Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1588944
832 
2729. 
25) Zwei Messerhefte. Jenes links endet in ein Medaillen mit 
dem Medusenhailpte. Ueber diesem zeigt sich ein Candelaber mit 
zwei Chimären, und zwei Satyrn mit dem Rücken an einander gelehnt, 
Oben auf dem Tätfelchen zwischen Satyrn und Sphinxen stehen die 
Buchstaben P C. H. 3 Z. 3 L. Br. oben 6 L., unten 8 L. 
Auf dem Hefte rechts steht unten ein Triton mit doppeltem Fisch- 
Schwanz, und die Arabeske geht von einem kleinen Amoretten au; 
In Mitte sind zwei andere Liebesgötter, und der bärtige Faun trägt 
eine Vase. H. 3 Z. 3 L. Br. oben 4 L., unten 7 L. H. der ganzen 
Platte 3 Z. 5 L. Br. 1 Z. 9 L. D. 394. 
Nach Duchesne sollen drei Exemplare existiren. 
2729. Unbekannter Kupfersteeher, welcher um 1511 thätig wen 
Das Monogramrn hat Aehnlichkeit mit jenem des 
Q J! g Peregrini da Oesena oder Cento, wie unter der 
l l I  vorhergehenden Nummer zu ersehen 1st. Das Blatt 
mit dem ersten Zeichen und 1511, welches ein sitzendes Kind vorstellt, 
schrieb Bartsch XIII. p. 206 Nr. 1 dem Peregrini zu, die Zeichnung 
ist aber für diesen Meister zu schwach, und die Arbeit zu roh. Und 
dann hat Peregrini 1511 sicher nicht mehr gelebt, oder wenigstens 
nicht mehr gearbeitet. Im Artikel des Peregrini haben wir auf einen 
Pietro da Cesio aufmerksam gemacht, für welchen Zani und 
Duchesne einstehen wollten. Wir verweisen in dieser Hinsicht auf 
den vorhergehenden Artikel, und lassen es dahingestellt seyn, ob 
dieser Pietro von Cesi oder Cesio der Träger der gegebenen Zeichen 
sei. Es handelt sich um einen mittelmassigen Kupferstecher der vene- 
tianischen Schule zu Anfang des 16. Jahrhunderts, welchem_die beiden 
ersten Blätter angehören. Das dritte Zeichen mit Doppellinien findet 
man auf einer Copie nach Albrecht Dürer, welche feiner und breiter 
behandelt ist, als das Original. Der Copist hat das Bild ins Italienische 
übersetzt, und man kann annehmen, dass es sich um einen und 
denselben Künstler handle. 
1) Ein nacktes Kind, welches auf einem am Boden ausgebreiteten 
Tuche sitzt. Es ist in Profil nach rechts gewandt, wo am Aste eines 
Baumes ein Täfelchen mit P 1511 hängt. H. 4 Z. 4 L. Br. 3 Z. 2L_ 
2) Die hl. Jungfrau mit dem Kinde auf dem Throne in einer 
Nische stehend. Links steht St. Sebastian mit dem Pfeil, rechts 
St. Catbarina mit dem Bade. Unten sitzen zwei Engel, der eine mit 
der Violine, der andere mit der Zither. An einer Stufe des Thrones 
steht: O MATER DEI MEMENTO MEI. Im Rande liest man; 
0 bEATE SEbASTIANE MILES XPI. bEATISSIME QVIA MAGNA 
FIDES TVA. INTERCEDE PRO NOBIS AD DOMINVM VT A PESTE 
SIVE MORBO EPIDEMIE LIBEREMVR. Dann das Mcnögramm_ 
H. 9 Z. 6 L. mit dem Rande. Br. 6 Z. 10 L. 
Dieses Blatt ist besser gestochen, als jenes mit dem nackten Kinde. 
Das Monogramm gleicht dem ersten, und daher wird es sich um den 
Verfertiger des obigen Blattes handeln. 
3) Die hl. Jungfrau mit St. Anna, gegenseitige Copie nach A. Dürer, 
B. 29. Maria mit dem Kinde steht links vom Rücken gesehen, und 
gegenüber berührt Anna mit der rechten Hand das Haupt des Kindes_ 
Oben in der Mitte erscheint Gott Vater mit dem hl. Geiste in der Glorie. 
Unten steht das zweite Zeichen. H. 4 Z. Br. 2 Z. 6 L. 
Der Kupferstich von A. Dürer fällt in die Zeit um 1510, und die 
Copie kann nicht viel später seyn.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.