Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1589253
Nr. 2875- 
863 
Monogrammist ist uns unbekannt. Die Initialen P. D. Pinzr. stehen 
auf dem Bildnisse des Martin Harpertz Tromp, 1' 1653. Es ist von 
Matthey für dasselbe Werk gestochen. Der Meister PD lebte wahr- 
scheinlich um die Mitte des 18. Jahrhunderts in Paris, und copirte 
nur ältere Bildnisse zum Stiche. Vgl. auch DP.  
2875. Unbekannter Radirer, dessen wir nur bei Brulliot 
Pff App. I. Nr. 195 erwähnt linden. Ein geistreich radirtes Blatt 
 mit dem Monogramme gibt die Büste eines jungen Bauers 
Links ist das Zeichen, aber auf dem Grund wenig hervortretend 
Wir finden die Buchstaben Pd heraus. H. 2 Z. 10 L., Br. 2 Z. 6 L. 
Das unbezeichnete Gegenstück stellt die Büste eines alten Weibes vor 
2876. Orazio Fontana, der berühmte Majolica-liialer, ist unter 
Q5 A_  V eingeführt, und wir verweisen anfjenen Artikel. In der 
Collectiou Fonntaine sind zwei Fruchtschalen in Majolica d). 
A. bezeichnet. Mairryat erklärt diese Buchstaben auf O. Fontana, 
weil dieser aus Durauto stammt, Robinson (C011 Fountaine p. 199) 
will aber Fra. ucesco di Doni no lesen. Letzterer war der Sohn 
des Töpfers Gio. di Donino Gardncci, und nennt sich nicht F. di Do- 
nino, sondern F. Garducci, wie Pungileone aus Urkunden von 1507 
ersah. Wir werden also Fontana Durantino lesen müssen. 
2877. Unbekannter Bildsehnitzer, welcher uns im grünen Ge- 
P D  wölbe zu Dresden mit Werken begegnet. Da ist 
 ' ' eine in Eichenholz iiach, aber schart geschnittene 
Auferstehung Christi von 1529. Der Erlöser mit der Siegesfahne zum 
Himmel schwebend bildet die Hauptfigur. lhm zur Linken zeigt sich 
das verlassene Grab im Felsengewölbe noch von schlummernden 
Wächtern umgehen, rechts öffnen sich die Pforten der Hölle, welcher 
unzählige Erliiste in dichtgedrätngten Gruppen entströmen. Der Höllen- 
fürst schaut ihnen durch eines der Fenster nach, aus welchem Flammen 
emporlodern. Einige Qualgeister hauen noch mit Instrumenten auf 
die Befreiten ein. Ein 'l'üfelchei1 über dem Gewölbe mit dem sächsischen 
Wappen besagt. dass das Relief dem Herzog Heinrich zu Sachsen, 
Landgrafen zu 'l'hüringen gewidmet war. Hier und da sind biblische 
Stellen eingeschnitten und Spuren erkennbar, dass das Bild früher be- 
malt, und einem byzantinischen Meister nachgeahmt war. H. 20 Z., 
Br. 25 Z. 
Ein ähnliches, etwas kleineres Relief stellt die Kreuzigung Christi 
oder vielmehr Christus am Kreuze zwischen den Schachern vor. Kriegs- 
knechte zu Fuss und zu Ross umringenihn, und einer derselben ver- 
wundet den Heiland mit dem Speere. Maria und andere Frauen stehen 
am Fusse des Kreuzes. In der Ferne sind die Richtstätte und Jeru- 
salem erkennbar. Dieses Bild ist scharf gehalten, aber weniger künst- 
lerisch behandelt. Es ist P. D. 1528 gezeichnet. Vgl. A. v. Lands- 
berg, das grüne Gewölbe in Dresden 1847, S. 95. 
2878. Unbekannter Graveur des 16. Jahrhunderts, welcher 
Stempel für Buchbinder schnitt, die auf den Einbänden ein- 
PD gepresst wurden. Zwei solche stellen die Figuren von Dr. 
lvIartin Luther und Philipp Melauchton vor, beide in Umrissen auf 
schraffirtem Grunde. Rechts unten in jedem dieser Bilder bemerkt 
man die Buchstaben P. D. In der neuen Ausgabe von Dihdins Bib- 
liomania, or Bock Madness. London M. G. Bolm 1042, sind Bil- 
der in Kupfer gestochen, und dem Titel gegenüber eingebunden. Aus 
dem genannten Werke geht nicht hervor, dass es sich um Stempeln
        

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