Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1590251
3296-3300. 
963 
3296- Peter Baron von Strudel, Malerr und Bildhauer von Cles 
in Tyrol gebilc et in enedig in der Schulexdes 
-P' 8'; P' SL C. Loth: gest. 1713 oder 1714. Er ging von 
Chev P S Venedig nach Wien und ward hier 1689 als 
' ' ' Hof- und Kamniermaler aufgenommen. Strudel 
war ein Künstler von Ruf und vielfach für den Hof beschäftigt. Der 
Kaiser erhob ihn zur Anerkennung seiner Leistungen und Yerdienste 
in den Adelstand. Seine Werke bestehen in Portraits und historischen 
Darstellungen, welche in Gallerien mehrfach angetroffen werden. Auc_h 
als Bildhauer zeichnete er sich aus und war als solcher für die _Drei- 
faltigkeitssäule und die Kapelle der k. k. Gruft bei den Kapuzinern 
in Wien t ätig. 
3297. Unbekannter Kupferstecher oder Goldschmied. Man 
P S findet die Buchstaben PS auf einem Blatt mit drei Mustern 
für Goldschmiede, deren äwei ungefähr; dlfi) Form dir Beschlag? 
haben, die man zuweilen unten au Fiittera en ür amensc eeren sie_  
Das Blatt dPürfte einer grösseren Folge angehören. Höhe und Breite 
1 Z. 10 L. 
3298- Unbekannter Knpfersteeher. Das Zeichen findet sich 
auf dem Titelblatt zu Respublica Helvetiorum. Lugd. Bat. 
ßf Elzevir 1627. Wenn der Stich nicht an Ort und Stelle 
' ' in Holland gefertigt ist, so könnte man auf Philipp Sadeler 
in München muthmassen, der um diese Zeit arbeitete. 
3299. Pieter Serwouter, Kupferstecher, welcher um das Jahr 
96T iömä zu ßzntwerpen blühte und vorzugsweiie 
an scha teu nach David Vinckeboons stac . 
P5 ßludl fel Unter der Abbreviatur P. Ser. kommen wir 
Z)J7ß wieder auf ihn zurück. Das erste Zeichen 
finden wir auf einer allegorischen Vorstellung 
nach Vinckeboons: ein Mann, auf einem Stein stehend, hält ein Schwert 
und Schild, letzteres mit der Opferung Isaaks, vier andere Figuren 
umgeben diese Gestalt und oben halt ein Engel Krone und Palme. 
Vorn rechts an einem Stein das Zeichen mit der Jahrzahl 1614 und 
in der Nähe C. J. Visschefs Adresse. Im Unterrand: In me quid 
rabida etc. H. 10 Z. 7 L. Br. 13 Z. 5 L. 
Die beiden andern Zeichen sieht man auf Landschaften mit Jagden, 
ebenfalls nach Vinckeboons. Sie gehören einer Folge von 8 Blättern 
an, qu. fol.  
3300. Unbekannter Zeichner oder Radirer des 16. Jahrhunderts. 
P S Die Buchstaben stehen auf einer Radirung im Geschmack des 
' A. Hirschvogel; sie stellt Simson vor, wie er das Stadtthor 
von Gaza trägt. Links ist ein grosser Baum, hinter welchem einige 
Philister erscheinen. Die Buchstaben sind am Stamm des Baumes und 
rechts an der Luft liest man: SAMSON. IUD. XV. MRXXXVIII. 
H. 12 Z. 4 L. Br. 9 Z. 11 L. 
Brulliot II. Nr. 2322i) vermuthet, dass dieses Blatt von demselben 
Monogrammisten ISP 1543 herrührt, welcher das Ornament im Werke 
des A. Hirschvogel (B. 100) verfertigt hat. Brulliot II. Nr. 1707 hat 
noch zwei so bezeichnete Ornamente beschrieben, welche nicht zur 
Kenntniss des Bartsch gelangten. Wenn der Monogrammist nicht die 
Blätter radirt hat, so dürfen wir schliessen, dass er der Zeichner 
derselben ist. 
61'
        

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