Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1589547
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2986- 
Meister hervor. Das Frankenthaler Porzellan hat zum Zeichen den 
pfälzischen Löwen, und das Monogramm TC mit der Krone. Diese 
Arbeiten in harter Masse sind dem älteren P. Hanong zuzuschreiben, 
Seine Söhne Paul und Joseph Hanong lieferten Gefässe in Faience, 
welche gewöhnlich mit Blumen in Roth, Rosa und Grün verziert sind. 
Gold ist selten angewendet. Das obige Zeichen bezieht sich auf Paul 
Ilanong jun. 
2986. Unbekannter Bildschnitzer, welcher in der ersten Hälfte 
des 17. Jahrhunderts gelebt zu haben scheint. In der k. Kunst- 
H kammer zu Berlin ist ein  Z. hohes und 2'118 Z. breites Relief 
mit einem Eremiten, der einen langen knotigen Stab in der Hand träge 
Im Hintergrunds zeigt sich ein Kirchlein. Kugler findet das Ganze 
nicht übel gedacht, aber von oberiiächlicher, nicht einmal Verhältniss- 
richtiger Behandlung. Unterwärts befindet sich das erhaben gearbeitete 
Monogramm, welches eine neuere Aufschrift auf der Rückseite mit den 
Worten erklärt: Pfeifhofen fecit. Dieser Pfeithofen ist ganz unbe- 
kennt, wenn je die Erklärung richtig ist. 
2987. Unbekannter Kupferstecher, welcherin der zweiten Hälfte 
P1 des 16. Jahrhunderts thätig war. Er copirte das Blatt von 
A. Dürer, welches den hl. Georg darstellt, B. Nr. 53. Der 
Rune Heilige steht in voller Rüstung mit der Fahne in der reehtßn 
Hand, und zu seinen Füssen liegt der Drache auf dem Rücken. Im 
Grunde sieht man das Meer mit einigen Inseln. Links unten ist das 
Zeichen in einem Täfelchen. H. 4 Z. 1 L. Br. 2 Z. 7 L. 
2988. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweiten Hälfte 
 des 16. Jahrhunderts thätig war. Man findet vier alle. 
 gorische Blätter mit diesem Zeichen, welches weder auf 
Peter Feddes von Harlingen, noch auf Peter de Hooghe gedeutet wer- 
den kann, da der Monogrnmmist einer ganz anderen Schule angehört, 
Die Blätter sind mit dem Schriftrand 7 Z. 9 L. hoch, und 8 Z_ 
10 L. breit. 
i) Die Pflanzung des Baumes der Kirche durch den Papst, unter 
Beihülfe eines Bischofs und eines Mönches. Links steht eine Frau 
mit dem Spaten, und rechts begiesst eine andere den Baum mit Münzen 
aus dem Sacke. Unten rechts und links sind je zwei lateinische, tiefer 
je vier holländische Verse, wie auf allen Blättern. Links unten das 
zweite Zeichen. Plantat Simplicitas, Lucrum rigal, ut fovet illam  
Ambitione gravi vana Superstüio   
2) Der Baum ist gross und trägt Früchte: Glocke, Rosenkranz, 
Weihkessel, Cardinalshut, Rauchfass, Mönchskutte 8m. Rechts empfängt 
der Papst eine Krone, und links ertheilt der Bischof einem hfanne 
für Geld das Abendmahl. Unten links gegen die Mitte das Zeichen. 
Cernis ut haec arbor foedos perdila fructus l Queis meritum Chrislo, 
sceptraque Papa demit   
3) Derselbe Baum mit etwas veränderten Früchten wird von zwei 
Reformatoren umgehauen, der Papst und der Mönch stützen ihn aber 
mit langen Ofengabeln. Links unten gegen die Mitte das Zeichen. 
Missa hic mussat iners, manca est, cudet icla securi I Sacra Papae 
Arbos aurea fructifera   
, 4) Der Kampf des Papstes, des Bischofs und des Mönches gegen 
die rechts andringendeil Retormatoren. Der Baum neigt sich halb 
gebrochen nach links in den Plattenrand. Links unten das Zeichen. 
Arbor Caesa jacet furibundus Papa ministros l In pulit, ut vdrlus, 
quod tulü illa, vomant  
        

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