Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1588841
822 
OV 
271 6-2718. 
unter Leitung seines Vaters auch in der Xylographie, und bald er- 
reichte er eine grosse Virtuosität in dieser mit aller Liebe gepdegten 
Kunst. Die erste bedeutende Leistung waren die von ihm und seinem 
Bruder Albert gefertigten Illustrationen zu den Werken von Shakespeare, 
welche 1838 bei J. Baumgärtner erschienen. Diese Arbeit machte 
auch Adolph Menzel auf ihn aufmerksam, und dieser berühmte Meister 
liess für das von ihm und Dr. F. Kugler unternommene „Leben Frie- 
drichs des Grossen" Zeichnungen in Holz schneiden. Vogel leistete 
in dieser Federzeichnungsmanier höchst Bedeutendes, sowie überhaupt 
dieses Werk in der neueren deutschen Holzschneidekunst Epoche 
machte. Vogel schnitt auch einen Theil der Zeichnungen von Menzel 
zu der vom Könige Friedrich Wilhelm IV. befohlenen illustrirten Aus- 
gebe der Werke Friedrichs des Grossen. Diese Holzschnitte machen 
den Eindruck der freiesten Radirung, des Spiegels der unmittelbaren 
Handzeichnung. Die letzte Arbeit Vogells war eine Betheiligung an 
den Bildern, mit denen Kaulbach eine von Decker in Berlin veran- 
staltete Folioausgabe des neuen Testamentes geziert hatte. Vogel 
sollte die Vignette des Friedensengels mit dem Schwcisstuche Schnei- 
den, er hatte aber nur das Gesicht des Engels und die Augen des 
Heilandes fertig, als er den 3. Februar 185i starb. 
An selbstständigen Produktionen hinterliess er eine Anzahl kleiner, 
sehr hübsch erfundener Vignetten. Das Monogramm kommt auf meh- 
reren seiner Holzschnitte vor. Auf anderen ist es mit dem Namen 
verbunden. 
2716. Otto van Veen, gewöhnlich Otto Venius genannt, ist oben 
O V D unter OTQ bereits eingeführt und wir nennen hier nur 
- - - zwei grosse Kilpferstiche, welche Wahrscheinlich von 
Gisbert van Veen herrühren. Eines dieser allegorischen Blätter hat 
den Titel: Vero Essem io Di Castita, das andere: Vero Essempio 
(Plmpudicilia, Czwato 5a M. L. Ariosto. In dem Blatt unten im 
Rande die Dedication: Al Molto Illry Sr. Il Sig. Gregario Bene- 
dem Patron Suo Ossmv 0. V. D. Die letzten Buchstaben bedeuten; 
Otto Venius Dicat oder Dedicat. 
2717. Nikolaus Verendael von Antwerpen malte Blumenstücke, 
welche zu den schönsten Leistungen dieser Ar: 
gehören. Ein Verendael malte aber auch Still- 
leben, besonders todtes Federwild, und auf Ge- 
mäldeu dieser Art kommt das Monogramm vor, 
l welches sich wohl auf den Blumenmaler bezieht. 
Der Kreis hat kaum eine Bedeutung, und ist nicht als O zu nehmen, 
Ch. Kramm nennt Blumenstücke, und sagt, dass auf Stillleben V. P. 
stehe, so dass man Verendael Pinwil lesen muss._ Darunter ist das 
zweite Monogramm zu verstehen, welches auf Gemälden mit todten 
Thieren vorkommt. Es bleibt indessen auffallend, dass Verendael auf 
Blumenstücken kein Monogramm beifügte, sondern nur auf Gemälden 
mit Stillleben. Desswegen wollte man den Blumenmaler von unserm 
Monogrammisten unterscheiden. 
Verendael, auch Verendale genannt, soll 1717 in Antwerpen ge- 
sterben seyn. 
2718. Otto Wagner, Landschafts- und Architekturmaler. geb. 
QW zu Torgau 1803, gest. zu Qresden 1851, m im Künstler- 
 Lexicon mit einem ausführllchen Artlkel bedacht, und wir 
W können uns daher auf denselben beziehen. Auch seine ra-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.