Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1588900
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Nr. 2728. 
3) Ein römischer Heerführer mit seinem Begleiter auf einer Er- 
höhung, wie er zum Heere spricht. Dieses ist durch vier Krieger 
mit einem Legionsadler, einem Manipularzeichen und einem Vexillum 
angedeutet. Ohne Zeichen und Jahrzahl. H. l Z. 3 L. Br. oben 
1 Z. 2 L., unten 10 L. 
Duchesne Nr. 265 beschreibt eine ähnliche Composition. 
49 Zug einer römischen Cohorte aus dem Hintergrund nach vorne. 
Der Krieger mit dem Manipulum schreitet an der Spitze von 14 Krie- 
gern. Sechs Pappelbäume stehen am unteren Rande in der Reihe. Ohne 
Zeichen und Jahrzahl. H. 1 Z. 6 L. Br. oben 1 Z., unten 8 L, 
2728. Peregrini da. Cesena, Goldschmied und Kupferstecher, ist 
schon unter OvPvDvCn eingeführt, wir müssen 
1B J]? P Z aber noch weiter auf diesen berühmten Meister ein- 
Säl ÄCÖF gehen. Man nimmt gewöhnlich Cesena als seine Va- 
 terstadt, unter 0. P. D. C. haben wir aber gesehen 
dass der Künstler auch aus Cento stammen könne. Der dem A_ v: 
Bartsch noch unbekannte Peregrini steht fest, denn auf einem Blatte 
mit der Auferstehung Christi steht: DE  OPVS  PEREGRINI  
 CEI_ Die letzte Abbreviatur ist es aber, welche den Zweifel an 
der Geburtsstadt erregt, hätte der Künstler Cesena im Sinne gehabt 
so müsste CAE{ stehen, (JE-i kann aber richtig Centensis bedeuten: 
Doch auch nicht durch den Buchstaben P ist immer der eine und der- 
selbe Künstler angedeutet, nämlich durch den ersten, und dann durch 
ein aus Doppelliuien gebildetem P. Ein Blatt mit P ist von 1511 
welches aus einer Zeit stammt, in welcher Peregrini kaum mehr gelebi; 
hat. Die Copie des Irlähndrich nach A. Dürer dürfte gegen 1507 die 
Gränze bilden. Ticozzi (Sturm dei lelterald e degli arhfst-i del di- 
partimenlo della Pdave. Belluno 1813, I 39.) bringt die Nachricht 
bei, dass ein Pietro da Cesio bei Feltri die Malerei mit der Kupfer- 
stecherkunst vertauscht habe, und auf Ticozzüs Umsehen hin unter- 
scheidet auch Duchesne (Essais sur les Nielles p. 7.9) zwei Künstler 
mit dem Zeichen P. Auch Zani (Enc. met. Vl. p. 323) kommt auf 
einen Pietro da Cesio zu sprechen, und setzt dessen Blüthezeit um 
1511. Die englischen Schriftsteller unterscheiden nicht zwei Künstler 
sondern nehmen nur einen Peregrino da Cesio oder Cesena an. Es, 
sprechen aber innere Gründe für die Ausscheidung von Blättern mit 
P, und diese sind im folgenden Artikel beschrieben. Sie mögen von 
Pietro da. Cesio herrühren, Peregrini kann aber keinen Antheil haben. 
Es sind aber auch die Buchstaben SC und SCOF auf Blättern 
des Peregrini ins Auge zu fassen, Duchesne schuf daraus ohne hin- 
reichenden Grund einen Stefans Peregrini. SC bedeutet ihm Stephß- 
nus Caesenas, und SCOF Stephanus Caesenas Opus Fecit. Auf sol- 
chen Blättern kommt aber auch der Buchstabe P vor, und somit ist 
doch eher Peregrinus Sculptor Centensis oder Caesenas, und Sculp- 
lor Cesenas Opus Fecit zu lesen. Der Name Stephan ist sicher aug 
der Luft gegriffen. Dass die Buchstaben SC und SCOF von P ge- 
trennt sind, ändert nichts an der Erklärung. 
Bartsch XIII. p. 205 beschreibt nur neun Blätter von Peregrini, 
und er scheint sie für Copien nach Niellen in Silber gehalten zu haben, 
indem die auf denselben vorkommende Schrift nicht verkehrt ist, und 
die Abdrücke nicht von den gravirten Silberplatten kommen können. 
Uebrigens soll nicht gesagt sein, dass Peregrini keine Niellen ausge- 
führt habe. Wir haben schon unter O. P. D. C. darüber gehandelt, 
Im Künstler-Lexicon ist das Verzeichniss nach Duchesne ergänzt, und 
daher umfasst es 64 Nummern. Passavant V. p. 205 ff. beschreibt 72
        

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