Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1588632
Nr. 2619-2622. 
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2619. Orontius Fineus, Professor der Mathematik an der Uni- 
versität in Paris und Zeichner, gest. 1552, gab 
C) F O  folgendes Werk heraus: Orontii Finei Delphi- 
, natis, liberaliuna disciplinarum professoris 
regte Protomathesis Opus uarium ac scitu non minus utile quam 
jucundum, nunc primum in lucem emissum.  Parisiis anno 1532, 
fol. Die in Holz geschnittene Titeleinfassung stellt in der oberen 
Leiste den Herkules mit der Hydra vor. Unten in Mitte der Leiste 
steht: Hanc Author proprio pingebat marte figuram. Daraus kann 
man schliessen, dass Oroutius- die Zeichnung zur architektonischen 
Einfassung gefertigt habe, links unten am Piedestale ist aber der 
Buchstabe L IV. N0. 857 eingeschnitten, worunter wir den Formschnei- 
der vermuthen. Die Buchstaben OF ündet man auf einer Bordüre 
von vier Leisten auf Blatt C C. ä. Die Hauptfigur besteht unten in 
einem Ziehbrunnen, oder richtiger in einer hydraulischen Uhr, mit der 
Umschrift: TEMPORA LABVNTVR MORE FLVENTIS AQVAE. In 
der oberen Leiste sind mathematische Instrumente angebracht, und sie 
kommt auch einzeln im Werke vor. Die Seitenleisten enthalten Orna- 
mente mit kleinen Figuren, darunter zwei Satyrn. Links unten in der 
Einfassung steht der Buchstabe 0, rechts F. Auf zweikleineren Leisten 
stehen die zweiten Buchstaben. Die eine stellt mathematische Instru- 
mente vor, die andere zeigt zwei in Laubwerk ausgehende Sirenen, 
welche ein Wappenschild halten. Das Wappen ist jenes des Dauphin, 
drei Lilien mit dem Delphin vor-stellend. Der Buchstabe O ist links, 
F rechts. H. 10 L. Br. 5 Z. 10 L. Dann enthält dieses Werk auch 
eine Vignette mit einer viereckigen Verzierung von Arabesken, in wel- 
cher der Buchstabe O eingeschnitten ist. 0b die Buchstaben OF ein- 
geschnitten, oder durch eingesetzte Typen entstanden sind, bleibt da- 
hingestellt. 
In diesem Buch ist ein grosses in Holz geschnittenes Bildniss, 
wohl jenes des Orontius. Er sitzt rechts, und Urania steht gegenüber. 
Dieses Blatt ist ohne Zeichen. Dass aber O. Fine die Zeichnungen 
zur Illustration gefertigt habe, beweist die Schrift auf der Rückseite 
des Titels:   quae quidem omnia decenlibus figuris ab ipsomet 
authore depictis  sunt illustrata.  
2620. Odoardo Fialetti, Maler und Radirer, ist oben unter 
O F dem Monogramm N0. 2617 eingeführt, und wir verweisen auf 
'  jenen Artikel. Die Initialen findet man auf einem Blatte mit 
Venus und Amor 1588. Die Buchstaben stehen am Köcher des Amor. 
H.6Z.2L. Br.4Z.4L. 
2621. Orlando Fiacco, oder Flacco, wird von Vasari als Bild- 
 nissmaler gerühmt, er hinterliess aber historische Ge- 
0 F F mälde in der Weise des Caravaggio. Auf solchen Bil- 
' - - dern kommen die Initialen vor. Man findet deren in 
15 65 italienischen Sammlungen. 
2622. Orazio Fontana. von Casteldurante gehört zu den berühm- 
testen Majolicamalern seiner Zeit. Er arbeitete um 1540 
für die herzogliche Manufaktur in Urbino, und lieferte 
Werke, welche sich durch Schönheit der Form und durch 
grossen metallischen Glanz der Farben auszeichnen. Die 
von ihm bemalten Gefasse und Platten wurden an hohe 
Fürsten verschenkt, und daher findet man deren fast nur 
in ständigen Cabinetten. In der Sammlung von Straw- 
berry Hill in London bewundert man zwei Prächtige Vasen 
Monogrammisten Bd. IV. 51
        

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