Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Aa - Andreani
Person:
Meyer, Julius
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1592257
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1593509
Göran Josuae Adelcrantz 
Garl Fredrik Adelcrantz. 
Jahre lang Abt zu St: Trond gewesen, WO 61' phiskt Lexikon.  Biogr. Lexikon, Ny 
auch erzogen worden. A. zeigte viel Eifer, die följd-    
Baulichkeiten seines Klosters zu erweitern und Ewhlm"  Dlmmhsmt- 
zu verschönern, doch war er auch sonst noch als Ca rl lilredri k Adele rantz , Architekt, geb. 
Baumeister thätig. In der Stadt St.Tr0nd grün- zu Stockholm den 3. Jan. 1716, -l- claselbst 
dete er die Liebfrauenkirche und begann mit 1. lllärz 1796. Die ungerechte Zuriieksetzung, 
derenBau imJ.1058. Zur Ausstattung derselben Welche sein Vater Göran Josuae A. als Ar- 
liess er 12 schöne Säulen aus der Gegend von chitekt erfahren, hatte diesen bewogen, sei- 
Köln kommen. Von dem ursprünglichen Bau nen Sohn für einen andern Beruf zu bestim- 
dieser Kirche ist nichts mehr erhalten; ihr Chor lncn. A. studirte einige Zeit an der Universität 
ist im 14. , das Schilf im 15. und der Thurm im Upsala; aber kaum war der Vater gestorben, als 
16. Jahrh. neu errichtet worden. der Sohn aus eigener Neigung zur Baukunst 
 Adelardus liess auch die Kirche des h. Gangolf iiberging und eine Studienreise (l 739-1 744) nach 
erbauen, ein kleines romanisches Gebäude, das Frankreich und Italien unternahm. Die Grund- 
in seiner hauptsächlichen Anlage heute noch er- lage des ersten Unterrichtes hatte er schon frii- 
halten ist Endlich liess er die Walle der Stadt her an der von C. G. Tessin neu gegründeten 
ganz von Neuem aufführen. Zeichen-Akademie empfangen. Von seiner Reise 
 s. Rodulfi geb-m am), .53 qll-uiliill bei Peru, zurückgekehrt, wurde er der eigentliche Refor- 
mon. hist. Gel-m. XII. p. 223.  D'Achery. mator der Akademie, der Vollender des Werkes 
Sllißileßlllm Ü- 552-  Em äliß David, Hl- seines Vaters und zudem der Architekt der mei- 
stoire de la Peinture an Moyen-Age. p. 112. Sten öffentlichen Bauten (Hegel. Zeit 
Jul" Heu"?- Nachdem er 1741 zum "Condueteurs (eine 
Adelcrantz. Goran Josuae Adelcrantz, untergeordnete Stelle) am Schlossbau ernannt 
A1'chitekt,geb. zuStockholm  werden war, wurde er 1750 Hofintendant und 
 ausserdem unter Adolf Friedrichs Regierung 
Törnqvist; den Namen Adelcrantz erhielt er, als mit verschiedenen Hofämtern bekleidet. Als 
er geadelt wurde. Sehr friih begann er seine ar- Oberintendant des Bauwesens, wozu er 1757 
chitektonischen Studien unter dem trefflichen bestellt wurde, hatte er den grösstcn Ein- 
Baumeister des k. Schlosses in Stvvkhollll, Ni- iluss auf die Ausbildung der schwedischen 
00618111118 TESSiII Ü- j- Ntbßllßlßlü Karl XII. (1611 Baukunst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrh., 
Thron bestiegen, wurde A. 1704 Leiter des wie sich überhaupt seine Wirksamkeit auf die 
Schlossbaues. Noch in demselben J. trat er eine gesammte Vaterländische Kunst erstreckte. Noch 
dreijährige Reise durch Deutschland, Frankreich zweimal besuchte er Frankreich, 1750, um fran- 
nnd Italien an; einige Zeit hielt er sich am Hofe zösische und italienische Künstler für die Ein- 
Ludwigs XIV. auf, wo seine Fähigkeiten allge- richtung und Dekoration des Schlosses zu ge- 
meine Anerkennung fanden. Zuriickberufen, um Winnen, und 1753, um sich Modelle für des- 
Tessin im Schlossbau beizustehen, wurde ernoch S611 innere Einrichtung zu verschaffen- 1766 
1707 Hofarchitekt. Aber der Krieg mit Russland WUTÜC 91' in den Fföihefnlßtilild erhoben, 
hatte Vgfßpst die Einstellung (leg Sghlggsbaugg 1769 mit dem Komlnaudeurkreuz des Nordstern- 
zur Folge. Man gab Törnqvist eine Anstellung ordens ausgezeichnet, was damals eine grosse 
als Aufseher der Schlösser Drottniilghohn und Bedeutung hatte. 
Ulriksdal 1712 und machte ihn 1715vzum Stadt- Was seine bauliche Wirksamkeit anlangt, so 
archltekten in Stockholm. 1727 legte er seine hat er zunächst das k. Schloss zu Stockholm 
Aömtef Illedßf- nach Nie. 'I'essin's d. j. von ihm zum Theil ver- 
A. hat die Wiederherstellung (llerKatharlnen- änderten Zeichnungen vollendet; es ist unter 
klrche Vgnstockhghnllach demBl-anfle v0n1723, seiner Leitung zu einem der schönsten Bauten 
sowie die Vollendung der Hedwig-Eleonora- des 18. Jahrh. geworden. 1768-1774 erbaute er 
Kirche nach dem ursprünglichen Plan Jean de dann llllllThßll unter Sehr ungünstigen Verhält" 
la Valleds von 1730-37 geleitet; Doch hat die nissen, da oft die Mittel nicht ausreichten und 
letztere ihre Kuppel erst im J. 1867 erhalten, Adolf Friedrich in das Bauwesen sich einzu- 
wobei die Pläne de 1a Vallee's und Afs im We- mischen liebte, die Adolf- Friedrichs-Kirche zu 
sentlichen benutzt wurden.  A. war auch Poet; Stockholm, eine der schönsten der Hauptstadt. 
es sind Reden und kleine Gedichte von ihm ge- Denn A. wusste sich immer von den Geschmack- 
dmckl; wofdellt  losigkeiten der Barockzeit freizuhalten. Nach 
Sein Bildniss, von Lorenz Pasch d. A. gem, dem Tode Adolf Friedrichs erweiterteAdelcrantz 
befindet sich in der Sammlung des H. C. Eich- fürdiß Kölllgllkwltlve, Lllisß Ulfika, 11118 30111088 
hom zu Stockhohm Niklas Kader hat eine ein- Friedrichshof. Auch Gustav III. wandte ihm 
geitige Medaille auf ihn schlagen MSSQIL seine Gunst zu und übertrug ihm den Bau des 
s; Gahm Pehrsson, Konstnärssamlingar(Hand- neuelhopelnllaußßß ifm Gusta-V"Adolfs"platze, 
Schrift in der Uni, BibL zu Upsala)  1782 eingeweiht. Leider aber bestand der König 
Rüdlirlg, I llor stäende Stockholm (Stockholm daraui, dass das Gebäude eine Menge Neben- 
in seiner Bliithe), Suppl. p. 613.  Biogra- zwecke erfüllen sollte; und S0 ist hier, indem
        

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