Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1590497
3419-3424. 
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sein eigentliches Feld war. Bartsch hat IX. pag. 551 sein Werk be- 
schrieben, doch verlangt das Verzeichniss manche Nachträge. 
Dieser Künstler bediente sich verschiedener Zeichen, welche an 
den betreffenden Stellen zu suchen sind.  
Das erste Zeichen findet man auf einem Blatte mit dem Wappen 
des Christoph Schmaz, welches einen Arm mit dem Scepter auf dem 
Helme zeigt. Oben auf einer Bandrolle steht die Jahrzahl 1570 und 
links unten ist das Zeichen. H. 2 Z. 7 L. Br. l Z. 9 L. 
Das zweite Zeichen bedeutet P. Weinerus Wüzmdinus Fecit, und 
findet sich auf dem Bildnisse des Herzogs Wilhelm von Bayern. Das 
geharnischte Brustbild in Oval ist in einer oben mit den Figuren der 
Gerechtigkeit und Wahrheit nnd mit Früchten und Blumenbüscheln 
gezierten viereckigen Einfassung angebracht. Unten auf der Schrift- 
tafel: Si pietas  gvbernans. 1581. Links und rechts obige Zeichen. 
H. 20 Z. 5 L. Br. 14 Z. 9 L. Höhe der Platte 20 Z. 7 L. 
3419- Unbekannter Kupferstecher. Brulliot I. Nr. 3087 sah- das 
f) Zeichen auf einem kleinen Blatt, welches die Himmelfahrt der 
W hl. Jungfrau darstellt. Unten rechts ist das Grab, links zwei 
Engel und zwei Cherubinl. H. 2 Z. 5 L. Br. 1 Z. 10 L. Mittel- 
mässige Arbeit. ' 
3429- Willem de Passe, Zeichner und Kupferstecher, geb. in 
Utrecht 1590, ein jüngerer Bruder des Crispin. Er hat eine 
w grosse Anzahl Portraits hinterlassen und scheint die meiste 
Zeit seines Lebens in London zugebracht zu haben, wo seine 
Arbeiten sehr in Aufnahme waren. Das Zeichen kommt auf Portraits 
vor, unter andern auf dem des Robert Dndley, Graf von Leycester. 
Kleines Oval.  
3421. Pieter van der Willigen, Stilllebenmaler, geb. um 1607 
in Bergen op Zoom, ein geschätzter Künstler, hatte aber 
W die Eigenthümlichkeit, in fast allen seinen Bildern durch 
 Embleme des Todes auf die Nichtigkeit und Vergänglichkeit 
des Irdischen anzuspielexi. Sein Todesjahr ist nicht bekannt. Das 
Zeichen wird auf Bildern seiner Hand gefunden.  
3422- Philipp Wouwerman. Nach einer Notiz Dr. Nagleüs soll 
das Zeichen auf einem kleinen Bilde dieses Meisters mit einem 
W Reiterkampfe vorkommen, Nagler hat aber nicht angegeben, 
wo sich das Bild befindet. 
3423- Pieter Wouwerman, Maler, geb. zu Haarlem 1625, gest. 
daselbst 1683. Er war Schüler und Nachahmer 
seines Bruders Philipp. Man findet das gegebene 
J Zeichen auf einem Bilde in der Augsburger Gallerie: 
' ' unter einem Thorbogen wird ein Offizier, an der 
Spitze eines Bagagezuges reitend, von einer Zigeunerfarnilie angesprochen. 
Das Bild wurde früher dem Ph. Wouwerman zugeschrieben, R. Marggraff, 
der neuerdings einen treiilichen Catalog der Augsburger Gallerie ver- 
fasst hat, hält es aber für einen Pieter Wouwerman. 
3424. Peter Alexander Wagner, Bildhauer, geb. zu Theres in 
Franken 1'730, gest. in Würzburg 1809. Er ist der 
ß W Vater des bekannten J. M. v. Wagner. Er bezeichnete 
 mehrere Arbeiten seiner Hand mit dem vorstehenden 
Zeichen, unter andern zwei Basreliefs mythologischen Inhalts, welche 
sich früher im Cabinet Heinlein zu Nürnberg befanden.
        

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