Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1590177
3256- 
3259. 
955 
3256. Dieses Zeichen fanden wir auf einem radirten Blättchen, 
welches die Büste eines jungen Mannes mit Pelzmütze und 
 in Hemdärmeln darstellt. Er scheint die Arme an eine 
Brüstung zu stützen. Rechts nach oben ist das Zeichen. 
H.2Z.6L. Br.2Z.lL.? 
Dieses Blatt erinnert viel an P. Quast, das Zeichen passt aber 
nicht auf diesen Meister. Er ist auch nicht der von uns Nr. 3250 
erwähnte P. Reichel. Der Radirer lebte gegen Ende des 17. Jahr- 
hunderts. 
3257. Bernardo Strozzi, genannt „il Prete Genovese", 
. Historienmaler von Genua, geb. 
PRETE GENUESE PINX- 1581, gest.l644. Anfangs Maler 
Prem Genuese Pmaz ging er aus Ueberdruss an der 
 Kunst in ein Kapuzinerkloster. 
Das Mönchsleben gefiel ihm aber auf die Dauer nicht, er _verlies_s mit 
Erlaubniss des Priors das Kllnster, um durch Malen seinedbegghrte 
Mutter zu unterstützen. Nac dem diese gestorben rief ihn er rior 
in die Zelle zurück, und als er nicht freiwillig,kam, ward er mit 
Gewalt festgenommen und mit drei Jahren Gefängniss bestraft. Dann 
fand er Mittel zu entfliehen, gelangte glüeklich nach Venedig und 
übte hier bis an sein Ende die Kunst. Den Beinamen „z'l Prele 
Genovese" führte er von seinem geistlichen Stande, man findet ihn auf 
einem Kupferstich von Prenner im Wiener Galleriewerk: St. Johannes 
in der Wüste predigend, nach einem Bilde des Strozzi. 
3258- Wilhelm, Prinz von Hessen-Cassel, radirte zu seifnem 
    Vergnügen 6 Blätter Köpfe und Landsc 1a. ten, 
Prmce Wmwm f- welche zum Theil das Zeichen P. W. und die 
Jahrzahl 1758 tragen. Sie sind in Wincklefs Katalog I. pag. 882 
beschrieben. Zwei von diesen Blättern, 1787 in Kopenhagen radirt, 
haben die oben stehende Bezeichnung. Es sind Landschaften, die eine 
mit Wasser im Vorgrunde und einer Brücke, welche zu einem alten 
Thurm führt, die andere mit einem Kanal im Vorgrnnde und einem 
Schiffer, der einen Kahn oder eine Fähre mit zwei Stieren führt. 
Unten links im Rande: Haffniae. In der Mitte: Prince William [I 
In der Ecke links: Augl. 1787. 
mA I i 
am "lßfülß {W 
Diese Inschrift enthält den Namen eines Malers aus Benevento, 
welcher in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts, oder auch nach 
derselben in Neapel thätig war. Die Kunstgeschichte kennt ihn nicht, 
und er selbst schrieb seinen Namen so undeutlich , dass er uns wie 
ein Räthsel erscheint. In der Capelle der Cnraceiolo del Sole bei 
S. Giovanni a Carbonara zu Neapel sind Frescomalereien, und unter 
einem der Gemälde ist die gegebene Inschrift. Gegenüber nennt sich 
ein zweiter unbekannter Maler gleichsam als Hauptmeister, so dass 
also der Maler Penrinect oder Perinectus von Benevento als Gebülfe 
erscheint. Man liest nämlich unter dem gegenüber sich befindlichen 
Freseobilde: LEONARDUS DE BISSVCCIO DE MEDIOLANO HANG 
CAPELLAM ET HOC SEPVLCRVM PINXIT. Bisuccio war einer 
der letzten Schüler des Giotto, und ist somit auch für diesen Meister 
ein Zeitabschnitt gewonnen.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.