von der Gebundenheit der älterenKunst Ni-Ih uhegehen namentiicä Hände und, Füsge von 
hat, auch als er seinen Wohnsitz in Ma s saccio s ihisachei. Zeichnung. Die Piedeiie aber ist iie_ 
genommen. Er hatte sich dort zuerst diirchSta- hihswiirdig von iyisehem und glänzendem K0- 
äien in Thon, die er nach 1516 für das sogcn. iorii i 
onveiito delf Eremita -ef i-ti        
macht. Doch ist von däraiitigäni  äis  NO-Ch ist-m einem Oratoräum äfbexkgi E1110- 
Meisters insbesondere der Altar hervorzuheben rian m Jesl von der Halid esse an  uns! ers 
den er 1513 für die Kapuzinerkirche von Areal ein lebcnsgi-oßsßr hl. Hieronymus mit Lowe, 
via (Diözes Sinigaglia) ausgeführt hat. Derselbe Fliosclb Schlinge undi aneflei Neiiendmgiini den 
durch Kompositphaster in dreimsehen geweht: gintergrundbhldet eine lelsenhqhle. Mit dein 
zeigtin derniittleren die Jungfraumitdem Kinde, amen bezew neu aber unleser ich 
zu den Seiten den hl. Hieronymus und Johannes Rißßi berichtet auch , dass A- Ambiieki 86' 
den Täufer und in der Predelle zwischen Ara- n'est-m; nach SeinerZeichnung sollen die Loggien 
besken und Fruchtgehängen Scenen aus dein Le- im Hofe (ies eiieiniiis den SaPOYiÜ ßilgßiiöifigiin 
ben des hl. Abts Antonius. Das Werk, in glasir" Halls-es geballt Sein, WOVOII illdesß gegeilwiiiiig 
ter Terrakotta wie die Arbeiten Lucafs della Iillr ilüßb einige Engen Vorhanden Sind- DerBiiu 
Robbia, kommt denselben sehr nahe, und fast ist, Wie RiCCi bemßikt, im Siiiiß der besten M91" 
scheint es, wie wenn sich der Künstler auf solche Sie? jener Zeit (Renaissance)- 
Plastik in Thon besser verstanden hätte, als auf S_ Mai-Ch, Ami Ricci, Memorie stoi-iche etc. Ma- 
ilie liialerei. cerata 1334. ii. 19. 136438.  Franc. Me- 
Doch widmete er sich dieser Kunst vorzugs- llißllßßi, Sioiiik iiegiifiiienci. del Masaccio di 
weise seit seiner Uebersiedelung nach Massaccio. Jesi in: Qoinccfi Ömlfihuä Pwfme" 1.x Nil 
  L anzi Stona pittorica etc. Ld. quiiita, Fi- 
Iii seineniletzten Jahren malte er dort nainent- tanze 183 41 n. 35h  Vincenzo Laz Hi, 
hch für die Kirche Lind das Kloster delliEremita' Notizia delle opere d'arte e düintichitä della Rac- 
Ausserdem eines seiner Hauptbilder bezeichnet: 00m 0mm di Vgnezia. 8. (18.59.) p. 43. 
peti-us pauiuf O. Mündler u. J. Meyer, 
ßssbitv pilit Agabito. Veit (Vitto) Agabito oder Aga  
das sich heute noch am Hochaltar der Kirche der piiiß, Maler, 3'118 istrißll oder Dalmatien gebür- 
PadriRiformathausserlialbJeshbefindet.Ineiner tig, lebte 11m i731_1740- In der Galerie des 
reichen Marmorblende, die oben von einer grossen Kardinals Fesch befand sich von ihm ein Gemälde, 
Meyer, Kiliistlcr-Lexikon. I. 15 
ä
        

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