Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1590214
3278. 
959 
ebenfalls als Formschneider entgegentritt. Er arbeitete für die böh- 
mische Bibel des G.Me1antrichius, welche 1570 heranskam. Die Zeich- 
nungen zu dieser Bibel sind von der Hand des Malers Franz Terzi. 
3274. 
ß 
Stempel eines unbekannten Kunstsammlers. 
Man findet dieses Zeichen auf alten Kupfer- 
stichen und Handzeichnungen. 
3275- Simon de Passe, Zeichner und Kupferstecher, der jüngste 
Sohn des älteren (äispin, geb. 
zu Utrecht 159i. r ging mit 
ggf s) äß   g seinem Bruder Wilhelm nach 
' ' l I I o! England, arbeitete eine Reihe 
von Jahren in London, trat darauf in Dienste des Königs von Däne- 
mark und soll in Kopenhagen gestorben seyn. Er stach Portraits, 
biblische, historische und allegorische Darstellungen nach verschiedenen 
Meistern, und auf diesen kommen die Zeichen vor. Das letzte grössere 
Zeichen fand der kunstliebende Rath Kretz v. Ratzeuhoven bei Regens- 
burg auf historischen Zeichnungen, er deutet es ebenfalls auf Simon 
de Passe. 
3276. P. Symony, Goldschmied und Kupferstecher, welcher um 
E _ 1620 in Strassburg arbeitete. Dieser Künstler gab 
, zwei Folgen mit Blättern heraus, welche verschiedene 
Muster für Juweliere enthalten, meist silhouetturtig, angebracht. Sowohl 
der Zeichner (Symony) als der Stecher setzten ihre Monogrammen auf 
diese sehr seltenen Blätter. 
1) Eine Folge von 24 Blättern unter dem Titel: Tabulae 
gemmiferae XXIV ad usum aurifabrorum accomodatae et per 
P. Symony invent. Isaac Brun Argentinae sculpsit 1621. Zu Strass- 
burg bey Jacob von der Heyden lfupferstecher, 8. 
 2) Folge von 24 Blättern mit Mustern zur Fassung von Edel- 
stexuen, gestochen von dem Monogrammisten PN., worunter Pierre 
Nolin verstanden werden könnte, 8. 
O. Reynard, Ornements des anciens maitres etc. Paris 1844  
gibt einige Copien nach den erwähnten Blättern. 
3277. Peter Schenk, Zeichner und Kupferstecher von Elberfeld, 
gest. in Amsterdam, wo er sich niedergelassen und zugleich 
ßgh einen Kunsthandel begründet hatte, im Jahre 1715. Schenk 
war ein sehr fruchtbarer Künstler und arbeitete mit der Nadel 
und dem Stichel, sowie in schwarzer Manier. Ein Schwarzkunstblatt 
in foL, Venus und Adonis, trägt das vorstehende Zeichen. Unter den 
Initialen P. S. kommen wir wieder auf Schenk zurück.  
3278- Unbekannter deutscher Formschneider, welcher in der 
zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts thätig war. Er arbeitete 
Q nach Zeichnungen des Jost Amman. In der deutschen Bibel 
aus dem Verlage des S. Feyerabend in Frankfurt a. M. 1569 
ist ein Blatt von ihm: die Darstellung einer Schlacht zwischen den 
Israeliten und Kananitern. Rechts unten das Zeichen, in der Mitte 
an einem Schild das des J. Amman. H. 4 Z. Br. 5 Z. 2 L. Wir 
können für den Augenblick nicht sagen, ob das Blatt schon in den 
ersten Ausgaben dieser Bibel vorkommt. Die Ausgabe vom Jahre 1569 
ist bereits die sechste und mit dieser sind mannigfache Veränderungen 
vorgenommen worden, indem die alten Stöcke zum Theil durch neue 
ersetzt werden mussten.
        

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