Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1593787
108 Hans Aesslinger  Aätion, 
 
bis in's Kleinste gehende Nachbildung des Stiehes Haus vnd Furstenthums obern viid Nidei-n baii-n. 
bewundcrnsiverth, sondern mehr noch die Voll- 1111111611611 1516- F01- 
endung der Formen, welche in der Beherrschung S- 1111811111 114911111511111111131811 11- N11 1111- 
des spröden Stoffs den Meister bekundet. Die l M611"- 
Säuine der Gewandungen, die Haare, die Flügel Aethelwolil. Aeth elwold, Abt des Klosters 
der Genien, die Federn des Pfaifs und des Ad- "New Minster oder Hyde-Ahtei zu Winchester 
lers u. s. f. sind mit Gold gehöht; ebenso Scheint uin 950, legte nicht nur einen erstaunlichen Eifer 
der Grund des 'l'hicrkreises mit dein Sonnen- in der Gründung von Klöstern an den Tag, son- 
gotte diese Unterlage gehabt zu haben. Am dern beschäftigte sich auch persönlich mit Mc- 
aussersten linken Ende des Reliefs findet sich tallarbeiten. Er goss zwei Glocken, 1161119111819 
dieselbe Inschrift, wie auf dem Stiche; doch 6111 11111 31111911611 besetztes R911, W19 319111 11011 
stehen nach rechts statt der zweiten auf diesem Kirchen gebräuchlich waren, und eine silberne 
befindlichen Inschrift (Raph. Urbi. rne inven.) 1311.61 V011 (16111 Wßrthe von 300 Pfund, zu der 
hier die Zeichen: A. H. I. B. 1550 (d. h. Albrecht König lüadgar beisteuerte, und deren künstliche 
Herzog in Bayern). Form noch den Werth des Materials übertraf. 
Wie die meisten Bildhauer seiner Zeit war H.  Afchaeologfa XXEvi 22'   
Aesslinger auch liledailleur, wie sich inir aus Arm" mei 10W 11' 20' F W L-  
ganz neuerdings angestellten Forschungen erge-   71'   ngeh 
ben hat. Im bayerischen Nationalmuseuin findet Afithencus Aethencus War" 1m 10' oder 
sich eine silberne und vergoldete Medaille des Anfang des _11'Jahrh' Maler "ndßmnch m? K10" 
Herzogs Albrecht V. in Bayern (im Mai 1862 von ster New Bhnster oder HydüAbtel z" Wmche' 
H_ Geudel. in Nürnberg. erworbeny schon dm stei' und muss sich einigermassen hervorgethan 
Technik, sowie das sehr lebensvolle Gesicht des "am: "m dasmoäter Verdient 3011130111" 113139111 d? 
Herzogs und die trefiiiehe Modellirung- lassen auf der "n Art 4915111115 erwähnte Kfüender 1m Mm, 
unseren Meister schliesseii. Allein dass die XIII kaL seinen Todestag Verzemhnet- 
Denkmünze Sichel. von diesem bewährt, bekmk  J oh ll (i age in der Archaeologia XXIV, 41. 
det das mit dem obigen ganz übereinstimmende F," W" Ungm 
Monogramm am Rande des Bfllstbildcs; 15 1-5 54_ Actherius. A e tli eriiis, Architekt unter Kai- 
Die Inschrift auf dem Avers lautet; ALBERTUS S111 1111151351115 (11111 51111 11- C1111), 1111 (1611 61'111 
00m. PAL: RHE. UTRI: BAVA. DUX; der Revers dessen Palast einen wegen seines Glanzes hoch- 
zeigt das bayerische Wappen, um dasselbe ist äel31'1e156111111 51121113311, Xllixri genannt, ausfiihrte; 
das goldene Vliess geschlungen, über dem Wap- 3111111114 11113100131 In, P- 135- 11- 15; (311111611111 
penschilde auf dem geschlossenen Helme der 1, 56361301111-Dajedoßhanderwärtsdlechildke 
bayerische Löwe als Hglmzieh Umschrift, SL als ein älterer Bau erwähnt wird, so vermuthet 
DEUS. xomsev. M. QUIS. CONTRA. NOS.  Bol- 11111111113 11111131101 XI- 25111, 111155 das E111- 
zenthal gedenkt in seinen Skizzen am des M01- gramni sich vielmehr auf das grosse Trikliniuni 
Stern nichln 81' Blülägllüillg" beziehe, welches von Suidas 
Nicht sowol dem Hans Aesslinger selber als 11" 14V"? "(G109 im auf Bau aus der Zelt des 
einem seiner Schüler dürfte das ebenfalls im Anastaslus aflgefnlift W13"- 
Nationallmuseun, befindliche (3, 1„ breite und s. Voelkci Ai-(vhaol. hat-blass herausg. von O. 
2 ' hohe) Relief in Solenhofer Stein, welches die binnen 11' m2 H B 
Disputa Rafaefs darstellt, zugeschrieben wcr-           
dem Es kommt jenem ersten Relief Weder in .Aetion.Aetion,ionischEetion,nichthchion, 
der stilvollen Einfachheit der Darstellung noch wie er m Cmem n'en? unsfgfiel. Nachrmhtefl am 
in der feinen Durclibilrlung der Formen gleich. Grund Schlechter Handschnften  
 Bezeichnend sind beide Werke für die Blüte   m 6mm üuch- 
der Kunst unter Albrecht V. in München. mgen Llwahnuugbbel Phmus  501 vor; it's 
J_ A_ Kuhnu Maler dagegen wird er von Cicero (Brut. 1b; 
   Parad. 5, 2), Pliniiis (35, 50) und Lucian (de 
AesslingenlIlrichAesslinger oderlfäßßt- merc. eond. 42; imagg. 7) in einer Reihe mit den 
111181313 111111191191191 11131191 111 111111 Meistern der vollendetsten Kunst, einem Apel- 
 911315911 1166911111111 de? 111- _'_J"1111'11- les, Protogenes u. a. genannt. Seine Zeit wird 
 1719110191111 fwr S01"? emes altere" noch sicherer als durch eine Angabe des Plinius, 
 111311118  11111111011 der ihn in die 10T. Olympiade (c. 350i setzt, da- 
elnfml Ladzettel V0" 1500 a" der 5111320 11911111- durch bestimmt, dass er die 328 v. Chr. vollzo- 
geisltei- der Lukas-zunftstand, ä1111  Fr gene Vermählung des Alexander mit der Rho- 
1111" ßlfms Hans Aesshngel-  m11 ß 11164111 xane malte. Plinius führt als seine _Werke an 
eizoglichen Hof Wappen und Bildnisse in _c  einen Bacchus, so wie Bilder der Tragödie und 
Das Monogramm besteht wohl aus VAE; Cf 1111" Komödie, wahrscheinlich Seitenstiicke. Ausser- 
flct Sich unter dem bayß11SC11e11 WÄDPCU 11111 dem dem nennt er "Semiraniis aus einer Magd zu kö- 
ntel des Werkes: niglicher Würde emporsteigrenrl. eine Alte, 
sDie new erclerüg der lands freyhait des loblielien Fackeln vortragend und eine durch sittsaine
        

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