Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1588814
2701-2704. 
819 
1) Bauern vor der Schenke, welche einem Musikanten zuhören. 
Er bläst die Flöte, und ist vom Rücken gesehen. Das Monogramm 
ist rechts neben dem Hunde, und links steht: Ostaden Jn. S. H. 8 Z. 
8L.Br.8Z.9L.  
2) Ein Bauer mit mehreren Kindern, welche singen. Wahr- 
scheinlich nach A. van Ostade, und mit dem Zeichen. In gleicher 
Grösse. 
2701. Unbekannter Formschneider, welcher in der ersten Hälfte 
des 16. Jahrhunderts in Cöln lebte. In Druckwerken des Hero 
Alopecius findet man eine Vignette, welche in einer zierlichen 
Blende das Gotteslamm mit der Krenzesfahne auf dem geschlossenen 
Buche zeigt. Oben ist das Wappen von Cöln, und unten im 
Schildchen ist das Monogramm, welches auch als Verlagszeichen ge- 
nommen werden kann. H. 13], Z. Br. 11], Z. Diese Vignette findet 
man auf dem Titel zum Enchiridium locorum communium Johannis 
Eckii adoersus Lulherum et alias hostesecclesiae. Coloniae. Ex- 
cudebat H. Alopecius (iun 1525), 8. 
2702. Thomas Oelgast war vermuthlich der Sohn des Michael 
[j 83 Oelgast in München, wir finden ihn aber im Zunft- 
  buche und in den Ladzetteln nicht eingetragen. Doppel- 
mayr behauptet, dass Thomas Oelgast sich 1570 in Nürn- 
ÜT berg niedergelassen habe, und daselbst den 24. Oktober 
 , IQ 1584 gestorben sei. In Nürnberg bemalte er Facaden 
der Häuser mit Bildern grau in grau, doch war Oelgast auch in der 
Oelmalerei sehr erfahren. Brulliot I. Nr. 3024 gibt das erste Zeichen 
mit der Jahrzahl 1583, und fand es auf Oelgemälden einem Tobias 
Oelgast zugeschrieben. Wir wissen aber nur von einem Thomas Oel- 
gast, welcher auch einige Zeit in München lebte, und für den herzog- 
lichen Hof arbeitete. Er malte Bildnisse und copirte wahrscheinlich 
auch ältere Portraite für die Ahnen-Gallerie. In J. A. Zimmermanms 
Series Imaginum augustae domus boicae ist das Bildniss der Her- 
zogin Sophia, der Braut des Herzogs Johann von Bayern, mit dem 
zweiten Zeichen versehen. Die Prinzessin Sophia starb 1428, und ihr 
Bildniss ist sicher Copie nach einer alten Miniatur, und möglicher Weise 
von Oelgast. Früher wollte man das Monogramm auf Tizian deuten, 
und erklärte TITIAIVO pinwit. Tizian konnte die PrinzessinSophia 
so wenig nach dem Leben gemalt haben, als Th. Oelgast, und ersterer 
hat die spätere Copie, welche durch Zimmermanrfs Stich bekannt ist, 
sicher nicht gemalt. Die Bildnisse der Ahnen des Hauses Bayern 
werden in Schleissheim aufbewahrt. Zimmermann durfte die Bilder 
nicht in Oel copiren, und somit ist von keinem Copisten aus der 
zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts die Rede. 
2703. Unbekannter Maler, welcher der italienischen Schule 
w angehört. Im Museum zu Neapel ist ein (äemälde 
 mit zwei männlichen Bildnissfi uren, wovon ie eine 
  I die andere in den Regeln deräirchitektur zu unter- 
weisen scheint. Im Cataloge Nr. 243 wird dieses Gemälde irrig dem 
Andrea del Sarto zugeschrieben, ohne auf das Monogramm mit der 
Jahrzahl 1556 Rücksicht zu nehmen. Del Sarto starb 1530. 
2704. Theobald von Oer, Historien- und'Genremaler, geb. in 
Münsterland, k. pr. Provinz Westphnlen 1807, 
78 5' machte seine Studien in Dresden und dann in 
y ä Düsseldorf, wo er den Kreis erweiterte, welchen 
1 W. Schadow um sich gezogen hätte. Ein Theil
        

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