Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1588616
OF. Nr. 2616. 799 
2616. Friedrich Overbeck, Historienmaler, geb. zu Lübeck den 
3. Juli 1789, erfreut sich seit vielen Jahren 
eines europäischen Rufes, indem er der Haupt- 
Äg l  meister der religiösen Schule ist. Er steht mit 
' P. v. Cornelius auf gleicher Höhe, wenn auch 
 [M3 1854 nicht auf derselben Kunstbasis, beide Meister 
haben aber zu gleicher Zeit ihre Namen in das Buch der Unsterblich- 
keit eingezeichnet. Overbeck ist in seiner Richtung als Zeichner und 
Maler eminent, während Cornelius in gezeichneten Bildern zwar den 
Gedanken beherrscht, aber jene Technik der Malerei entbehrt, welche 
unser Altmeister mit liebevoller Sorgfalt übt. Er gehört seit 1810 
Rom an, ist aber immer der grosse deutsche Maler geblieben. Seine 
Richtung ist in Italien nimmer einheimisch geworden, und auch in 
Deutschland werden seine Jünger immer seltener. Seine gleichgesinnten 
Freunde und Anhänger sind fast alle zu Grabe gegangen, er aber steht 
noch rüstig als Schöpfer zahlreicher Werke in seiner ewigen Roma. 
Wir haben ihm schon im Künstler-Lexicon einen ausführlichen Artikel 
geliefert, und müssen uns daher hier kürzer fassen. 
Overbeck fügte das lilonogramm auf Gemälden und Zeichnungen 
bei. Das erste Zeichen wiederholt sich mit wechselnder Jahrzahl auf 
Gemälden, CzIYtOHS und Zeichnungen. Zuweilen ist aber das Mono- 
gramm auch schief gestellt, schon auf früheren Werken des Meisters. 
Mit der Jahrzahl 1815 mit zwei Palmzweigen darüber finden wir es 
auf einer grossen Lithographie, welche Christus im Hause der Martha 
und Maria vorstellt. Diese Darstellung hat Oeri auf Stein gezeichnet. 
Ein anderes Blatt dieses Meisters mit Joseph von seinen Brüdern 
verkauft, nach dem Garten zum Fresco in der Villa Bartholdi, hat 
das Monogramm mit der Jahrzahl 1826. Auch auf Lithographien von 
Winterhalter u. A. kommt das Zeichen vor. Die nach Overbeck ge- 
stochenen und lithographirten Blätter sind sehr zahlreich, und es 
kommt auf solchen das Monegramm grösser oder kleiner vor. Als 
Varianten sind die Zeichen mit Ausnahme des ersten zu betrachten. 
Sie wiederholen sich auf den 40 Darstellungen aus den Evangelien, 
welche nach den Zeichnungen des Frhrn. A. v. Lotzbeck auf Weyhern 
von verschiedenen Künstlern gestochen wurden. Nebst Text. Düssel- 
dorf, A. W. Schulgen 1847-1855, qu. fol. In demselben Verlage 
erschien 1860 auch die erste Serie von 20 Blättern in Farbendrnck, 
welche das Leben U. H. Jesn Christi zum Gegenstande haben. Auch 
eine Folge der zwölf Apostel ist vorhanden: XII. Sanctorum Aposto- 
lorum Effigies delineatae a F. Overbeck, aeri incisae a B. Bertoccini. 
Romae 1848, fol. Die kleine Ausgabe, von F. Keller gestochen, 
gehört dem Verein zur Verbreitung religiöser Bilder in Düsseldorf, 8. 
Dieser Verein publicirte auch verschiedene andere Bilder von Overbeck. 
Die vier Evangelisten sind von J. Keller gestochen, fol. Die kleinere 
Ausgabe besitzt der erwähnte Verein. Die Passion in 12 Blättern 
ist von Keller und Steifensand gestochen, gr. fol. Auf verschiedenen 
Blättern in diesen Folgen kommt das Monogramm vor. Einzelne grosse 
Stiche nach Zeichnungen und Gemälden sind von S. Amsler, Janssen, 
J. Ernst, Girard, J. Keller, F. A. Piiugfelder, A. Krüger, J. Caspar 
u. A. vorhanden. Daran reihen sich Lithographien von 0. Spekter, 
Plockhorst, Mittag, Schulz, S. Meier, L. Noel u. A. Im Künstler- 
Lexicon haben wir die bis 1841 erschienenen Blätter verzeichnet, die 
oben erwähnten Folgen kommen hinzu. Die hl. Familie und die Grab- 
legnng Christi nach Sepiazeichnungen der Frau Sophie Schlosser sind 
für das Stifts-Album, Heidelberg 1860, von J. Keller in Zürich photo- 
graphirt, gr. fol. 
        

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