Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1588654
OHK 
2628- 
2631. 
803 
2523- Otto Heinrich Knorre, Münzmeister in Schwerin 1751 bis 
O  H  K 1756, gleichzeitig und bis1760 in Stralsund, dann 1761 
' bis 1805 in Hamburg, fügte auf Stempeln die Initialen bei. 
2629. Unbekannter Kupferstecher, welcher nach Heinecken zu 
O H O P O Anfang des 16. Jahrhunderts gelebt haben soll. Der 
genannte Schriftsteller nennt dieses Blatt, welches die 
Mysterien der hl. Messe, auf der einen Seite den Täufer Johannes, 
auf der andern den hl. Andreas vorstellt. H. 3 Z. 6L. Br. 2 Z. 8L. 
Dieses Blatt haben wir nicht vorgefunden, wie es auch Passavant 
nicht kennt. 
2630. Hans Ostendorfer der Alte, Hofmaler des Herzogs Al- 
bert IV. von Bayern, ist schon unter dem 
Monogramm H0 III. Nr. 1304 eingeführt, 
und man glaubt, ihm auch das gegebene 
MD Zeichen zuschreiben zu müssen. Man findet 
 es auf dem Stammbaum der Pfalzgrafen Otto 
Heinrich und Philipp, ehedem im k. Handzeichnungs-Cabinet zuMünchen, 
jetzt im bayerischen National-Museum daselbst. Dieser prachtvoll in 
Wasserfarben gemalte Stammbaum stellt in Reihen die Figuren der Her- 
zoge und Pfalzgrafen mit ihren Wappen dar. Otto Heinrich wurde 1502," 
Philipp 1503 geboren, und im letzten Jahre wurde der Stammbaum ange- 
fertigt. Hans Ostendorfer war I-lof-Miniatnrmaler des Herzogs Albert IV., 
und er wird daher 1503 den Stammbaum gemalt haben. 
2631. Johannes Oporinus, Buchdrucker in Basel, soll durch 
dieses Zeichen seinen Namen angedeutet haben. Man findet es 
ÖD auf dem ersten Holzschnitte der Anatomie von A. Vesalius, wel- 
cher eine anatomische Vorlesung, und auf der Rückseite das Bild- 
niss Vesalius vorstellt. Die Zeichnungen zu den anatomischen Tafeln 
fertigte Johann Stephan von Calcar, und über die Ausgaben der Ana- 
tomie hahen wir unter dem Monogramm I K III. N0. 2674 gehandelt. 
Das Monogramm des Johann von Calcar kommt auf anatomischen 
Zeichnungen vor, und Vesal selbst bestätigt, dass er sich eines Malers 
Johann Stephan zum Zeichnen bedient habe. Diese geschah vor 1538, 
denn in diesem Jahre erschienen die sechs ersten anatomischen Tafeln 
zu Venedig im Verlage des D. Bernardus, gr. fol. Dieses Werk ist 
äusserst selten. Ueber die Ausgaben des J. Oporinus von 1543 und 
1553 haben wir im Artikel des Johannes Stephan von Calcar III. 2674 
gehandelt, und gesehen, dass in der Ausgabe von 1553 das grosse Titel- 
blatt mit der anatomischen Vorlesung bereits Copie ist. Der Holz- 
schnitt mit der anatomischen Vorlesung kam erst in Basel dazu, und das 
oben angebrachte Monogramm nimmt nicht die Stelle ein, welche sich 
gewöhnlich ein Verleger als Adresse withlt. Das Monogramm deutet 
aber bereits Paul Behaim zu Anfang des 17. Jahrhunderts auf Johann 
Oporinus, und er fand es auf Holzschnitten vor. Freiherr von Aufsess 
 spricht von einer allegorischen Darstellung des türkischen Uebermuths 
und der gegen die 'l"ürken gefallenen Helden in dem Werke von 
Schrot. Wenn die Zeichnung ein Monogrammist OI gefertigt hat, so 
kann man kaum an den Buchdrucker J. Oporinus denken. Und auch 
die Zeichnung zum Holzschnitte mit der anatomischen Vorlesung kann 
nicht von Johannes von Oalcar seyn. Es kommen darin Figuren nach 
Rafael und anderen Meistern vor, was nicht für den berühmten Jo- 
hannes von Calcar spricht. Wir müssen also den Zeichner in Basel 
suchen, und zwar in der Familie des Oporinus. Er heisst mit seinem 
Familiennamen Herbst, und war der Sohn des Maär: Herbst, wel-
        

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