Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1590237
3285- 
3289. 
961 
mütze bekleidet. Der kunstsinnige Bürgermeister Doppelmayr in Nard- 
lingen besass eine Geburt Christi. 
3285. Unbekanntes Zeichen einer Majolica-Fabrik, deren Er- 
zeuguisse mit jenen der Manufaktur von Faenza 
Aehnlichkeit haben. Man findet verschiedene be- 
malte Gefässe, darunter Schüsseln und Teller mit 
historischen Vorstellungen nach Art der farbig ge- 
tuschten Zeichnungen, welche aber ziemlich stark 
manierirt sind, so dass wir Fabrikate dieser Art 
nicht in's 16. Jahrhundert setzen möchten. Wenn das gegebene Zeichen 
"45" zu lesen wäre, dann müssten sie um 1545 beschaift seyn, gleich- 
zeitig mit den Fayence-Arbeiten in Faenza seyn, da auf solchen Gefässen 
die Jahrzahlen 1543-1545 vorkommen. Die italienischen Fayencen 
sind aber viel besser in der Zeichnung. Obiges Zeichen findet man 
auf der Rückseite eines grossen Tellers, in dessen oberen runden 
Fläche eine biblische Scene vorgestellt ist. Die farbige Bause, welche 
uns vorlag, scheint eher auf ein französisches oder xiiederländisches, 
als auf ein italienisches Fabrikat zu deuten. Wenn die Zahl 45 aus- 
gedrückt ist, statt PS, so könnte es sich um ein Produkt der Manu- 
faktur in Delft handeln, welche um die Mitte des 17. Jahrhunderts 
eine grosse Anzahl von Waaren verschiedener Art lieferte. Eine Majolica 
aus Pesaro ist kaum zu denken, da die Manufaktur dieser Stadt um die 
Mitte des 16. Jahrhunderts in Flor war, besonders durch PatanazzPs 
Bemühungen. 
3285- Zeichen eines unbekannten Münzmeisters. Derselbe 
arbeitete für Herzog August (von Sachsen), Administrator 
o1? W S. von Magdeburg (1614-1680), und setzte sein Zeichen 
auf Dukaten, Thaler und Groschen dieses Herzogs. In 
TentzePs Saanmia numismatica sind solche abgebildet, auch Tentzel 
kannte nicht den Namen des Müuzmeisters. 
3287- Unbekannter Kupferstecher, dessen Lebenszeit durch 
die Jahrzahl 1539 angedeutet ist. Er stach 
PS ein Blatt in A. Altdorfeüs Manier, eine 
l5 ÖL Landschaft mit einer Baumgruppe in der 
Mitte, einer Stadt mit grossen Gebäuden 
und Ruinen im Hintergrund. Ein Fluss mit einer hölzernen Brücke 
durchschneidet die Stadt. Vorn rechts eine fast nackte Frau bei einem 
auf der Erde liegenden Kind. Oben links das Zeichen, rechts die 
Jahrzahl, qn. 8. 
3283- Stempel des Mr. de Sylvestre, in welchem die Buch- 
P staben weiss auf schwarzem Grund erscheinen. Er be- 
S Q zeichnete damit die Kunstblatter seiner reichen Samm- 
lung. Jacques Aug. de Sylvestre, geb. zu Paris 1719, 
PS O gest. 1809, besass die älteste Kunstsammlung in Frank- 
' ' reich, da sie bereits um 1690 von Israel de Sylvestre 
angelegt wurde. Regnault-Delalande verfasste 1810 den Catalog. Da ein 
Peter de Sylvestre in der Familie als zeitweiliger Besitzer der Samm- 
lung nicht bekannt ist, so ist für das P vor dem S im Stempel eine 
andere Deutung zu suchen. 
3289. Unter diesen Buchstaben deutete sich der Stecher des 
Q f, Titelblattes folgenden Werkes an: Begolamenti della Reale 
vc- Accademia di Pittura e Scultura di Torino. Nella Stamperia 
Reale MDCCLXXVIIL, fol. Dieses Blatt zeigt die Minerva an einer 
Myouogrammisten Bd. IV. 51
        

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