Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1590020
940 
8204. 
Doch scheinen auch erste Abdrücke zu existiren, indem Brullict und 
Ilarzen bei diesem Blatt von grosser Feinheit der Ausführung reden. 
3)  SLCliristoph. Der Heilige, mit dem segnenden" Jcsuskiud 
auf älendSchulteru, durchschreitet das Wasser, seine Schritte nach links 
weinen . Der Grund der Landschaft ist felsig und trägt einige kleine 
Figitren. Oben liest man: POTENS. Unten das Zeichen. H. 2 Z. 
Il  Br. 2 Z. 
Ein Abdruck befindet sich in Paris. Dieselbe Coinposition, mit 
einigen Abweichungen, ündet sich auch unter den Fresken, welche 
Pellegrino in der St. Antonius-Kirche zu San Daiiiele ausführte. 
4) [R4] Der Triumph des Silen. H. 6 Z. 7 L. Br. 8 Z. 6 L. 
Bartsch hat das Blatt XIII. p. 354 Nr. 3 unter dem Titel: "Die 
Macht der Liebe", ausführlich beschrieben. Beide Bezeichnungen 
scheinen nicht ganz zutreffend zu sein. Harzen besass eine Feiler- 
zeichcrzung iionl diäsernComgiositioii mit deii iäufsährift]: (Llrmgfo della 
wuna nur a 'ie aupt gur eine weiiic e estat una ist. so 
scheint, der Künstler den Einfluss dieses Planeten auf das menschliche 
Geschick andeuten zu wollen. Die ersten Abdrücke sind von grosser 
Feinheit und tragen das erste MOIIOgPBIIIIII, in den zweiten ist die 
Platte gänzlich überarbeitet und mit Punkten bedeckt; es sind grosse 
Veränderungen entstanden, dass selbst nicht nur (110 Nebensachen, 
sondern auch der Ausdruck der Köpfe anders und schlechter geworden 
sind. Diese Abdrücke, von welchen man verschiedene Etats kennt, 
haben das zweite Zeichen. Ottleyr hat in seinem lnquiry p. 478 eine 
exacte Copie von der Gruppe der Frauen gegeben, er kannte aber 
nicht den ersten Abdruck. Es existirt auch eine gegenseitige Copie 
von Hopfer, ebenfalls nach einem Druck zweiter Gattung. 
5)  P. ä] Die Löwenjagd. Ein junger Prinz zu Pferd, von 
zwölf Cavalieren begleitet, verfolgt einen Löwen. Der Prinz ist rechts. 
   
Bartsch hatte nur eine gegenseitige Copie vor Augen, auf welcher 
das Monogramm, von anderer Form, einem verkehrt geschriebenen 
ilopprsltenß gleicht. Diese Copie ist weit geringer als das Original, 
welches eines der schönsten Blätter des Pellegrino St. Einsen besiiss 
das Original, es ist 'etzt im brittischen Museum. as att, we cies 
WOOCIDLFFII aus dein JCabinet Sykes für 25 5 5 Sh. erwarb, war die 
Copie. Auch das Exemplar in Paris ist die Copie.  
6-8)  3 Blätter mit Figuren aus der Geometrie. Sie 
sind perspektivisch angeordnet und sehr fein mit der kalten Nadel 
ausgeführt. Jedes Blatt trägt in der Mitte unten das doppelte P mit 
dem Band. 
Ilarzen beschreibt diese Blätter im Kunsthlz-itt 1853 p. 245 und 
filgt hinzu, dass sie als eine Frucht der Studien des Euklid, welche 
die Mathematiker und Künstler-des Hi. Jahrhunderts lebhaft beschäf- 
tigten, uud zugleich als die ersten Figuren in diesem Genre zu be- 
trachten seien, da sie dem Werke des Fra Lucad Paäioli: uüiorfna 
zro ortione" Venedig 1509, vorausgegangen siii . .ie waren 0m 
ilaiiiel Barbaiio: „La pralicia della Perspectfiuatgbhganlgdig 1569, bg- 
kannt doch knnnte dieser eii Urheber nic t. e egrino sie a s 
vereinzelte Versuche oder für ein nicht erschienenes Buch gefertigt 
hat, muss unentschieden bleiben. 
A n h a n g. 
i) Das Bacrhanal mit Silen. . 
Bartsch beschreibt dieses Blatt XIII. pag. 357 Nr. 2 und legt es 
unserm Meister bei. Das Monogramm ähnelt dem ersten Zeichen des
        

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