Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1589621
900 
3015- 
B016. 
3Ül5. P. H. Franck, Historienmaler, war um 1630 in Holland 
thätig. Er gehört der Schule des Rubens an, 
seine Lebensverhältnisse sind aber unbekuxiut 
geblieben. In derGallerie des Museums in Ant- 
werpen sind grosse Gemälde mit dem ersten 
Zeichen: die Stigmatisatioxi des hl. Franz 
in einer Landschaft, die Geschichte mit der 
, vergifteten Schale mit der h]. Jungfrau in 
Wolken, St. Ludwig von Frankreich, wie er das Kreuz zum Zuge 
nach Palästina annimmt, und St. Anton von Padua in der Kirche auf 
einem Thron von Wolken sitzend. Dieses letzte Gemälde, ehedem am 
Grabe des Alexander Jnn van den Broeck in Antwerpen, hat die Jahr- 
gahl 1652.  
Der Domkapitular v. Dossenherger in Rottenburg erwarb vor meh- 
reren Jahren Gemäldeskizzen, welche die '15 Geheimnisse des Rosen- 
kranzes vorstellen. Auf der Rückseite der Leinwand ist das zweite 
Monogramm aufgetragen, und es wird sich wohl auf diesen P. H. Franek 
beziehen. Die Skizzen stammen aus dem 17.Jnhrhundert. Die Himmel- 
fahrt Christi soll von einem Augsburger Künstler, allenfalls von Kilian 
oder Herz, ,in Kupfer gestochen seyn. WVir kennen dieses Blatt nicht. 
3016. Peter Hiile, Formschlnäider, argxeiteltä viele äahää für den 
 Buc drucker Eic oru in "ran urt a.  er, vie]- 
PR PH: w: leicht auch für den Buchdrucker Andreas Kellner in 
 Stettin, und von 1571 an für [iconhard Thurneisser 
in Berlin, wohin sich aber Hille nicht begeht-n hatte, indem er in 
Frankfurt verblieb. Möhsen beschreibt in seinen Beiträgen zur Ge- 
schichte der Wissenschaften in der Mark Brandenburg. Berlin 178a 
S. 106, das Leben und die Werke des berühmten und berüchtigten 
L. Thurneisser zum Thurn, und gibt darin nach der auf der Bibliothek 
in Berlin aufbewahrten Correspondenz desselben auch Nachrichten über 
die von Thnrneisser beschäftigten Künstler. Darunter ist auch P. Hille 
genannt, welcher mit Absolon Poll und Wolfgang Stürmer für das 
Kräuterbuch von 1578 gearbeitet hat. Auf dem verzierten Titelblatte 
ist das Monogramm des Künstlers. Thurneisserts Kräuterbuch sollte 
zehn Theile enthalten, es erschien aber nur ein Theil. Die Platten 
erhielt später Thomas Pancovius, welcher sie zu seinem Herbarium 
portatile, oder behcndes Kräuter- und Gewäclzs-Buch. Berlin, 
(1.654), 4., benutzte. Der neue Herausgeber von Thomae Pancovii 
Herbarium oder Ifraeuter, und Gewaecltsbztch  durch Barßalomaeum 
Zorn. Cölln an der Spree 1673, sagt in der Vorrede, dass die 
Holzstöcke dazu der berühmte Leonhard Thurneisser in Berlin besessen, 
und ein künstlicher Meister, Holzmeyer genannt, selbe geschnitten habe. 
B. Zorn erfuhr dicss von dem Hofkammergerichts- und Consistorialrath 
M. F. Seidel in Berlin, es fragt sich aber sehr, ob dieser Herr 80 Jahre 
nach Thurneisseüs Tod den Thatbestand genauer gewusst habe. als 
Möhsen, dem authentische Papiere zu Gebot standen. Peter Hille 
kommt unter den Förmschneidern des L. Ihurneisscr vor, jener Holz- 
meyer ist aber problematisch, wenn nicht Hille den Beinamen "Holz- 
meyer" geführt hat. In Berlin konnte man den FormschneiderHille gar 
nicht kennen, da er von Frankfurt aus die Stöcke an Thurneisser sandte, 
Er arbeitete noch immer für Eichhorn, hatte über Stets Geldnßth- So 
versetzte er einmal 86 dem Eichhorn gehörige Stöcke nach Zeichnungen 
von Franz Friedrich, welcher ebenfalls mit Eichhorn in Verbindung 
stand. Letzterer löste die Stöcke für 2 Gulden und 34 Schillinge ein, 
und erwartete von Thurneisser die Wiedererstattung. ln Frankfurt
        

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