Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1590190
PR 
3266- 
3268. 
957 
3266. Pietro Gonte di Rotari, Historienmaler und Knpferätzer, 
P Bon F über den wir schon unter den Initialen P. R. gehandelt 
  haben. Er hat mit dieser Abkürzung seines Namens 
eine Radirung nach A. Balestra bezeichnet, welche den Heiland an 
der Martersäule darstellt. Unten links im Rande: A. B. Inu., rechts: 
P. Rott. F. H. 3 Z. 3 L. Br. 2 Z. 8 L. 
3267. Unbekannter Maler. Brulliot n. Nr. 186 fand diese 
Bezeichnung auf der Skizze eines kleinen, 
 F I! 6 leicht in Rubens Geschmack behandelten 
' ' j ' Bildes mit der Bekehrung Sauls. Es war 
ehemals im Besitz des Blumenmalers Mayrhofer in München. H. 8 Z. 
10 L. Br. 6 Z. 7 L. 
3268- Jacques Prevost, Maler und Kupferstecher, dessen Lebens- 
verhältnisse dunkel sind. Er scheint um 
den Anfang des 1G. Jahrhunderts in der 
Ä Ä Stadt Gray im Departement Haute-Saöne 
g AßA geboren worden zu seyn. Seine Blüthezeit 
; , fällt in die dreissiger und vierziger Jahre. 
Vfjg Gemälde seiner Hand dürften wenige er- 
halten seyn, in der St. Mamert-Kirche zu 
Langres bewahrt man ein Bild mit dem Tod der 111. Jungfrau. 
Prevost bediente sich der vorstehenden Zeichen, soweit uns be- 
kannt, nnr auf Kupferstichen. Marolles und Orlandi schrieben sie 
einem gewissen Perjeconter zu, über welchen Künstler aber keine 
Nachrichten vorliegen, erst Mariette in seinem Manuscript-Catalog des 
Werkes des Polidoro deutete das Zeichen richtig auf Prevost. Andere 
Autoren glaubten auf Ph. Soye (Sericus, Sitius) rathen zu müssen, 
allein dieser Knpferstecher arbeitete später und in einer breiteren 
Manier. 
Robert-Dumesnil hat in seinem Peintre-graveur franeais VIII. p. 5 
das Werk des J. Prevost beschrieben, wir fügen noch einige Blätter 
hinzu, welche nicht zu seiner Kenntniss gelangt waren. 
i) Portrait des Königs Franz I. von Frankreich. Halbfigur in 
Rüstung und Mantel und mit dem St. Michaels-Orden decorirt. Oben 
rechts das erste grössere Zeichen. Unterschrift: FRANCISCVS GAL- 
LORVM REX CHRISTIANISSIMVS. H. 438 mill. Br. 300 mill. 
 Nr. l. 
Brulliot I. Nr. 3050 bemerkt, dass das Blatt eine Copie nach dem 
Stiche des Agostino Veneziano B. XIV. Nr. 519 sei, allein Robert- 
Dumesnil nennt das letztere Blatt ein anderes Portrait mit Abweich- 
ungen, wenn schon in demselben Jahr gestochen. 
2-5) 4 Bl. Die Termen nach Polidoro. Folge von 4 Blättern mit 
den kleineren Zeichen und den Jahrzahlen 1535 und 1538. H. 258 bis 
270 mill. Br. 185-190 mill.  Nr. 4-7.  
6-17) 12 B1. Kapitale, Basen und andere Theile der korinthischen 
Säule. Folge von 12 Blättern mit den kleineren Zeichen und den 
Jabrzahlen 1535 und 1537. Von verschiedener Grösse.  Nr. 8-19. 
Folgende Blätter blieben Robert-Dumesnil unbekannt: 
18) Eurydice, aus der Unterwelt hervorgehend. In Oval. Gegen 
links unten das Zeichen. H. 6 Z. 3 L. Br. 3 Z. 9 L. 
Das Blatt gleicht dem Stich des Marco Dente da Ravenna B.XIV. 
p. 210 Nr. 262.
        

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