Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1581518
250- 
Equo celeri hie Henricus  ordine prinzus atwupio celeber nec 
minus imperio. Rechts unten ist das Wappen mit den Buchstaben 
IP und der verkehrten Jahrzahl 1201, oder undeutlich 1621. H. 12 Z. 
Br. 7 Z. 10 L. M. Mariau hat dieses Basrelief für die Topographia 
Bavariae 1644 in Kupfer gestochen , mit der Unterschrift: HANIVS 
DOLLIIVGER RATIS: MCCCCXXX Dazwischen ist das,Wappen der 
Dollinger mit dem Hahn. Im Stiche fehlen die Zahlzeichen über den 
Initialen IP. Die Zeit von 1430 passt auch eher für die Darstellung, 
als 1201, wenn so zu lesen ist. Im unteren Felde sind die beiden 
Kämpfer in Rüstung zu Pferd vorgestellt, wie der Dollinger dem Heiden 
mit der Lanze den Kopf durchbohrt. Darauf bezieht sich die weitere 
Inschrift bei Merian: Barbaras hie solidis certant Germanus et 
armis. Germanus vic-it Barbaras occubuit. Dieses Blatt beschreibt 
auch Brulliot I. N0. 1361. Er gibt die Jahrzahl 1621 über den Buch- 
staben IP, auf unserm Exemplare ist aber auscheinlich 1021 zu lesen. 
Auf dem Blatte kommt auch ein aus CL bestehendes Zeichen vor, 
jenes II. No. 324.  
250. Isabella Parasole, die Gattin des Formschneiders Leonardo 
Norsini, welcher sich ebenfalls Parasole nannte, schnitt 
IP QSFÄ mehrere Blätter in Holz, und auf solchen kommen dielni- 
tialen IP mit dem Messerchen vor, zugleich mit dem Monogramme 
des Anton Tempesta in folgendem Werke: [Voeum Teslamentum ara- 
biee et latine Romae in typographia Medicea 15.91, 8. Dieses Pracht- 
werk enthält 150 Holzschnitte von Leonardo und Isabella Parasole. 
Ersterer bediente sich ein uns PL bestehendes Monogrnmm, und 
Brulliot II. N0. 1643 schreibt ihm mit Unrecht auch die Initialen IP 
mit dem Messer zu. Man findet sie auf einem Holzschnitte mit der 
Verkündigung Mariä. Die hl. Jungfrau kniet mit dem offenen Buche 
in der linken Hand, und rechts schwebt der Engel Gabriel mit der 
Lilie auf Wolken. Durch die Colonnade des Grundes sieht man einen 
Garten. Links unten stehen die Buchstaben I P mit dem Messer und 
Tempestafs Monogramm ist am Betschemmel eingeschnitten. H. 3 Z. 
7L.Br.4Z. äL. 
251. Jean Penieaud der Jüngere, Emailmaler in Limoges 
I P blühte in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Er war 
' ' vielleicht der jüngere Bruder des gleichnamigen Künstlers, 
welcher die Kunst des Emailirens in Limoges einführte und ausbildete. 
Wir haben seiner unter dem Monogramme H P III. N0. 1330 erwähnt, 
da. keiner dieses Zeichen in I. P. zerlegen wird. Der jüngere Peuicaud 
war ein Künstler von grossem Talente, und wenn die Emailen des 
älteren Penicaud zu den interessanten Incunabeln der Limousine ge- 
hören, so sind die Produkte des Penicaud jun. Werke der durchge- 
bildeten Kunst. Seinen vollen Namen trägt ein Email in der Coll. 
Walpoole. Catalogue N0. 59. London 1841. Auf diesem kostbaren 
Stücke liest man: JOHANES PEIVICAVDI IVNIOR 1539. Graf L. 
de Laborde, welcher in der Notice des Emauw. Paris 1852, p. 146 
ff. über die Werke der Penicaud handelt, fand die Initialen I. P. auf 
einem Email mit der Verkündigung Maria in der Coll. Daugny. Ebenso 
bezeichnet ist ein Bildniss des Dr. M. Luther Anno Aetatis 48 (Q1531 
oder 32) in der Coll. Soltikof, ehedem in der Sammlung De rage. 
Als Gegenstück ohne Zeichen dient das Bilduiss des_Erasmus von 
Rotterdam in derselben Sammlung. Die datirten Emailbilder lassen 
andere Werke dieses Künstlers erkennen, welche_mcht datirt sind, 
und mit Unrecht dem Jean Penicaud III. zugeschrieben wurden, Es 
führten nämlich drei Künstler diesen Namen, anscheinlich von dem
        

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