Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
IMM - SH
Person:
Andresen, A. Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1580402
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1581367
IOV. 
219. 
 Monographie und Untersuchung der Holzschnitte des Meisters mit den 
sogenannten Pilgerstäben beschäftigt war, hat ebenfalls gefunden, dass 
einige dieser schönen Helldunkelblätter in verschiedenen Abdrücken 
vorkommen, mit und ohne Einfassungen, sowie diese in den Druckereien 
von Johann Schott und von Hans Knoblauch sich vorfanden. Mit den 
Passionsvorstellungen des Johannes Vuechtelin haben diese Helldunkel 
nichts gemein, und daher können die Initialen Iv V nicht wohl auf 
diesen Meister gedeutet werden. H. Loedel hat einige Blätter genau 
copirt, darunter Maria mit dem Kinde im Garten B. N0. 2, und die 
halbe Figur der hl. Jungfrau B. N0. 3. Seine Arbeit unterbrach der 
Tod, J. C. Loedel, der Sohn des genannten tretflichen Künstlers, 
Kupferstecher in Leipzig, wird die Monographie über den Meister mit 
den Pilgerstäben vollenden und sie mit den Copien dem Drucke übergeben. 
1) Christus am Kreuze mit Maria, Johannes und Magdalena. Links 
unten das Tätfelehen mit dem Zeichen. H. 7 Z. Br. 4 Z. 11 L. 
Dieser Holzschnitt ist gewöhnlich von vier Zierleisten mit Blätter- 
werk eingefasst, welche von andercrllaiul geschnitten zu seyn scheinen. 
II. 10 Z. Br. 7 Z. 
2) Die hl. Jungfrau im Garten mit dem Kinde auf dem Schoosse, 
welches im Buche blättert. Links unten das Tafelchen mit den Ini- 
tialen. H. 10 Z. Br. (i Z. 7 L. 
 3) Die hl. Jungfrau in halber Figur mit dem Kinde in den Armen. 
In einer Einfassung, oben links mit dem Tafelchen I0 V. H. 7 Z. 
Br. 4 Z. 8 L. 
Dieses Bild kommt in derselben Bordüre vor, wie N0. 1, nur dass 
die Breite um 2 L. geringer ist. 
4) St. Hieronymus in der Wüste mit dem Buche in der linken, 
und dem Steine in der rechten Hand. In der Mitte oben das Tafelehen 
mit dem Zeichen. H. 7 Z. Br. 4 Z. 8 L. 
Man findet Exemplare mit der Bordüre N0. 1. Sie ist 10 Z. 
hoch, und 6 Z. 10 L. breit. 
5) Der hl. Sebastian am Baume. Rechts unten das Täfelchen mit 
dem Zeichen. H. 7 Z. Br. 4 Z. 9 L. 
Diese Vorstellung kommt ebenfalls in einer Bordüre von vier 
Leisten vor. Bartseh hatte ein unten beschnittenes Enemplar, und 
daher gibt er nur die obere und die Seitenleisten an. Die volle Höhe 
beträgt 10 Z. die Breite 6 Z. 10 L. 
6) Ein Todtenkopf in einer Nische. Unten steht: Mundanae 
foelicitalis gloria. Links unten ist das Täfelchen mit den Stäben 
ohne I0 V. H. 9 Z. [0 L. Br. G Z. 8 L. 
7) Thisbe vor dem auf dem Boden liegenden Pyramus mit dem 
Dolche in der Brust. Am Baume in Mitte des Grundes hängt ein 
Täfelchen mit der Schrift: Quid Venus in oenis passe"! etc. Die 
Tablette mit dem Künstlerzeichen ist 'links unten. H. 10 Z. 1 L. 
Br. 6 Z. 9 L. 
8) Orpheus von wilden Thiereu umgeben. In .der Mitte oben: 
ORPHEVS VATES. Links unten ist ein ovales 'l'äfelehen mit I" V. 
 
9) Alcon tödtet auf Creta die monströse Schlange, welche seinen 
Sohn umwunden hält, mit dem Pfeile. Links nach unten das Zeichen 
im Täfelchen. Die Schrifttafel in der Mitte oben erklärt in lateini- 
scher Sprache den Vorfall. H. 10 Z. Br. 6 Z. 8 L. 
10) Ein geharnisehter Ritter zu Pferd mit dem Schwerte 1n_der 
rechten Hand. Ihm folgt von rechts her ein Hellebardler. Links 
unten das Täfelchen mit I0 V. H. 10 Z. Br. 6 Z. 9 L.
        

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