Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1581464
233. 
Blätter haben GantrePs Adresse, und sie werden dem Johann Wilhelm 
Peeters zugeschrieben, qu. fol. Den Wilhelm Peeters müssen wir 
streichen, obgleich er auch in den Eisenharüschen Catalog überging. 
Die Blätter mit Jagden sind von dem jüngeren Johannes Peeters. 
Damit haben wir die Nachrichten über die Künstler J. Peeters 
bereinigt, und man möge sie mit den Artikeln im Künstler-Lexicon 
vergleichen. Ueber das Monogramm sind wir im Unklaren, sowie es 
auch Ch. Kramm geblieben ist. 
233- Jean, Jean Baptiste und Jean Michel Papillon heissen 
5;, Jg drei französische Formschneider, welche eine grosse Anzahl 
" von Blättern hinterliessen, welche in Büchern vertheilt sind. 
U? Jean Baptiste Papillon, der Sohn eines gleichnamigen Meisters, 
welcher 1710 zu Paris starb, wurde 1661 zu St. Quentin geboren und 
von N. Cochin im Zeichnen unterrichtet. Er war äusserst thatig, und 
leistete in der Xylographie mehr, als irgend ein Künstler Seiner Zeit. 
Er schnitt Portraite, und führte mit dem Stichel Kreuzschraflirungen. 
Dann lieferte er 36 Blätter für ein Missale von 1695 nach S. le Clerc, 
und ahmte hierin das Verfahren in Helldunkel nach. Andere Holz- 
Schnitte sind in einer Bibel, welche 1700 ff. bei Desprez in Paris er- 
schien. Auf solchen Blättern kommt das Monogramm mit und ohne f 
vor. Dann schrieb der Künstler auf Blättern der Bibel auch J. Papillon 
le fils. Ausserdem findet man Holzschnitte mit Pferden und Schlachten, 
und eine grosse Anzahl von Vignetten und Zierstöcken in Büchern. 
Auch auf solchen ist das Monogramrn beigefügt, welches aber 
immer mit den Initialen IP oder .1 P f! wechselt. Dieser Künstler 
starb zu Paris 1723, und man wird seine Blätter von jenen des Vaters 
Jean Papillon leicht unterscheiden, da letzterer nur dann bemerkens- 
werthe Arbeiten lieferte, wenn er die genaue Zeichnung auf der Platte 
vor sich hatte. In älteren Druckwerken findet man Vignetten und Zier- 
leisten von ihm, meistens geringe Produkte. Nach Franz Chauveau 
schnitt er ein Kartenspiel, welches sehr selten vorkommt. Papillcn 
der Vater bediente sich eines ähnlichen Monogramms, welches dann 
auch der Sohn und der Enkel beibehielten, so dass man die Blätter 
der drei Papillon nur an der Güte und der Jahrzahl unterscheidet. 
Jean Baptiste Papillon der Sohn, und Jean Michel, der Sohn des 1723 
verstorbenen J. B. Papillon, arbeiteten in gleicher Manier, und mit 
gleicher Bravour. 
Jean Baptiste Michel Papillon, geb. zu Paris 1698, ist der oft 
genannte Verfasser des Traite histarique et pratique de la gravure 
en bois. Ouvrage enrichi des plus jolis morceaua: de sa com- 
position et de sa gracure, et du portrait de Pauteur. 2 Tomes en 
3 Partie-v. Paris 1766, 8. In diesem Werke wollte Papillon zugleich 
auch seine schönsten Blätter vereinigt wissen, man findet aber ausser- 
dem noch eine Unzahl von Vignetten und Bücherverzierungen aller Art. 
Von 1726 an gab er alljährlich ein Pem Almanach de Paris heraus, 
welcher mit Holzschnitten geziert ist. In der Historische Sclwol- 
cn Huis-Bybel. Amsterdam 1743, sind 217 Abbildungen von seiner 
Hand. Die Vignetten und Finalstöcke in der Prachtausgabe der Fabeln 
von Lafontaine sind Muster des Geschmackes der Verzierungskunst 
seiner Zeit. J. M Papillon bediente sich desselben Moncgramms, wie 
sein Vater, fügte aber abwechselnd auch die Initialen I P, I. P. ff und 
die Cursiven JP bei. In seiner späteren Periode schrieb er häufig 
den Namen aus. Ausser dem Traite de la gravure en bois mit Holz- 
schnitten und vielen Irrthümern haben wir von ihm auch noch ein
        

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