Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1593765
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[fPieter Aertsen 
Amsterdam trägt der ihm mit seinen Söhnen ge- 
meinschaftliche Grabstein die Inschrift: 
Den konstigen Schilder Lange Pier 
Met bey zyn zoonen leggexi hier. 
Sein Bildniss: 
1]  halbe Figur, gest. von H. Hondi us für 
seine Porträtsammlung. Petrus Petri Lon- 
gus Amstelr. Pictor. 4. 
2)  gest. von J. Ladmiral in: K. van Man- 
der, Het leven der Schilders etc. Amsterdam I T64. 
8. Tafel U. N0. 3. 
7M Aertsz. 
Amsterdam trägt der ihm mit seinen Söhnen ge- von Kärnthen , natürlichen Sohnes des Kaisers 
meinschaftliche Grabstein die Inschrift: Ludwig 11., und seiner Gemahlin Itta (am rech- 
Den konstigen Schilder Lange Pier ten Flügel). Er hat auch Bildnissbüsten gefer- 
Met beY ZY" 10011611 1858611 llier- tigt und vollendet gegenwärtig ein grosses mar- 
Seirl BildniSSI mornes Denkmal für die Familie Van de Wiele, 
1]  halbe F181", gest- V0" H- Hßlldills für mitBasreliefs und Statuetten, das auf dem lrlried- 
56m0 Porträtswmlung" Petrus Pem 110"" hofc von Courtrai aufgestellt werden soll. 
gus Amsteg. äicäcmfI. l  K M auch Pincha,.l_ 
 Aue- Rrkrt"   Rek- 
8. Tafel U. No. 3. metter-Stelten (mit der Stelze), Maler, geb. zu 
 Wyk aan Zee in Nordhollanrl 1482, Sohn eines 
Nach Ihm gestochen: Fischers, wurde in seiner Jugend nach Haarlem 
1-5) Folge vouH 5 Küchenätücken mit biblischen gebracht, um von einer Blandvvunde am Bein 
Scenen im intergrun e. Lan e ier inxit.    .   
J.   et    B.  
löä-läisköchin, Welche h-ische siedet musste sich daher eines hölzernen, Beines be- 
g) Die Köchin beim GeüügeL dienen, woher sein Name. Wahrend seiner un- 
3) Der-Kraut- u_ Gemüsemarkt mit den) Kaum, freiwilligen Musse oft am Feuer sitzend, begann 
4:) Fruchtmarkt mit dem Bauer, welcher einen er Lust zur Malerei zu spüren. Da 81' auf (1611 
 Hahn hält. 1603. Herd und die weissc Schornsteinmauer zeichnete, 
5) Frau in derKüche bei einem lllanne sitzend, frag. man ihn, Ob er (las Malen lernen Wollt, Auf 
"Welcher den 891653 (hebt sein Begehren brachte man ihn zu dem Haarle- 
6] Der sitzende Bauer am Kamin, mitZilbercitung mer Meister Jan Mosmrt , WO er grossen Fleiss 
  gfcääfrlftslculgthlgältelgrunde lmks bewies.  schilderte auf den Flügeln des Altars 
s. K. van Mander, Het Lcven der Schilders etc. de). Sacktmgggligllde im Ilaarlemk dessen Inne)? 
151g FOL 1521,  Descamps, L8 vic des seite schon lruher von dem Lehrer Mostart s, 
Peintres flamands etc, 1. 108.  Rathggb er, Meister Jacob, gemalt werden, Scenen aus dem 
Annalen etc. II. 269.  Vasari, ed. Lemon- Leben des ErzvatersJoseph. Viele seiner Werke 
hier, XIII. 153. kamen nach Friesland, nicht wenige gingen auch 
Mit Benutzung handschriftlicher Notizen von G. F. zu Grundc,so dass van Mander keineweiternach- 
Warmen, 9- Mündl" und T- van Wßßifhßmß- weisenkonnte. Später liess er sich in Antwerpen 
J- M931"- nieder, wo er 1520 in die Schilderkammerude Vio- 
Aertsen. Piete r de j 011g G, Ain't, Dirk liere bloemn unter der Devise: vWt jonsten ver- 
Aertßen, die Söhne, 11m1 Gßßrt A911?! 011, saemtn aufgenommen wurde. Hiermalte er sei- 
der Enkel des Pieter ACITSCII, S- Pißterßz- ner Ruhe halber bloss das Nackte in die Werke 
Aertsens. Hendrik Aertsen s s. Hendrik fllgleälnKälrsiägäsmtägrdägwägägägegeääzg:' 
Ans" strich er die Farbe so dick auf die Leinwand: 
Aertssens. Egide Emile Aertssens, dass sie öfter abgeschabt werden musste. Es 
Bildhauer, Sohn des Franceis A. und der Marie machte ihm Gram, dass er keinen Zuspruch mehr 
Therese Van Beneden, geb. zu Etterbeck bei hatte. Keines seiner Kinder bestimmte er zur 
Brüssel den 30. März 1833. Er machte seine Stu- Kunst. Karel van lllander versichert. dass er ein 
dien an der Akademie daselbst und wurde dann guter Meister geworden sei. -l- gegen Mai 1577 in 
Schüler von Guillaume Geefs und P. Puyen- hohemAlter u. beinahe erblindet. Fr.Fl0ris, sein 
broeck. 1852 ging er nachParis und trat dort in Freund, hat den Meister als hl. Lukas, die Maria 
das Atelier des belgischen Künstlers B. Frison malend, abgebildet, und hinter ihm sich selber 
ein. 1857 schickte er dann auf die Briisseler Aus- als Farbenreiber mit aufgeschürzten Aermeln 
stellung sein erstes Werk (in Gips), ein junges (das Bild im MLISGIUII zu Antwerpen, N0. 163). 
Mädchen mit der Bezeichnung: Frühlingsblume. Durch ein senderbares Missverständniss hat 
1860 kehrte er nach Belgienzurück. Von ihm man den holländischen Maler zu einem zweiten 
sind die Skulpturen an der neuen H1. Kreuzkirche lllaturino u. Polidoro da Caravaggio machen wol- 
zu Ixelles bei Brüssel: das Tympanon der Ein- len u. behauptet, dass er hauptsächlich die Friese 
gangsthüre (mit einem segnenden Engel) und die der Hänser bemalt habe. Dieser Irrthum schreibt 
Verkündigung, grosse Gruppe in einer Nische sich daher, dass Descamps die Angabe van 
über dem Altar der Jungfrau; ferner in der Mandefs: nVeel van Ryckens wercken zyn ge- 
Kirche des Dames de Berlaymont zu Brüssel ein weest in Vrieslandtc in vLa plus grande partie 
grosses Basrelief in Stein in einem Giebel von de ses ouvragcs etoient en friseu verkehrte. 
mehr als 15 Meter Breite, die unbefleckte Em- Irgendwie beglaubigte Werke von ihm hat man 
piängniss. A. hat auch zur Ausstattung der nicht aufgefunden, darum ist auch das ihm zu- 
Fagade des Stadthauses vonBrüssel mitgewirkt; geschriebene Bild der Weyefschen Sammlung zu 
von seiner Hand sind die steinernen Bildwerke Köln mit der Anbetung der Könige ganz will- 
desKarlomamSohnes desKarlMartelLdesArnold kürlich auf seinen Namen getauft. Uebrigens
        

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