Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1581414
IOVA 
IOVM. 
220- 
222. 
3. Das Skelett eines Mannes mit der Aufschrift: Anatomia aller 
beynglieder des Menschen. 1m ersten Drucke steht oben die Jahrzahl 
1517, und die Inschrift in beweglichen Lettern: Ein contrafacter Tod! 
mit sein beinen fugen und glydern l cnnd gewerben, vsz beuelh 
loblicher gedächtviusz hertzog Albrechts bischof zu Straszburg, 
durch meisler l Nichlaus bildhawer, zu Zabern worlich in Stein 
gehawen, und noch anzöig rechter gewisszer Anutomy 1 mit sein 
lateinischen [Vamevz verificiert. Unten sind 24 Verse in zwei Columnen 
mit Reflexionen über den Tod. In den Ausgaben von 1518 und 1530 
fehlt diese Inschrift. 
4) Eine anatomische Figur im Kniestück mit geöffnetem Leibe, 
zu beiden Seiten die einzelnen Organe. Oben über dem Kopfe einge- 
schnitten: Anatomie corporis Hunutni l 1517. Dann die weitere 
Inschrift: Ein conlrafact Anatomy der inneren glyderen des men- 
schen l durch den hochgelerten physicum und medicine doctorevn 
Wendelinum hoch von Braclcenaw, zu Straszburg   Unter der 
Figur sind in Typendruck 46 Reime in drei Colurnnen. Ein spyegel 
bin ich gschichter artet    Inzwischen wird auch der Zeichner 
oder Formschneider als Bestätiger der genauen Abbildung eingeführt: 
(Mit gzeugnuss sag ich dir fdrwor) 
hüs Wüzechtlin hat recht bey ein her 
Abconirufayl kunsllich und wul   
Unter den Versen steht: Gedruckt zu Slruszbury  durch Joan- 
nem Schott. In späteren Abtirücken fehlen die Verse in Typendruck. 
5) Der sogenannte Aderlassmann, ein Körper mit geöffnetem Leibe 
und der Anzeige der Adern, welche je nach der Jahreszeit und der 
volksthümlichen Ansicht mit gutem oder schlimmen Erfolge geöiiiiet 
werden könnten. Links unten steht: Conlrafactor Lasszman. Nach 
Passavant No. 36 ist diess der Name eines Verbrechers, welcher 1517 
zu Strassburg gehängt wurde, nicht die Benennung des Aderlass- 
niannes. In der oben No. 2 erwähnten Ausgabe des Feldbuches der 
Wundarznei ist eine Schlusserklärung beigefügt, dass man zu den ana- 
tomischen Figuren einen 1517 durch den Strang hingerichteten Ver- 
brecher sich erbat, dessen Name aber nicht genannt ist. Hans von 
Gersdorff fügte die Abbildung der von ihm aus dem Lateinischen über- 
setzten Anatomie des Meisters Guido de Cauliaco montis Pessulani 
(Guy de Chauliac de Montpellier) bei, ntiemeil der uugenschyn ain 
groszer behilff ist", wie er bemerkt. 
221.). IOVANES B. nennt sich der Edelsteinsehixeidei: Giovanni 
CastelBolognese aufCameen. Wir haben schon oben über ihn gehandelt. 
221. Jan van der Bruggen, Kupferstecher von Brüssel, geb. 1649, 
I0  hinterliess treffliche Blätter in schwarzer 
V " Manier, auf welchen der Name, ein aus 
.IVB und VBF bestehendes Monogramm, und die Initialen I. V. B. F. 
vorkommen. Die gegebene Schrift findet man auf einem Blatte, welches 
den reuigen Petrus bei Felsen und Bäumen und Gesträuch, und links 
den krähenden Hahn vorstellt. H. 10 Z. 10 L. Br. 8 Z.  L. Unter 
I VB handeln wir ausführlicher über diesen Meister. 
222. Johannes von Melon nennt man einen Medailleurä welcher 
um 1573-1580 in Rom thätig war, as ort 
   ß Milan deutet aber wohl auf einen Mailänder, und 
   dann ist der Geschlechtsname unter Vangedeutet. 
Kühler XII. p. 337 beschreibt eine Medaille auf den Einzug des 
Don Juan von Oesterreich in Tlllllä 1573, und schreibt sie dem J. von
        

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