Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1590443
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Nr. 3396-3399. 
nur die Köpfe sichtbar sind. Er zeigt zwei geworfene Würfel einem 
andern links stehenden Manne; ein dritter, vom Bücken gesehen, 
steht rechts. Unten links das Zeichen. Rundes Blatt. Durchmesser 
   
3396- Pieter van Lint, Historienmaler von Antwerpen, über den 
wir bereits unter Nr. 3393 gehandelt haben, 
PVL P L hat auch mehrere Portraits und historische 
1 Än Gemälde sowie Handzeichnungen mit diesen 
Initialen bezeichnet. 
3397. Unbekannter Formschneider, welcher für die deutsche 
P V M Ausgabe des Vegetius von L. Hohenwaug thätig war. 
'   Das Werk erlebte mehrere Ausgaben, die beiden ersten 
erschienen zu Ulm um 1470 und später, die dritte in Erfurt bei 
Hans Knapp 1511. In dieser Ausgabe findet sich ein Ilolzschnitt mit 
der Figur eines bewaifueten Kriegers, welcher das Zeichen trägt. Q1, 
sich der Ilolzschnitt schon in den beiden früheren Ausgaben voriindet, 
können wir nicht bestimmen. Hasler hat die Holzschnitte der ersten 
Ausgabe ausführlich in seiner Buchdruckergeschichte Ulms beschrieben, 
Wiechmann-Kadow in Naumanws Archiv Jahrg. II. pag. 129 die ver- 
schiedeuen Ausgaben besprochen.  
3398- Unbekannter Formsclmeider, welcher vielleicht in Erfurt 
P V arbeitete. In der deutschen Uebersetztlng des Vegetius viel- 
Bücher von der Ritterschaft, foL, trägt ein Holzschnitt das 
M Zeichen. Diese Uehersetztmg erschien 1511 bei Hans Knapp 
in Erfurt. (Vergl. die vorhergehende Nummer.)  
3399. Paul Flint,Flynt,V1indt, Goldschmied und Kupferstecher 
P V N von Nürnberg, war um 1592-1594 thätig._ Die Lebens- 
 ' ' ' verhältnisse dieses geschickten Meisters s1nd nicht be- 
kannt. Gori, welcher ihn Paolo Flent nennt, hält ihn für den Erfinder 
des Opus mallei, d. h. der Bunzenmailier, auf welche auch J. Lntma, 
Anspruch machen will. Allein es gibt viel ältere Blätter, welche mit 
dem Hammer und Bunzen ausgeführt sind. Heinecken, Idee gpm 
pag. 494, kennt ihn unter dem Namen "Paul von Nürnberg", Würauf 
auch die Initialen P. V. IV. deuten. Brulliot II. Nr. 2353 fand die. 
selben auf Goldschmiedsarbeiten, wusste aber den Träger jener Buch- 
staben nicht zu nennen. Indessen können die genannten Initialen 
auch Paulus Vlindt Noricus bedeuten, da sich der Künstler auch 
„Vlz'ndt" schrieb. 
Wir haben im Neuen allgemeinen Künstler-Lexicon unter P. Flind 
auf diesen Meister hingewiesen, seit der Redaktion des ersten Artikels 
fanden wir aber ausführlichere Notizen über die Werke dieses Meisters. 
i) Wsirvng. Bvck. Ilirinen. Siben. Vnd. DreissichnStvck. Dvrch, 
Pavlvm. Flinten. Gemacht. Vndt. Zn. Wien. Bey. Andre. Lvning, 
Gedruckt. Vnd. Ihn. gieses. Exemplar. Verfertiget. A0. 1593. 
H. 198 mm. Br. 61 mm. 
Die schönen Blätter dieses sehr seltenen Werkes sind auf dem 
Titel ohne Zeichen.  
- 2) Dieses. büch. mit. 40. Stücken. eingetheilet. Fecit. Paulus. 
Flindt. Nizrenbergensis. Ao. 159a, Unten an der Kugel, welche der 
Adler hält, steht: Frideric. Durery. Noribergens. earcud. 
 Dieses sehr seltene Werk enthält 32 Blätter mit dem Titel, und 
auf jedem stehen die Initialen P. VJV. H. 153 mm. Br. 144 mm.
        

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